Mit Kräutern gesund in den Frühling starten

Bärlauch, Basilikum, Löwenzahn – das Grün sorgt für Geschmack und bringt Abwechslung auf den Speiseplan.

Weniger Salz dank frischer Kräuter

Kräuter helfen dabei, den Salzgehalt im Essen zu reduzieren – ohne Geschmackseinbußen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) warnt: Wir Deutschen nehmen zu viel Salz zu uns – mit schädlichen Folgen für die Gesundheit. Im Schnitt konsumiert jeder Deutsche etwa zehn bis zwölf Gramm Salz pro Tag. Die empfohlene Maximalmenge aber sind: sechs Gramm pro Tag. Wie sich der Salzkonsum senken lässt? Auf Fertigprodukte verzichten und selbst den Kochlöffel schwingen! Dafür haben wir Ihnen ein paar Anregungen zusammengestellt.

Bärenstark mit Bärlauch

Kräuter bringen Frische, Würze und einen herrlichen Duft ans Essen. Bärlauch beispielsweise: Sein Knoblauchduft ist speziell, seine Power ebenfalls. Anfang April lugt das Liliengewächs, das mit Lauch und Schnittlauch verwandt ist, aus dem Boden und kann geerntet werden. Am besten Sie verwenden es roh – dann bleibt der hohe Vitamin-C-Gehalt erhalten. Bärlauch gilt sogar als Heilpflanze und ist reich an Magnesium und Eisen. 

Lecker: Bärlauch kleingeschnitten im Kräuterquark oder als Topping für die Frühlingssuppe. Und weil die Saison kurz ist: Sorgen Sie für Vorrat mit unserem Bärlauchpesto.

Aber Achtung, Verwechslungsgefahr! Bärlauch sieht Maiglöckchen sehr ähnlich. Wer die Pflanze also selber pflückt, kann zu einem einfachen Trick greifen, um sicher zu gehen. Einfach die Blätter zischen den Fingern reiben. Steigt der charakteristische Knoblauchduft in die Nase, ist es Bärlauch. Sind die Blätter geruchlos, handelt es sich um Maiglöckchen – und die sind giftig.

Unser Rezept für Bärlauchpesto (für vier Portionen)

Rösten Sie 30 Gramm Pinienkerne (oder ersatzweise Sonnenblumenkerne) in einer Pfanne ohne Fett goldbraun an. Lassen Sie die Kerne auskühlen und hacken Sie diese fein.

Waschen und trocknen Sie 30 Gramm Bärlauch und hacken die Blätter grob. Zusammen mit den Pinienkernen, vier Esslöffel Gemüsebrühe und sechs Esslöffel gutem Olivenöl in einen Mixbecher geben. Die Mischung mit einem Schneidestab fein pürieren und mit 30 Gramm geriebenem Parmesan, Salz und Pfeffer würzig abschmecken.

Füllen Sie das Pesto in Twist-off-Gläser. Die Spezialität ist maximal eine Woche im Kühlschrank haltbar.

Kerbel stärkt das Immunsystem

Sein Geschmack erinnert entfernt an Fenchel und Anis. Gut passt das gesunde Kraut damit zu Eiergerichten, im Kräuterquark oder frisch geschnitten auf Möhrengemüse. Übrigens: Das Gewächs ist reich an ungesättigten Fettsäuren, Flavonoiden, Eisen, Magnesium, Zink und, und, und. Setzen Sie Kerbel ruhig öfter auf Ihren Speiseplan. Wir haben für Sie einen Rezeptklassiker ausgepackt: Kohlrabi-Kerbel-Suppe.

Frischekick: die Kohlrabi-Kerbel-Suppe (für vier Personen)

Schälen Sie eine Zwiebel und würfeln Sie sie fein. Drei große Kohlrabi und 250 Gramm Kartoffeln (am besten eine mehlig kochende Sorte verwenden) waschen, schälen und in kleine Stücke schneiden.

Ein Esslöffel Butter in einem Topf zerlassen. Kohlrabi und Kartoffeln kurz und farblos darin andünsten. Dreiviertel Liter Gemüsebrühe angießen und aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt rund 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

Eine Handvoll Radieschen putzen, waschen und in dünne Stifte schneiden. Einen großen Bund Kerbel waschen, trocken schütteln und grob hacken. Kerbel zur Suppe geben und alles mit dem Stabmixer pürieren. Erneut mit Salz und Pfeffer sowie gegebenenfalls einem Schuss Zitrone oder Limette abschmecken.

125 Gramm leicht aufgeschlagene Sahne unter die Suppe heben. Sofort anrichten und mit den Radieschenstiften dekorieren.

Wir wünschen Ihnen einen herrlichen Frühling. Bleiben Sie gesund!