Was macht ein Data Scientist?

Schatzsucher im Datenpool: Ein Data Scientist der SBK gibt Einblick in sein spannendes Tätigkeitsfeld.

Ein versierter Umgang mit Daten ist das A und O in der Digitalisierung. Experten, die mit der Hilfe modernster Technologie aus komplexen Daten sinnvolle Schlüsse ziehen, sind deshalb überall sehr gefragt. Dr. Ivan Kondofersky, der bei der SBK als Data Scientist arbeitet, ist auch solch ein Fachmann. Was hinter dem Berufsbild steckt und was seine Arbeit speziell im Gesundheitswesen so besonders macht, erklärt er uns im Interview.

Ivan, du bist Data Scientist. Was bedeutet das eigentlich?

Data Science ist eine Mischung aus Statistik, Mathematik und Informatik. Meine grundsätzliche Aufgabe ist es, aus verfügbaren Daten konkretes Wissen zu generieren. Hierfür nutze ich verschiedene Analyse-Techniken aus den Bereichen der Mustererkennung und der statistischen Modellierung. Bei der SBK geht es immer darum, Menschen – in diesem Fall unseren Kunden – durch Datenanalyse unmittelbar zu helfen.

Ist das der Grund, warum du dich für die SBK entschieden hast?

Ja. Der riesige Vorteil in meiner Tätigkeit bei der SBK liegt darin, dass wir an praktischen Lösungen arbeiten, bei denen die Versicherten nahezu sofort profitieren. Wenn wir es etwa schaffen, durch Datenmodellierung individuelle Präventionsangebote zu verbessern und Versicherte sich dadurch letztlich einen Krankenhausaufenthalt sparen können, finde ich das klasse und bin stolz darauf.

In den letzten 6 Jahren habe ich als Wissenschaftler gearbeitet und mich dort bereits intensiv mit Gesundheitsdaten beschäftigt. Dabei habe ich viele Thesen aufgestellt, wie das Gesundheitswesen durch Daten profitieren kann. Der Weg bis zum praktischen Nutzen für die Menschen ist in der Forschung allerdings extrem lang. Das ist nun anders.

Inwiefern wird künstliche Intelligenz (KI) das Gesundheitswesen in den nächsten 20 Jahren verändern?

KI ist schon jetzt aus zahlreichen Branchen nicht mehr wegzudenken. Ob autonomes Fahren, Kreditkarten-Betrugserkennung oder auch personalisierte Filmvorschläge bei Netflix: KI hat immer dann gewaltige Vorteile, wenn komplexe Daten in einer großen Quantität und guten Qualität vorliegen.

Im Gesundheitsbereich haben wir es bereits mit umfangreichen Routinedaten zu tun. Hinzu kommen immer mehr Daten aus den zahlreichen eHealth-Applikationen, die in großer Vielfalt vorhanden sind. Die künstliche Intelligenz ist hier ein wichtiges Verbindungselement, um Daten aus verschiedenen Quellen sozusagen unter einen Hut zu bringen und auszuwerten. So lassen sich dann auch komplexe und tief versteckte Muster in den Daten erkennen, die von menschlichen Analysten nicht mehr erkannt werden können.

 

 

Mehr über künstliche Intelligenz erfahren?

Unsere Videoreihe „Inside Digital Health“ widmet sich ausführlich der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Im Film „Kann die Maschine den Arzt ersetzen?“ erklärt unser Experte Prof. Dr. Matusiewicz, wie Fachleute, Ärzte und Patienten von der Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz profitieren und welche Einsatzzwecke es schon jetzt gibt. Alle Videos der Reihe „Inside Digital Health“ im Überblick finden Sie hier.