10 Tipps für Ihre Reise

Gut vorbereitet mit der SBK-Auslandsberatung.

Ob kurze Städtetour, Work and Travel oder geschäftlicher Auslandsaufenthalt – auf eine gute Vorbereitung kommt es an. Die folgenden zehn Tipps sind hierfür ein guter Start.

Erkundigen Sie sich über Land und Leute

Andere Länder, andere Sitten. Klingt banal, ist es aber nicht. Wer beispielsweise in Süditalien ins Krankenhaus muss, braucht die Familie. Denn vor allem im Süden des Landes ist es üblich, dass die Familie einen mit Essen versorgt. Zwar gibt es im Krankenhaus etwas zu essen, jedoch muss dieses extra bezahlt werden und ist keine Inklusivleistung.

Bleiben wir noch einen Moment in Italien: In Venedig ist es offiziell nicht gestattet, Tauben zu füttern und im schönen Florenz sollten Sie in der Nähe von öffentlichen Gebäuden oder Kirchen nicht essen und trinken. Beides kann geahndet werden. Das gilt übrigens für Kaugummi kauen in der Singapurer U-Bahn.

Natürlich spielen auch ernstere Themen bei der Vorbereitung eine wichtige Rolle: Das Recht auf Selbstverteidigung hat zum Beispiel in den USA einen sehr hohen Stellenwert. Machen Sie sich am besten vor dem Betreten eines Grundstücks bemerkbar, damit Sie niemand für einen Einbrecher hält. 

Auch Drogen sind ein heikles Thema, denn vor allem in Südostasien fallen Strafen selbst für den Besitz kleinster Mengen drakonisch aus. In den Vereinigten Arabischen Emiraten lassen Sie außerdem am besten die E-Zigarette Zuhause! Die ist in Ländern wie Dubai und Abu Dhabi nämlich verboten.

Respektieren Sie die Gepflogenheiten im Ausland

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist in vielen Ländern nur ein Paragraf. Deshalb sollten sich vor allem allein reisende Frauen vorab informieren. Passen Sie sich den kulturellen Gegebenheiten – beispielsweise in Sachen Kleidungsstil – an und seien Sie wachsam. Dazu gehören auch Grundregeln wie bei Tageslicht an einem fremden Ort anzukommen.

Auch Homosexualität ist nach wie vor in vielen Ländern verboten. Hierzu gehören beispielsweise Bangladesch, Kenia, Malaysia, die Malediven und Tunesien – das Auswärtige Amt führt für mehr als 50 Länder Reisewarnungen für die LGBT-Community auf.

Übrigens: Händchen halten oder Küssen in der Öffentlichkeit kostet in Dubai hohe Summen.

Lernen Sie die Sprache des Gastlandes

Klar, das ist leichter gesagt als getan. Aber ein paar Brocken der Landessprache gehören zum guten Ton. Mittlerweile gibt es ja zahlreiche Apps, die helfen, den Grundwortschatz nachzusprechen. Probieren Sie es!
Legen Sie sich am besten Zuhause ein kleines Bilder-Wörterbuch an. Wenn Sie beispielsweise eine Rundreise mit einem Mietwagen planen, kann es hilfreich sein, sich Wörter wie Benzin, Werkstatt, Motor, Reifen etc. zurechtzulegen. Bildsymbole sowie nützliche Redewendungen in vielen Sprachen bekommen Sie hier nach einem Klick zum Download:

Erste-Hilfe-Wörterbuch (PDF, 1,99 MB)

Fordern Sie Ihren Reiseinformationsbrief bei der SBK an

Die SBK bietet Ihren Kunden eine optimale Checkliste zur Reisevorbereitung: den Reiseinformationsbrief. Diesen können Sie online im persönlichen Bereich Ihres "Meine SBK" anfordern. Unser Reiseinformationssbrief enthält viele Informationen rund um Ihr Reiseziel: Einreisevorschriften, Impfempfehlungen, Hinweise zu Klima und Hygiene.

Überprüfen Sie Ihren Impfschutz

Erkundigen Sie sich vor Ihrem Reiseantritt über die Einreisebestimmungen des Landes, also auch über erforderliche und sinnvolle Impfungen. Übrigens: Als Mehrleistung gegenüber vielen anderen Krankenkassen erstattet Ihnen die SBK im Rahmen von Reiseschutzimpfungen 70 Prozent der Impfstoffkosten sowie die Arztkosten für die Impfung. Auch an den Kosten für eine Malariaprophylaxe beteiligt sich die SBK. Weitere Informationen: Reiseschutzimpfungen   

Speichern Sie wichtige Daten ab

Pass, Führerschein, Kreditkarte und Flugtickets – wer schon mal eines dieser wichtigen Dokumente im Ausland verloren hat, weiß, das Theater zur Neubeschaffung ist groß. Hilfreich ist dann, wenn Sie über eine Kopie verfügen. Scannen Sie deshalb vor der Abreise alle wichtigen Dokumente ein und speichern Sie diese verschlüsselt auf einem USB-Stick. Auch praktisch: Das Hochladen der Scans in die Cloud, also einem Laufwerk für Ihre Daten im Internet.

Packen Sie Ihre Reiseapotheke sorgfältig.

Nicht nur chronisch Kranke sollten sich vorab kümmern, denn was in Deutschland als Medikament zugelassen ist, kann in einem anderen Land eine Droge sein. Um am Zoll keine bösen Überraschungen zu erleben und ohne Importgenehmigung dazustehen, erkundigen Sie sich am besten vor der Abreise bei ihrem Arzt, was zu beachten ist. Die SBK-Auslandsberatung unterstützt Sie ebenfalls. Michael Zaubzer und seine Kollegen kennen die Anforderungen ans Reisen mit Medikamenten.

Die Beschaffung von Medizin im Ausland kann ebenfalls ein zentrales Thema sein. Was, wenn der Koffer mit Ihrer Medizin geklaut wird? Oder Sie einen langen Aufenthalt planen? Gut ist, wenn Sie im Vorfeld mit ihrem Arzt klären, welche Präparate Ihnen im Urlaubsland alternativ zur Verfügung stehen. Zusätzlich sollten Sie sich die Beipackzettel in englischer Sprache in ihrer Datensicherung hinterlegen. So können Sie mit einem Arzt im Ausland zumindest die Zusammensetzung ihrer üblichen Medizin klären und Ersatz bekommen.

Eröffnen Sie ein Skype-Konto

Zum Urlaub gehört, einfach mal abzuschalten – vielleicht auch Computer und Smartphone. Wer stattdessen lieber die Liebsten Zuhause auf dem Laufenden halten will, kann das kostengünstig mit WLAN und Skype tun.

Registrieren Sie sich am besten bereits von Deutschland aus. Und richten auch Eltern, Großeltern oder Freunden ein Konto ein. So steht dem virtuellen Face-to-Face-Austausch nichts im Wege. 

Übrigens: Wenn Sie an einem fremden Computer aktiv waren, denken Sie immer daran, sich aktiv auszuloggen. Ansonsten ist es für den nachfolgenden User ein leichtes an Ihre persönlichen Daten zu kommen. Ebenfalls sinnvoll ist es, sich für die Reise neue Passwörter einfallen zu lassen und danach wieder zu ändern. Diese Reisepasswörter sollten nichts mit denen in Deutschland verwendeten Passwörtern zu tun haben. Und bitte: Keine Geburtsdaten, Kosenamen oder ähnliches verwenden. Lesen Sie unter www.sicherespasswort.com, was ein sicheres Passwort ausmacht.

Nehmen Sie ein biometrisches Passbild mit

Deutsche Normtreue – im Ausland meist ein absolutes Fremdwort. Ein Lied kann davon singen, wer schon mal in Asien versucht hat, ein biometrisches Passbild erstellen zu lassen. Klar, einen Fotoautomaten gibt es auch dort. Aber erklären Sie mal einem Asiaten in Englisch die Vorgaben der Bundesdruckerei für ein biometrisches Passbild. Gesichtshöhe zwischen 70 und 80 Prozent, also eine Höhe von 32 bis 36 mm von Kinnspitze bis zum oberen Kopfende, zentriertes Gesicht, optimale Ausleuchtung und, und, und. Ahnen Sie den Aufwand des Prozederes? Dann sorgen Sie vor und stecken ein Passbild für den Notfall ins Reisegepäck. Eine Datenkopie gehört in Ihre Daten-Cloud.

Fotografieren Sie die Straßenschilder

Nutzen Sie Ihre Kamera als Backup. Vor allem in Ländern ohne lateinische Buchstaben kann die Orientierung schwer fallen. Knipsen Sie deshalb wichtige Adressen (Unterkunft, Botschaft, Krankenhaus) ab – so weiß der Taxifahrer trotz Sprachbarrieren wohin er steuern soll. Auch können Sie sich beispielsweise vom Herbergspersonal helfen lassen. Die Mitarbeiter dort sprechen ja meist Englisch. Lassen Sie sich ihnen den Zielort oder die Hoteladresse in der Landessprache aufschreiben.

Klären Sie vor dem Urlaub Ihren Versicherungsschutz

Ob und wie Sie im Urlaub krankenversichert sind, hängt ganz vom jeweiligen Reiseland und der Dauer Ihres Aufenthaltes ab. Überhaupt gibt es vor allem bei längeren Aufenthalten viel zu beachten, insbesondere mit Blick auf Versicherungsschutz und Rentenanspruch.

Wenden Sie sich also an unsere Experten der SBK-Auslandsberatung. Das Team unterstützt Sie mit einer individuellen Beratung dabei, dass Ihr nächster Auslandsaufenthalt gut vorbereitet beginnt.  Dieses Angebot ist für Sie als SBK-Kunde selbstverständlich kostenlos.