Gut geschützt durch die Grippezeit

Impfungen verhindern Infektionen und mildern den Krankheitsverlauf ab

Die Grippewelle ist auf dem Vormarsch. Laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit startet die Influenza-Saison in diesem Jahr früher und heftiger als im Vorjahr. Derzeit sind bereits alleine in Bayern 3.700 Menschen erkrankt. 2016 gab es im gleichen Zeitraum nur halb so viele Fälle. Der beste Schutz vor den Viren ist immer noch die Grippeimpfung. Eine Impfung ist auch dann noch sinnvoll, wenn die Grippewelle bereits in vollem Gange ist. Denn: Während eine Grippewelle erfahrungsgemäß zwölf bis 16 Wochen dauert, ist die Impfung bereits nach einer Woche bis zehn Tage voll wirksam. Eine Impfung kann eine Erkrankung nicht nur verhindern, sie kann zudem den Verlauf abmildern, falls der Körper bereits infiziert ist. Es lohnt sich daher, sich jetzt noch impfen zu lassen. Denn: Influenza-Viren sind extrem ansteckend. Sie verbreiten sich durch kleinste Tröpfchen beim Reden, Husten oder Niesen.

Grippe oder Erkältung?

Während Betroffene bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt erst nach und nach unter Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und Heiserkeit leiden, treten bei einer Grippe die Symptome schlagartig auf. Dazu gehören Kopf- und Gliederschmerzen, starke Erschöpfung, Appetitlosigkeit, hohes Fieber, Schüttelfrost und Husten. Das hohe Fieber kann mehrere Tage anhalten. Anders als bei einer Erkältung dauert es wesentlich länger, bis man nach einer Grippe tatsächlich wieder fit ist.

Viren bekämpfen

Eine Grippe ist dabei keine harmlose Erkältung. Bei schlagartig auftretenden Symptomen und anhaltenden Beschwerden ist ein Arztbesuch auf jeden Fall ratsam. Für eine Grippe sind ausschließlich aggressive und sehr wandlungsfähige Influenza-Viren verantwortlich. Der Impfstoff wird daher jedes Jahr neu zusammengestellt. Die meisten Menschen vertragen den Wirkstoff gut. Vereinzelt können jedoch Symptome wie Fieber, Frösteln, Übelkeit, Unwohlsein, Müdigkeit, Schwitzen, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen auftreten. Alle Nebenwirkungen klingen meistens rasch und folgenlos wieder ab.

Wer sollte sich impfen lassen?

Insbesondere Risikogruppen sollten über eine Impfung nachdenken. Dazu gehören Personen über 60 Jahre, Schwangere, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit chronischen Krankheiten oder geschwächtem Immunsystem, Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen sowie Menschen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko, wie medizinisches Personal und Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr.

Schutz vor Influenza-Viren

Hygiene ist besonders wichtig, um sich vor einer Grippe zu schützen. Denn: Grippeviren haften an Türklingen, Tastaturen oder Telefonhörern und dringen beim Anfassen über die Schleimhäute in den Körper. Regelmäßig die Flächen abwischen oder desinfizieren, kann Ansteckungen vorbeugen. Gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife ist ebenfalls besonders wichtig. Außerdem: Vermeiden Sie, die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase zu berühren. Während einer Grippewelle sollte möglichst auf das Händeschütteln verzichtet werden. Regelmäßig Lüften im Büro und zu Hause kann helfen, denn die Erreger sammeln sich in der Luft. Ein verbessertes Raumklima verhindert zudem ein Austrocknen der Mund- und Nasenschleimhäute, die zur Abwehr von Viren sehr wichtig sind.