Die größten Grill-Irrtümer

Worauf Sie beim sommerlichen Brutzeln achten sollten.

Zu unserem Experten

SBK-Ernährungsberater Konrad Friese

Konrad Friese ist als niedergelassener Ernährungstherapeut tätig. Er ist auch Autor vieler Fachartikel und als Dozent zum Thema Ernährung in Deutschland und Österreich tätig.

Grillen, das scheint vor allem uns Männern in die Wiege gelegt zu sein. Doch immer wieder begegne ich – auch in meinem beruflichen Alltag als Ernährungsberater – folgenden Irrtümern:

Irrtum 1: Kurzes und scharfes Angrillen – nur so schmeckt’s.

Großer Quatsch! Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Amerikanern. Sie machen es mit ihrem Barbecue vor: Mittlere, indirekte Hitze ist gesundheitsverträglicher und extrem lecker.

Irrtum 2: Schwarze, verbrannte Stellen sind harmlos.

Tatsächlich aber enthalten genau diese Stellen viele gesundheitsschädliche Stoffe. Also abschneiden!

Irrtum 3: Mit Bier ablöschen sorgt für den entscheidenden Aromakick.

Also ich trinke das Bier lieber! Denn statt gutem Aroma oder besonders knuspriger Kruste habt Ihr am Ende Asche am Fleisch, krebserregende Stoffe im Essen und womöglich noch Streit mit dem Nachbarn, weil der sich am Rauch stört. Ganz klar nachgewiesen ist nämlich: Das, was beim Grillen so gut riecht, ist in Wirklichkeit eine chemische Reaktion, die sich im Tierversuch als krebserregend herausgestellt hat.