Vom ersten Zahn an

Die ersten Zähne sind für die Entwicklung des Gebisses entscheidend. Deshalb frühzeitig mit der Zahnhygiene starten.

Jedes Jahr am 25. September steht der Tag der Zahngesundheit unter einem neuen Thema. Diesmal im Fokus der Aktion: die ersten Zähne. Das Motto lautet: „Gesund beginnt im Mund – Gemeinsam für starke Milchzähne“. Denn wie entscheidend die Milchzähne für die Entwicklung der Zahngesundheit sind, das ist noch gar nicht so lange bekannt.

Milchzähne sind mehr als Lückenfüller

„Milchzähne sind die Platzhalter für die nachfolgenden Zähne, die sich im Kiefer bereits lange vor dem eigentlichen Durchbruch bilden. Zusätzlich sind sie sehr wichtig für die Sprachgestaltung“, sagt SBK-Zahnexpertin Ines Elvers. „Wenn zum Beispiel die Frontzähne herausfallen, dann hat die Zunge Platz, beim Sprechen herauszurutschen. Das Kind kann Schwierigkeiten beim Bilden von s- und z-Lauten bekommen, was sich als logopädisches Problem manifestieren kann. Und wenn Milchzähne zu früh herausfallen, dann haben die neuen Zähne nicht genügend Platz, denn die verbleibenden Milchzähne wandern in die Lücken. Das macht dann in der Regel eine spätere kieferorthopädische Behandlung notwendig.“

Kleinkinder ans Zähneputzen gewöhnen

Übung macht den Meister. Der Spruch bewahrheitet sich auch beim Zähneputzen. Ines Elvers: „Wenn Eltern ihren Nachwuchs erst mit 6 Jahren ans Zähneputzen heranführen, dann gibt es Probleme. Das Kind versteht meist gar nicht, warum es auf einmal damit anfangen soll. Eltern tun stattdessen gut daran, direkt ab dem ersten Zähnchen spielerisch das Kind ans Putzen zu gewöhnen. Lassen Sie Babys mit den ersten Schneidezähnchen auf einer Zahnbürste herumkauen, so gewöhnt es sich an das Gefühl für eine Bürste im Mund.“

Eltern müssen ein Vorbild sein – auch bei der Zahnhygiene

Es ist wichtig das Thema Zahnhygiene spielerisch zu vermitteln – zum Beispiel mit lustigen Zahnputzreimen, aufmunternden Zahnputzuhren und bunter Zahnpasta. Wie wäre es mit einem kollektiven Familienzähneputzen nach der Mahlzeit? Schließlich ahmen Kinder gerne ihre Eltern nach. „Seien Sie Vorbild“, rät die SBK-Expertin.

Die richtige Putztechnik – mit KAI kinderleicht

Bei Babys und Kleinkindern reicht eine weiche Zahnbürste. Ältere Kinder mögen vielfach elektrische Zahnbürsten lieber. Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn sie die Bürste gut handhaben können. In jedem Fall müssen Eltern ihren Nachwuchs beaufsichtigen – und womöglich nachputzen. Als einfache Merkhilfe für die richtige Technik dient das System KAI. Das K steht für die Kauflächen, das A für die Außenflächen und das I für die Innenflächen. „Achten Sie vor allem auch auf die Backenzähne. Die haben ganz tiefe Rillen auf der Kaufläche, wo sich leicht Essensreste absetzen können“, warnt Elvers.

Welche Zahnpasta ist die richtige?

Kinder haben ihren eigenen Geschmack. Die Zahnpasta sollte diesen treffen. Beratungszahnärztin Ines Elvers empfiehlt ab einem Jahr bzw. mit spätestens anderthalb Jahren mit Zahnpasta anzufangen. Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) rät zu Kinderzahnpasta mit Fluorid. Enthält sie mehr als 500 ppm Fluorid ist sie erst ab 6 Jahren empfehlenswert. Anders als früher belegen Studien heute, dass Fluoridtabletten für Kleine nicht mehr notwendig sind. Es reicht aus, eine erbsengroße Menge Zahnpasta mittig auf die Zahnbürste aufzutragen. Übrigens: Es macht nichts, wenn Ihr Kind die Zahnpasta runterschluckt, weil es sie noch nicht richtig ausspucken kann oder will. Die verschluckte Menge an Fluorid ist gering.

Lebenslanger Bonus für gute Pflege

Ebenfalls wichtig: Kinder an den Besuch beim Zahnarzt zu gewöhnen. Denn die regelmäßigen Vorsorgetermine helfen dabei, Probleme frühzeitig zu erkennen.  Deshalb übernimmt die SBK im Zeitraum zwischen dem 30. und 72. Lebensmonat drei sogenannte (Kinder-)Früherkennungsuntersuchungen. Die erste Untersuchung findet grundsätzlich ab dem dritten Lebensjahr statt. Die beiden weiteren Untersuchungen werden bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres, im Abstand von 12 Monaten, durchgeführt. Bei Kindern mit hohem Kariesrisiko kann eine lokale Fluoridierung zweimal je Kalenderjahr direkt mit der SBK abgerechnet werden. Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren können einmal pro Kalenderhalbjahr kostenfrei zur zahnärztlichen Vorsorge gehen.

Kinder ab 12 Jahren erhalten dazu von Ihrem Zahnarzt ein Bonusheft. Die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder machen sich oftmals bis ins hohe Alter bezahlt.

Exklusive Zusatzversicherungen für SBK-Kunden

Die SBK bietet in Zusammenarbeit mit der ARAG auch eine Zusatzversicherung speziell für Familien an. Mit dem Familientarif sind alle wichtigen Zusatzleistungen – beispielsweise bei Kindern die Fissurenversiegelung aller Front- und Backenzähne – abgedeckt. Nähere Informationen erfahren Sie auf der Seite Zusatzversicherung für Familien.