5 Grilltipps vom Profi

Gesund mit hohem Spaßfaktor – der SBK-Ernähungsexperte zeigt's.

1. Pflanzenöl zum Marinieren verwenden

In Sachen Herzgesundheit gilt beim Menschen das gleiche wie beim Automotor: Ohne ein gutes Öl läuft der Motor schlecht. Das Verhältnis von einfach ungesättigten zu gesättigten Fettsäuren hat einen positiven Einfluss auf die Blutfette. Zum Schutz der Gefäße eignen sich Olivenöl mit 70 Prozent ungesättigten Fettsäuren und Rapsöl mit 55 Prozent. Aus gesundheitlicher Sicht eignet sich Olivenöl zum Braten sehr gut. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt es sogar ausdrücklich zum Braten und Frittieren. Je nach Sorte können Sie Olivenöl bis zu einer Temperatur von 230 °C erhitzen. Klares, natives Olivenöl Extra allerdings nur bis rund 180° C.

Auf die Bremse treten sollte "Mann" bei Butter, Schweineschmalz und Sahne. Die gesättigten Fettsäuren in diesen Produkten erhöhen den Cholesterinspiegel unnötig.

2. Ideenreich würzen statt maßlos salzen

Eine leckere Marinade auf Olivenölbasis lässt sich aus frischen Kräutern wie etwa Thymian oder Rosmarin, Pfeffer, Salz und Senf sowie einer zerdrückten Knoblauchzehe machen.

Nehmen Sie für eine leckere Marinade auf Olivenölbasis frische Kräuter wie etwa Thymian oder Rosmarin, dazu Pfeffer, etwas Salz und Senf sowie eine zerdrückte Knoblauchzehe. Alles in einen Gefrierbeutel geben, verschließen und das Fleisch darin ein paar Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank marinieren. Einige Zeit vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Ansonsten können sich die Gewürze, ihre Aromen und verdauungsfördernden ätherischen Öle nicht richtig entwickeln.

3. Mehr selbermachen

Wer keine aufwendigen Salate zubereiten will, der kann mit ein paar Gemüsesticks eine schnelle Alternative zaubern.

Was für die Marinade gilt, kann als Blaupause für Beilagen und Soßen dienen. Statt ins Kühlregal zu greifen, lieber selbst Hand anlegen. Dann wissen Sie genau, was in Ihrem Essen steckt.

Das gilt auch für Salate. Salate zum Grillen, das hört sich zwar eigentlich gesund an. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick. Kartoffel- oder Nudelsalat mit Mayo haben vor allem als fertig gekaufte Produkte wenig Gesundes. Wem das Salate machen zu aufwendig ist, kann schnell aus einigen Möhren, Gurke und Paprika knackige Gemüsesticks schneiden. Die knabbert jeder gerne.

4. Originelles Grillen

Seien Sie kreativ. Es muss doch nicht immer Fleisch sein, was auf dem Rost landet. Für Farbe und Abwechslung sorgen buntes Gemüse wie Zucchini- oder Auberginenscheiben, Cocktailtomaten mit Olivenöl und Kräutern mariniert oder Champignons, Maiskolben, Paprika und Kartoffeln. Mit frischem Rosmarin oder Thymian bekommen sie die typische mediterrane Note kinderleicht hin. Auch Ananas, Pfirsische und Mango eignen sich hervorragend zum Grillen.

5. In der Ruhe liegt die Kraft

Holzkohle und Briketts müssen glühen, bevor das Grillgut auf den Rost darf. Legen Sie erst los, wenn kein Rauch mehr aufsteigt, denn der enthält sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Klingt nicht gut? Stimmt, sie sind krebserregend. Also: Chillen bis die Kohle glüht.