Nach draußen zum Sport – mehr als nur Joggen und Radfahren

Hier kommen Alternativen für ganz unterschiedliche Vorlieben – einfach ausprobieren!

Austoben oder entspannen, im Park oder auf dem Wasser

Wurden wir als Kinder noch zum Spielen nach draußen geschickt, haben wir die Bewegung im Freien heute fast verlernt oder aber zum Pflichtprogramm gemacht. Dabei gibt es inzwischen so viele Möglichkeiten, draußen Sport zu machen, dass für jeden Geschmack und jede Laune etwas dabei ist. Freude an der Bewegung in der Natur und der spielerische Ausgleich zum Arbeitsalltag stehen hier im Fokus.

Wenn Sie jetzt im Sommer für sich die passende Aktivität finden, lässt sich die lieb gewonnene Sportart sogar das ganze Jahr über fortsetzen – passende Kleidung vorausgesetzt.

Öffentliche Fitnessangebote in Städten und Gemeinden

Früher hießen sie Trimm-dich-Pfade, heute ergänzen Fitnessparcours oder sogenannte Erwachsenenspielplätze das öffentliche Angebot. Gemeint sind Sportgeräte auf öffentlichen Grünflächen, in Parks oder Forstgebieten, die entlang einer Laufstrecke oder auf einer Trainingsfläche aufgestellt sind. 

Während die klassischen Trimm-dich-Pfade meist recht schlichte Holzkonstruktionen anbieten, neben denen ein Schaubild den empfohlenen Bewegungsablauf anzeigt, kommen die neueren Geräte eher technisch daher und sind mitten in der Stadt zu finden. Beide Angebote werden von Städten oder Gemeinden zur Verfügung gestellt und laden zum spielerischen Ausprobieren ein. Wer Gefallen an den Übungen findet, kann sich vornehmen, regelmäßig die Runde zu machen, und die Zahl der Übungen dabei stetig steigern – ein Spaziergang oder Lauf lässt sich damit kombinieren. 

Erfahrung oder Übung ist keine Bedingung, eine Runde auf dem Fitnessparcours lässt sich gut alleine und spontan einrichten und ist ideal für Einsteiger geeignet. Das Herz-Kreislauf-System und die generelle Kondition werden hierbei gestärkt.

Hochseilgärten und Kletterwände

Wer sich stärker auspowern möchte und die Herausforderung liebt, sucht nach einer Kletterwand oder dem nächstgelegenen Hochseilgarten. Besonders beim Klettern, auch Bouldern genannt, sind eine gute Kondition sowie etwas Übung erforderlich. Selbstverständlich muss dabei eine entsprechende Sicherung gewährleistet sein. Bouldern funktioniert gut zu zweit oder in der Gruppe. Der Zugang zu Kletterwänden in Städten erfolgt meist über einen Sportverein. Hochseilgärten hingegen bieten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade an und auch Anfänger können sich hier sicher und in Ruhe mit der Höhe vertraut machen. Das Plus beim Klettern ist vor allem eine neue Körperwahrnehmung, ein Perspektivwechsel, der nach einem langen Bürotag willkommen sein kann, und sicher auch die Überwindung eigener Grenzen. 

Slacklining

Zwei Bäume und ein Gurt – das sind die Zutaten für eine ruhige und konzentrierte Bewegungsart im Freien: das Slacklining. Das Balancieren auf dem Gurt ist für Anfänger eine Herausforderung, der Erfolg stellt sich aber meist schnell ein und einige Schritte auf der Slackline sind geschafft. Hier ist vor allem der Gleichgewichtssinn gefordert, außerdem die Rumpfmuskulatur, die am Schreibtisch häufig zu kurz kommt. Auch ein gleichmäßiges und ruhiges Atmen lässt sich beim Slacklining wunderbar üben. Diese Sportart kann sowohl alleine und meditativ ausprobiert werden als auch in Gesellschaft – zum Beispiel in Verbindung mit einem Picknick im Park. 

Frisbee und Badminton

Ein bewegungswilliges Gegenüber braucht es auf jeden Fall für die beiden anderen Park-Klassiker: Frisbee und Badminton. Die runde Wurfscheibe verdankt ihren Namen der Legende nach einer amerikanischen Bäckerei, deren kreisrunde Kuchenformen Kinder sich einst zugeworfen haben. Das wahrscheinlich schlichteste aller Sportgeräte ist nicht umsonst auf jeder Sommerwiese und an jedem Strand zu finden: Wer die Wurfbewegung einmal beherrscht, kann mit immer raffinierteren Techniken die Dynamik steigern und dabei ordentlich ins Schwitzen geraten. 

Gleiches gilt für das Federball- oder Badmintonspiel. Indem die Spieler den Abstand zueinander vergrößern und die Geschwindigkeit nach und nach erhöhen, werden die Bewegungen kraftvoller und ausladender. Das Herz-Kreislauf-System wird gefordert und trainiert.

Beide Sportarten lassen sich auch ohne Vorkenntnisse in kurzer Zeit so erlernen, dass sie schnell Spaß machen, und können beliebig gesteigert werden.

Bewegung auf dem Wasser

Auch auf dem Wasser gibt es für Solosportler genauso wie für Teamplayer Möglichkeiten, draußen Sport zu machen. Seit einigen Jahren lockt im Sommer das Stand-up-Paddling. Das schwimmende Board und dazugehörige lange Paddel können an vielen Binnengewässern stundenweise geliehen werden. Anfänger wählen ein breites Board und können sitzend oder kniend die ersten Paddelschläge probieren, um dann behutsam in die stehende Position zu kommen. Der Gleichgewichtssinn und die stützende Muskulatur entlang der Wirbelsäule sind hier besonders gefordert. Wer sich Zeit nimmt und sein eigenes Tempo findet, genießt schon bald das ruhige Dahingleiten auf dem Wasser. 

Wer gerne in der Gruppe trainiert und gemeinsam Ziele erreicht, kann mit Rudern seinen Draußen-Sport finden. Im Verein am regelmäßigen Training teilzunehmen und sich um die Boote zu kümmern, motiviert und bietet Regelmäßigkeit. Auch Paddeln oder Segeln macht in der Gruppe Spaß und alle Wassersportarten können unter fachkundiger Anleitung schnell erlernt werden – Schwimmkenntnisse vorausgesetzt.

In der Ruhe liegt die Kraft

Auch mit diesem Leitsatz lässt sich eine Aktivität finden, die im Sommer im Freien das Wohlbefinden garantiert steigert. Aus China kommt die langsame und fließende Bewegungsform Qigong. Sie wird dort traditionell in Parks praktiziert und eignet sich besonders für Menschen, die meditative und bewusste Bewegung lieben. Das Ziel ist es, die Lebensenergie frei durch den Körper fließen zu lassen, die Übungen beruhigen und entspannen. Wie für Qigong gibt es auch für Yoga, die indische Bewegungslehre, in vielen Städten Angebote im Freien. Mitzubringen sind hier lediglich eine Yogamatte, etwas zu trinken und der Temperatur angemessene Kleidung. Bei beiden Bewegungsarten geht es nicht um Leistung, die Teilnahme ist ohne Vorkenntnisse möglich.

Was gibt es zu beachten? Die SBK gibt Tipps

Entscheidend für einen nachhaltigen Trainingserfolg und ein zufriedenes Körpergefühl ist das richtige Maß an Anstrengung. Langsam anfangen und stetig steigern wirkt sich positiver auf die Gesundheit aus, als gleich an seine Grenzen zu gehen. Sich kleine Ziele zu setzen und sie bald zu erreichen, motiviert. Und durch Regelmäßigkeit findet Bewegung im Freien ihren festen Platz im Alltag. 

Tipps für Sport-(Wieder-)Einsteiger haben wir auf der Seite Fitness-Tipps für Hobbysportler zusammengestellt.

Was Sie tun können, wenn es doch einmal zu viel war und der Körper sich mit Muskelkater meldet, wird in unserem Video „Was tun bei Muskelkater“ von einem Sportmediziner beschrieben.

Die SBK fördert außerdem sportliche Aktivität und hilft bei der Wahl passender Angebote. Alle Infos dazu finden Sie in unserem Beitrag über Gesundheitskurse.

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