5 Mythen über Darmkrebs und Darmgesundheit

Stimmt das wirklich? Wir haben gängige Mythen für Sie überprüft.

Mythos 1: „Darmkrebs ist unheilbar.“

Wahr ist: Wird er frühzeitig erkannt, ist Darmkrebs in vielen Fällen sehr gut heilbar. Vor allem die verbesserte Darmkrebsfrüherkennung wirkt sich positiv auf die Heilungschancen aus: Je früher Darmkrebs behandelt wird, umso größer sind die Chancen auf eine vollständige Genesung. Sofern der Krebs im ersten Stadium erkannt wird und die Lymphknoten nicht betroffen sind, liegt die Überlebensrate bei 95 Prozent. (Quelle: Internisten im Netz / Berufsverband deutscher Internisten e.V.)

Mythos 2: „Darmkrebs ist selten.“

Wahr ist: Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart in Deutschland. Im Jahr 2018 werden laut Schätzung der deutschen epidemiologischen Krebsregister und des Zentrums für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut 33.000 Männer und 26.000 Frauen an Darmkrebs erkranken. Im Vergleich zu den Vorjahren ist diese Zahl jedoch leicht rückläufig. Experten zufolge ist das auf die verbesserte Darmkrebsfrüherkennung zurückzuführen. (Quelle: Krebsinformationsdienst / Deutsches Krebsforschungszentrum)  

Mythos 3: „Darmpolypen sind immer Krebs.“

Wahr ist: Glücklicherweise zählt Darmkrebs zu den am besten erforschten Krebsarten. Daher wissen wir, dass sich 90 Prozent der Darmkrebserkrankungen aus zunächst gutartigen Darmpolypen entwickeln. Die Entartung vom Darmpolypen bis hin zur Krebserkrankung kann bis zu zehn Jahre dauern. Der lange Zeitraum bietet gute Chancen, um veränderte Polypen durch Früherkennung zu entdecken. (Quelle: Felix Burda Stiftung)

Mythos 4: „Die Darmspiegelung findet immer unter Vollnarkose statt.“

Wahr ist: Längst können Darmspiegelungen für den Patienten weitgehend schmerzfrei durchgeführt werden. Deshalb besprechen Sie mit Ihrem Arzt vor der Untersuchung die Möglichkeiten und entscheiden sich dann für eine Kurznarkose (Schlafspritze) oder ein Beruhigungsmittel. Eine Vollnarkose ist in der Regel nicht notwendig. (Quelle: Krebsinformationsdienst / Deutsches Krebsforschungszentrum)

Mythos 5: „Fleisch zu essen ist schlecht für die Darmgesundheit.“

Wahr ist: Eine ausgewogene Ernährung leistet einen positiven Beitrag zur Darmgesundheit. Sie kann Fleisch in Maßen enthalten, am besten wenig rotes Fleisch oder verarbeitete Fleischprodukte, sollte vor allem aber auch Obst, Gemüse und Vollkorngetreide umfassen. Um die Nahrung zu verdauen, benötigt der Darm unter anderem Ballaststoffe aus Pflanzenfasern. Steht Fleisch auf dem Speiseplan, so empfiehlt es sich, frischen Salat oder Gemüse dazu zu essen. (Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum)