Zeckenbiss! Borreliose?

Was beim Schutz vor Zecken zu beachten ist

Frühling ist Zeckenzeit. Mit den höheren Temperaturen kommen die kleinen Spinnentierchen wieder aus ihren Verstecken. Vor allem in Bayern und Baden-Württemberg tummeln sich die kleinen Biester. Aber auch außerhalb der Risikogebiete kommen Zeckenbisse vor, zum Beispiel über Haustiere oder bei einem Ausflug in die Natur.

Die Zecke als solche wäre eigentlich ein recht harmloser kleiner Blutsauger, würde sie mit ihrem Stich nicht Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen. Gegen erstere gibt es immerhin eine wirksame Impfung. Das ist wichtig – denn für eine FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) gibt es keine wirksamen Behandlungsmethoden. Die FSME ist eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch Viren hervorgerufen wird. Die FSME-Viren verbergen sich im Speichel der Zecke. Nach dem Stich können sie sofort in die Wunde übergehen. Auch das sofortige Entfernen der Zecke schützt nicht gegen FSME.

Laut Robert-Koch-Institut weitet sich das FSME-Risikogebiet in Deutschland immer mehr aus. Vor der gefährlichen Hirnhautentzündung schützt nur eine Impfung − die empfehlen Experten auch schon bei Kleinkindern.

Vorsorge: FSME-Impfung

Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Kinder und Erwachsene, die sich beruflich oder privat in gefährdeten Gebieten aufhalten. Außerdem gilt eine Impfempfehlung für Reisen in FSME-Risikogebiete auch außerhalb Deutschlands. 

Ein sicherer Schutz ist erst nach drei Impfungen gegeben. Die Zweitimpfung folgt zwei bis zwölf Wochen nach der ersten. Die dritte gibt es neun bis zwölf Monate nach der zweiten. Soll der Impfschutz aufrechterhalten werden, muss sie alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden. Die SBK übernimmt für alle Versicherten die FSME-Impfung in Deutschland zu 100 Prozent. In Risikogebieten wird die Impfung über die Versichertenkarte abgerechnet; in allen anderen Gebieten erstatten wir unseren Kunden die Kosten.

Schleichender Krankheitsverlauf bei Borreliose

Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Infektionskrankheit in Europa. Auslöser sind bestimmte Bakterien – die Borrelien. Diese befinden sich zunächst im Mitteldarm der Zecke. Nach einem Stich dauert es eine gewisse Zeit, bis die Borrelien in das Blut des Wirts gelangen. Die Infektionsgefahr ist zwar relativ gering – von allen gebissenen Personen infizieren sich lediglich zwischen 1,5 und sechs Prozent mit dem Erreger. Und auch nicht alle Infizierten erkranken. Der Krankheitsverlauf ist meist schleichend und kann für die Betroffenen ein sehr langwieriger Weg sein.

Informationen zur Zeckenschutzimpfung finden Sie auf der Seite zur Reiseschutzimpfung.

Schutz vor Zecken und Krankheiten

Unbehandelt kann eine Lyme-Borreliose nach Wochen, Monaten oder sogar Jahren verschiedene Gewebe und Organe befallen. Eine Antibiotika-Therapie im frühen Stadium verspricht  am meisten Erfolg und kann spätere Symptome verhindern. Wenn Sie also die typische ringförmige Rötung an der Einstichstelle beobachten, sollten Sie unbedingt den Hausarzt aufsuchen. 

Die beste Vorsorge ist der grundlegende Schutz vor Zecken, mit der richtigen Kleidung und dem richtigen Verhalten. So können Sie Zeckenbisse verhindern:

  • lange und helle Kleidung tragen
  • geschlossene Schuhe
  • Den Körper nach dem Aufenthalt im Wald absuchen – Zecken stechen nicht gleich zu, sondern wandern umher und suchen sich Körperstellen mit besonders weicher Haut.

Weitere Informationen finden Betroffene bei folgenden Anbietern: