Zusammen lebt es sich gesünder

Wie stabile Partnerschaften uns vor Krankheiten schützen.

„Liebe geht durch den Magen“ – damit ist für gewöhnlich das kribbelnde Gefühl des Verliebtseins gemeint. Doch es steckt mehr dahinter. Unsere Gefühle sind sehr eng mit körperlichen Reaktionen und der Psyche verbunden: Immunsystem, Herz, Nervenbahnen, Hormonhaushalt und unser Stoffwechsel reagieren empfindlich auf Emotionen. Beim Verliebtsein schüttet unser Belohnungszentrum im Gehirn Glückshormone und den stimmungsaufhellenden Botenstoff Dopamin aus. Frisch Verliebte genießen dann einen rauschähnlichen Zustand, der von Spannungen befreit und das Wohlbefinden auf drastische Weise steigert. Gefühle wie Freude, Hoffnung und Begeisterung sind gesundheitsfördernd und bereichern jede Beziehung.

Beziehungen sind gut für Körper und Geist

Gemeinsame Unternehmungen stärken die Beziehung

Im Idealfall festigt die Partnerschaft die Gefühlslage, denn die positiven und euphorischen Emotionen beeinflussen die Lebenserwartung ähnlich positiv, wie eine gesunde Ernährung. Gleichzeitig wirken offene und intensive Gespräche mit dem Partner stressreduzierend, was wiederum Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt. Die Psyche profitiert von einem Austausch von Gefühlen und Gedanken. Zuhören, sich für den anderen freuen und Unterstützung anbieten – durch Lob und Wertschätzung tut man dem Partner etwas Gutes. 

Liebe macht gesund

Sex ist zudem eine prima Medizin. Der dabei ausgeschüttete Hormoncocktail aus Oxytocin, Prolaktin und Serotonin beseitigt Stress und lindert Gelenk-, Menstruations- und Kopfschmerzen. Regelmäßiger Sex entspannt, macht zufrieden, stärkt das Immunsystem und fördert zudem die Wundheilung. Bei einem halbstündigen Liebesakt werden 350 Kilokalorien verbrannt, was in etwa einem 30-minütigen Lauftraining entspricht. Währenddessen wird die Produktion männlicher Geschlechtshormone angeregt, was die Fettverbrennung ankurbelt und beim Muskelaufbau hilft. Bei Frauen wird das Hormon Östrogen verstärkt ausgeschüttet, welches die Regenerationsfähigkeit der Zellen verbessert und die Haut glättet.

Zweisamkeit fördert gesunde Lebensweise

Neben den unmittelbaren körperlichen und psychischen Reaktionen verändert eine stabile Beziehung den Umgang mit schädlichen Verhaltensweisen: Viele Paare legen zu Beginn einer neuen Liebe ihre ungesunden Gewohnheiten ab. Anstatt als Single in eine Bar zu gehen, wird der Abend gemeinsam in der Wohnung verbracht. Das bedeutet in der Regel: weniger Alkohol und mehr Schlaf. Manch einer gibt für seinen neuen Partner sogar das Rauchen auf. Besonders Männer profitieren von einer neu geschaffenen Beziehung: Junggesellen krempeln ihre Essgewohnheiten um. Gemeinsame Kochabende sorgen für eine gesündere Ernährung und mehr Abwechslung auf dem Teller. Das senkt gleichzeitig den Cholesterinwert und den Blutdruck. Und auch die Freizeitgestaltung ändert sich: Gemeinsame Spaziergänge an der frischen Luft beenden das Faulenzerdasein. Und um für seinen Partner weiterhin attraktiv zu bleiben, wird mehr auf die körperliche Fitness geachtet.