Zahnfüllungen

Wenn Karies entfernt ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten an Zahnfüllungen.

Wenn Karies bei einem Zahn entfern worden ist, können verschiedenste Materialien oder eine Kombination von Materialien zum Einsatz kommen. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten Materialien für Zahnfüllungen vor:

  • Amalgam: Amalgam ist eine Legierung aus Silber, Kupfer, Quecksilber, Indium, Zinn und Zink. Der Vorteil von Amalgam liegt darin, das es einfach, kostengünstig und schnell zu verarbeiten ist. Amalgamfüllungen haben eine Haltbarkeit von sechs bis zehn Jahren – bei guter Pflege auch länger. Diese Füllungen eignen sich besonders für Seitenzähne, da dort die Füllungen großen Belastungen ausgesetzt sind. Im vorderen Zahnbereich wird aufgrund der dunklen Metallfarbe in der Regel keine Zahnbehandlung mit Amalgam durchgeführt.
  • Glasionomerzement: Glasionomerzement ist ein mineralischer Zement, der als weiches Material direkt im Zahn verarbeitet wird. Glasionomerzement wird häufig zur Befestigung von Zahnersatz verwendet. Als Füllungsmaterial ist er aufgrund seiner begrenzten Haltbarkeit nicht geeignet. Zum Einsatz kommt er bei provisorischen Füllungen und kariösen Milchzähnen.
  • Kompomer: Kompomer ist ein Gemisch aus Glasionomerzement und Kunststoff und wird deshalb wie Glasionomerzement nur begrenzt eingesetzt: zur Versorgung kariöser Milchzähne, im Zahnhalsbereich und für provisorische Füllungen.
  • Komposit: Komposit-Kunststofffüllungen sind ein Gemisch aus Kunststoff und anorganischen Füllstoffen. Sie sind vier bis sechs Jahre haltbar. Da zahnfarbene Kunststofffüllungen unauffällig sind, werden sie im vorderen Zahnbereich eingesetzt. Der Nachteil einer Kunststofffüllung liegt darin, dass das Material schrumpfen kann. Der Randspalt zwischen Zahn und Füllung kann dann neuen Karies entstehen lassen. Außerdem kann sich das Material mit der Zeit verfärben. Im Seitenzahnbereich eignet sich Komposit nicht immer für die Größe der Füllung. Eine Kompositfüllung ist gegenüber Amalgam zeit- und materialaufwendiger. Deshalb fallen bei dieser Zahnbehandlung höhere Kosten an, die nur zu einem Teil von der Krankenkasse übernommen werden können.
  • Inlay: Alternativ kann Ihr Zahnarzt Inlays aus Gold oder Keramik verwenden, die in den Zahn einzementiert werden. Anhand von Zahnabdrücken wird Ihr Zahnersatz präzise angefertigt und ersetzt exakt die verlorene Zahnsubstanz. Gold-Inlays lassen sich gut verarbeiten und ermöglichen eine hohe Präzision des Randschlusses von Füllungen zum Zahn. Ihr Vorteil ist die lange Haltbarkeit von bis zu 20 Jahren: Sie brechen weniger leicht als Keramik. Allerdings sind Gold-Inlays auch recht auffällig, so dass sie für Frontzähne nicht in Frage kommen.