Arzneimittel & Verbandmittel
Alle Informationen zu Zuzahlungen und Rabattverträgen bei Arzneimitteln
Häufig sind Arznei- und Verbandmittel ein wichtiger Baustein in der Therapie, sei es bei einem kleinen Infekt oder einer länger andauernden Erkrankung. Wir unterstützen Sie beim Gesundwerden und übernehmen für verschreibungspflichtige Medikamente einen Großteil der Kosten.
Medikamente auf Rezept
Verordnet Ihnen die Ärztin oder der Arzt ein Arzneimittel auf Kassenrezept, übernehmen wir für Sie einen Großteil der Kosten. Sie leisten einen geringen Anteil selbst, die sogenannte
Beispiele für Zuzahlungen:
| Preis verordnetes Medikament | Zuzahlung |
|---|---|
| 3 € | keine Zuzahlung |
| 12 € | 5 € (Mindestbetrag Zuzahlung) |
| 80 € | 8 € (10 % Zuzahlung) |
| 150 € | 10 € (Höchstbetrag Zuzahlung) |
Wer ist von der Zuzahlung befreit?
In diesen Fällen muss generell keine Zuzahlung geleistet werden:
Neben diesen Fällen gibt es noch eine Zuzahlungsbefreiung für Personen, deren Zuzahlungen die sogenannte Belastungsgrenze übersteigt. Diese Belastungsgrenze beträgt zwei Prozent vom Bruttoeinkommen im Kalenderjahr. Liegt eine chronische Erkrankung vor, beträgt die Belastungsgrenze ein Prozent. Auf Antrag können sich diese Personen von der Zuzahlung für dieses Kalenderjahr befreien lassen. Mehr Informationen zu dieser Regelung finden Sie auf der Seite
Rabattverträge
Für viele verschreibungspflichtige Arzneimittel haben wir sogenannte Rabattverträge mit Pharmaunternehmen geschlossen. Wenn Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt ein Arzneimittel verordnet, bekommen Sie deshalb in der Apotheke ein wirkstoffgleiches, rabattiertes Präparat eines Vertragspartners der SBK.
Diese Preisnachlässe ermöglichen uns die qualitativ hochwertige Versorgung unserer Versicherten zu angemessenen Preisen. Diese Einsparungen sind für Sie konkret in stabilen Beitragssätzen spürbar.
In medizinisch begründeten Ausnahmefällen kann Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt weiterhin ein bestimmtes Medikament verschreiben. Dafür wird das "Aut-idem" ("oder das Gleiche") auf dem Rezept angekreuzt. Es müssen also keine notwendigen Arzneimittel selbst bezahlt werden oder Medikamente eingenommen werden, die man nicht verträgt.
Festbeträge
Der Festbetrag ist der Höchstbetrag, bis zu dem die gesetzlichen Krankenkassen – also auch wir – ein verschriebenes Präparat übernehmen dürfen. Festbeträge für Arzneimittel werden vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen einheitlich für alle Krankenkassen verbindlich festgelegt.
Liegt der vom Herstellenden festgelegte Preis eines Arzneimittels über dem Festbetrag, tragen die Patientinnen und Patienten die Differenz zusätzlich zur Zuzahlung. Dieses sind die sogenannten Mehrkosten. In diesem Fall erkundigen Sie sich bitte bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nach Alternativen ohne Mehrkosten, denn in der Regel steht ein mehrkostenfreies Präparat zur Verfügung.
Versorgung mit Verhütungsmitteln
Als Versicherte der SBK haben Sie bis zum vollendeten 22. Lebensjahr (also bis zum Tag des 22. Geburtstags) Anspruch auf Versorgung mit verschreibungspflichtigen empfängnisverhütenden Mitteln.
Folgende Verhütungsmittel gibt es auf Kassenrezept
So bekommen Sie Verhütungsmittel
Die Frauenarztpraxis stellt Ihnen ein entsprechendes Kassenrezept aus. Das Präparat selbst und die ärztliche Leistung wird – für Sie ganz einfach – über die SBK Gesundheitskarte abgerechnet.
Pharmazeutische Dienstleistungen
Apotheken haben die Möglichkeit, gesetzlich Versicherten folgende zusätzliche Leistungen anzubieten, die von uns übernommen werden:
Apotheken, die eine oder mehrere dieser pharmazeutischen Dienstleistungen anbieten, finden Sie im
Welche Kosten übernimmt die SBK?
Für verschreibungspflichtige Medikamente übernehmen wir einen Großteil der Kosten - Sie zahlen nur die gesetzliche Zuzahlung.
So bekommen Sie Arzneimittel und Verbandmittel:
Legen Sie Ihr ärztliches Rezept einfach in Ihrer Apotheke vor. Sie erhalten dann das verschreibungspflichtige Medikament oder Verbandmittel und zahlen die gesetzliche Zuzahlung. Wenn der Preis des Medikaments den Festbetrag der gesetzlichen Krankenkassen für dieses Medikament übersteigt, zahlen Sie die Mehrkosten selbst. In der Regel kann Ihnen jedoch Ihre Ärztin oder Ihr Arzt ein alternatives Präparat ohne Mehrkosten verschreiben.
Bei nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten und Privatrezepten übernehmen Sie die Kosten selbst. Diese Kosten dürfen von uns als gesetzlicher Krankenkasse nicht übernommen werden.
Häufige Fragen zu Arzneimittel und Verbandmittel
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