Krankenversicherung und Steuererklärung

Was Ihnen bei Ihrer Steuererklärung Vorteile bringt

Im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetzes werden Ihre Krankenkassenbeiträge und an Sie ausgezahlte Prämien, zum Beispiel im Rahmen unseres Bonusprogramms, in Ihrer Steuererklärung berücksichtigt. Aufgrund der gesetzlichen Regelungen ergeht eine Meldung Ihrer Daten an das Finanzamt. Sie haben damit die Sicherheit, dass Ihre Daten beim Finanzamt vorliegen und Ihre Ausgaben berücksichtigt werden. Durch die Meldung durch uns brauchen Sie selbst keine Unterlagen beim Finanzamt einzureichen. Sie erhalten von uns eine Mitteilung über Ihre gemeldeten Beiträge und Prämien. Damit haben Sie größtmögliche Transparenz bei Ihren Daten.

Wenn Sie Ihre Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge selbst an uns zahlen, melden wir die Beträge an das Finanzamt. Dabei sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, auch alle erstatteten Beträge an das Finanzamt zu übermitteln. Diese Zahlungen vermindern Ihre Beitragszahlungen:

  • Bonuszahlungen aus dem Bonusprogramm der SBK (früher "SBK-Gesundheitskonto")
  • Prämienzahlungen zu Wahltarifen
  • Beitragsrückerstattungen

Sollte ein familienversicherter Angehöriger im Rahmen des Bonusprogramms eine Auszahlung erhalten haben, wird die Erstattung dem Hauptversicherten zugeordnet.

Als Steuerzahler sollen Ihnen zusätzliche bürokratische Aufwendungen erspart bleiben. Aus diesem Grund wurden die beitragszahlenden Stellen, also Arbeitgeber, Rentenversicherungsträger und Krankenkassen dazu verpflichtet, dem Finanzamt gezahlte sowie erstattete Beträge zu melden.

  • Für Arbeitnehmer: Der Arbeitgeber übermittelt dem Finanzamt auf elektronischem Weg die Lohnsteuerbescheinigung, auf der die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung gemeldet werden.
  • Für Rentner: Der Rentenversicherungsträger meldet die entsprechenden Daten an das Finanzamt.
  • Für Künstler: Die Künstlersozialkasse meldet die entsprechenden Daten an das Finanzamt.
  • Für Mitglieder, die ihre Beiträge selbst zahlen: Wir melden einer zentralen Stelle der Finanzverwaltung elektronisch die Höhe der gezahlten Beiträge – spätestens zum 28. Februar für das abgelaufene Kalenderjahr.

Folgende Beiträge sind steuerlich absetzbar:

  • Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung - ohne Krankengeldanspruch
  • Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung - mit Krankengeldanspruch
  • Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkasse
  • Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung

Bonuszahlungen und Prämienerstattungen müssen wir an das Finanzamt melden, denn sie mindern nach den Vorgaben des Bundesfinanzministeriums Ihre Beitragszahlungen. Dazu gehören:

  • Bonuszahlungen aus dem Bonusprogramm der SBK (bisher „SBK-Gesundheitskonto“)
  • Prämienzahlungen zu Wahltarifen
  • Beitragsrückerstattungen

Sollte ein familienversicherter Angehöriger im Rahmen des Bonusprogramms eine Auszahlung erhalten haben, ist die Erstattung dem Hauptversicherten zuzuordnen, aufgrund dessen Mitgliedschaft die Familienversicherung besteht.

Beim SBK-Bonusprogramm haben Sie seit dem Jahr 2018 die Wahl, wie Sie Ihren Bonus bekommen möchten:

  • als Geldbetrag auf Ihr Bankkonto
  • als Spende an den gemeinnützigen Verein Strahlemaennchen.de, der krebskranke Kinder unterstützt
  • als Bonusgutschrift, die Sie für eine steuerfreie Rechnungserstattung für Sportgeräte, Brillen oder Ähnliches nutzen können

An die Finanzbehörden melden wir folgende Bonuszahlungen:

  • auf Ihr Bankkonto direkt erstattete Beträge aus dem SBK-Bonusprogramm
  • Erstattungen an Sie aus dem SBK-Bonusprogramm, die wir für Sie direkt an Strahlemaennchen.de überwiesen haben. Bitte beachten Sie: Die Angabe zu dieser Spende in Ihrer Steuererklärung gleicht die Meldung zu Ihren Bonuszahlungen aus.

Über die steuerliche Berücksichtigung der gemeldeten Bonuszahlungen entscheidet das für Sie zuständige Finanzamt. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an Ihr Finanzamt oder an Ihren Steuerberater.

Ihre Daten werden unter Angabe Ihrer Steuer-ID durch uns elektronisch per Datensatz an die Finanzbehörden übermittelt. So wird die steuerliche Berücksichtigung für Sie möglichst einfach.

Durch die elektronische Datenübermittlung brauchen Sie selbst keine Unterlagen beim Finanzamt einzureichen und können sich zugleich darauf verlassen, dass Ihre Ausgaben berücksichtigt werden. Dazu zählen nicht nur die eigenen Aufwendungen, sondern auch die der Ehepartner bzw. gleichgeschlechtlichen Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz sowie die der mitversicherten Kinder. Selbstverständlich können Sie darauf vertrauen, dass bei der Datenübermittlung der Datenschutz gewährleistet ist.

Jedem Bürger wurde vom Bundeszentralamt für Steuern eine Steueridentifikationsnummer zugeordnet, die personengebunden und einmalig ist. Mit der Steueridentifikationsnummer kann das Finanzamt die Meldungen genau Ihrer Person zuordnen.

Die Steueridentifikationsnummer hat elf Stellen, enthält keinen Buchstaben und beginnt nicht mit den Ziffern 0 bis 3. Sie finden sie auf Ihrem letzten Einkommenssteuerbescheid unter der Bezeichnung „Identifikationsnummer (IdNr.)“. Weitere Informationen zur Steuer-ID finden Sie auf der Webseite des Bundeszentralamts für Steuern

Sie brauchen uns keine Einwilligungserklärung zur Datenübermittlung erteilen, wenn Sie seit dem 01.01.2011 bei uns versichert sind. Wir berücksichtigen zu meldende Beträge automatisch und melden diese an die Finanzbehörde.

Wenn Sie Arbeitnehmer, Rentner oder Künstler sind, setzt der Gesetzgeber die Einwilligung zur Datenübermittlung voraus. Wir sind daher gesetzlich dazu verpflichtet, alle an Sie erstatteten Bonuszahlungen und Prämien an die Finanzbehörden zu übermitteln.

Wenn Sie Ihre Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung selbst an uns zahlen, ist Ihre Einwilligung zur Datenübermittlung erforderlich.

Hier finden Sie die
Einwilligungserklärung zur Datenübermittlung PDF, 630 KB
In diesem Formular füllen Sie bitte online die rot umrandeten Felder aus. Anschließend drucken Sie das Formular aus und senden es unterschrieben an uns zurück – entweder per Fax oder Post. Sobald es bei uns eingeht, veranlassen wir umgehend die Übermittlung Ihrer Daten an die Finanzbehörden.

Ohne Ihre Einwilligung dürfen wir keine Daten an die Finanzbehörden übermitteln. Beachten Sie dazu bitte den Punkt „Kann ich der Datenübermittlung widersprechen oder diese verweigern?“.

Wenn Sie Ihre Beiträge an uns selbst entrichten und nicht damit einverstanden sind, dass wir Ihre Daten an die Finanzbehörden übermitteln, reichen Sie Ihren Widerspruch bitte schriftlich bei uns ein.

Allerdings können Sie im Falle eines Widerspruchs Ihre Ausgaben zur Krankenversicherung steuerlich nicht geltend machen. Dafür müssen Ihre Daten nämlich elektronisch an die Finanzbehörden übermittelt werden.

Haben Sie der Datenübermittlung bereits widersprochen, können Sie Ihren Widerspruch jederzeit widerrufen. Wir haben in diesem Fall die Möglichkeit, die Beträge der letzten zwei Jahre für Sie rückwirkend an die Finanzbehörden zu melden.

Wenn Sie Ihre Beiträge nicht selbst zahlen und Sie Bonuszahlungen oder eine Prämie aus einem Wahltarif erhalten haben, dürfen Sie der Übermittlung der Daten durch uns nicht widersprechen. Hier gilt das Prinzip, dass der Widerspruch personenbezogen ist. Wenn zum Beispiel Ihr Arbeitgeber Ihre Beiträge per Lohnsteuerbescheinigung meldet, nehmen Sie bereits an der Übermittlung teil und können der Übermittlung von an Sie erstatteten Beträgen deshalb nicht an anderer Stelle widersprechen.

Wenn Sie bereits gemeldete Daten korrigieren möchten, teilen wir dies den Finanzbehörden mit. In diesem Fall ändert sich dann Ihr Steuerbescheid – selbst wenn dieser schon erstellt wurde.

Alle Informationen rund um das Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung finden Sie auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums

Mehr zum Thema:

Fühlen Sie sich durch die Inhalte gut informiert?