Vorsorge für Kinder und Teens

Umfassender Schutz für Ihren Nachwuchs.

Wenn Sie selbst Eltern sind, dann werden Sie sich erinnern: Kaum erblickt ein Baby das Licht der Welt, wird es schon nach allen Regeln der Kunst begutachtet. "Ist die Atmung in Ordnung?", sorgt sich die Hebamme. "Macht die Haut einen guten Eindruck? Was ist mit dem Herzschlag, mit Muskelspannung und Reflexen?" Und schon hat das Neugeborene die erste Vorsorgeuntersuchung gemeistert, die so genannte U1.

Ein engmaschiges Netz: allein in den ersten zehn Tagen vier Untersuchungen. Das ist auch gut so. Als Vorsorge-Expertin weiß ich aus meinem Arbeitsalltag, dass sich viele Krankheiten und Entwicklungsstörungen gut behandeln lassen, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Insgesamt empfehlen Kinder- und Jugendärzte ausgewählte Untersuchungen – welche das sind, können Sie in unserem Download nachlesen.

Den Überblick behalten – der SBK-Familienbegleiter unterstützt Sie!

Zugegeben: 16 Untersuchungen sind eine ganze Menge. Da kann einem schon mal der Kopf schwirren. Und vor allem ist es im hektischen Alltag schwer nachzuhalten, welche Untersuchung schon absolviert ist und welche wann ansteht. Kennen Sie das? Zum Glück gibt es das gelbe Heft und später das grüne, die alle Untersuchungen dokumentieren. Zusätzlich habe ich einen Tipp für Sie: Bestellen Sie sich den Newsletter SBK-Familienbegleiter! Mit diesem Service begleiten wir Sie und Ihren Nachwuchs von der 6. Schwangerschaftswoche bis zum 16. Geburtstag – mit vielen praktischen Tipps. Der SBK-Familienbegleiter erinnert Sie automatisch an die Vorsorgeuntersuchungen und Impftermine Ihres Kindes. Egal, wie alt es ist: Eine Anmeldung ist jederzeit möglich.

Frühzeitig handeln, aber Individualität berücksichtigen

Bei den Vorsorgeuntersuchungen werden viele unterschiedliche Aspekte beachtet. So wird genau geschaut, wie sich die Motorik Ihres Kindes entwickelt, das Hören und Sehen wird getestet, auf die Sprachentwicklung geschaut. Auch das Impfen ist wichtig, um Kinder vor schlimmen Krankheiten wie Masern, Tetanus oder Kinderlähmung zu schützen. Alles Angebote, die helfen, Krankheiten vorzubeugen oder diese rechtzeitig zu entdecken.

Hören hat beispielsweise einen zentralen Einfluss auf die Entwicklung Ihres Kindes. Wird eine schwere Hörstörung nicht rechtzeitig entdeckt, kann die Fähigkeit Sprechen zu lernen, gehemmt werden. Im Gegenzug können bei rechtzeitigem Wissen um eine Hörstörung frühzeitig Hilfsmittel eingesetzt werden. Das kommt der gesamten Entwicklung des Kindes zugute.

Genau um dieses rechtzeitige Erkennen von möglichen Gesundheits- und Entwicklungsproblemen geht es bei den U-Untersuchungen. Dabei ist nicht jede Abweichung von der Norm gleich ein Problem. Manch einer brabbelt erst spät seine ersten Worte und ein anderer will partout nicht krabbeln, startet aber dann plötzlich gleich laufend durch. Entwicklung ist unterschiedlich. Aber ganz genau hinzuschauen und zu begleiten, schadet nicht! Im Gegenteil.

SBK-Extras: sicher heranwachsen

Wir bei der SBK wollen, dass Ihr Kind rumdum geschützt ist – nicht nur im Kleinkindalter, sondern auch beim Heranwachsen. Deshalb bezahlen wir die Untersuchungen U10, U11 und J2, die viele andere Krankenkassen nicht übernehmen, bei SBK-Vertragsärzten. Und das steckt dahinter: Die U10 ist für sieben- oder achtjährige Kinder, die U 11 für alle im Alter zwischen neun und zehn Jahren. Die beiden Checks füllen die große Lücke zwischen U9 (mit etwa fünf Jahren, vor dem Schuleintritt) und der J1(13 Jahre), die von allen Krankenkassen bezahlt werden: Der Arzt schaut nicht nur nach dem körperlichen Zustand des Kindes, sondern widmet sich auch weitergehenden Fragen. Vielleicht gibt es in der Schule Konzentrationsprobleme. Oder Lese- und Rechenstörungen bereiten Kopfzerbrechen. Die U10 bietet die Chance, dies früh zu erkennen und etwas dagegen zu tun. Ihr Kinder- und Jugendarzt wird Sie entsprechend beraten und wertvolle Hilfestellungen leisten.

Suchtprobleme bei Kindern und Jugendlichen erkennen

Wenn ein Kind neun bis zehn Jahre alt ist, tauchen oft Schulprobleme auf. Der Körper befindet sich in einer starken Wachstumsphase. Da ist es wichtig zu schauen, ob alles richtig läuft. Mit der Zeit wird das Kind selbstständig, es lernt, Medien zu benutzen – und weiß vielleicht nicht, wo dabei seine Grenzen liegen. Hier setzt die Bewegungs-, Stress- und Suchtberatung an, die mit zur U11 gehört.

Mit J2 ins Erwachsenenalter

J2 ist die letzte Vorsorgeuntersuchung, die das Kind als Minderjähriges erlebt. 16 bis 17 Jahre: eine wichtige Phase. Die Berufswahl steht an und die Pubertät macht vielen schwer zu schaffen. Der Arzt schaut noch einmal genau hin: Ein Gesundheits-Check-up untersucht körperliche Aspekte wie Allergien, Haltungsstörungen und Kropfbildung. Diabetes-Vorsorge spielt schon eine Rolle und auch bei Fragen zu Sexualität und Beruf berät der Arzt.