Kassenwettbewerb

Wettbewerb mach auch vor Kassen nicht Halt

Seit Mitte der 1990er Jahre konkurrieren Krankenkassen immer stärker um Versicherte. Im Fokus des Wettbewerbs steht dabei vor allem der Preis – denn innerhalb ihrer Leistungskataloge haben die Kassen nur wenig Spielraum.

1996 erhielten die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen mit der Einführung des Kranken-kassenwahlrechts durch das Gesundheitsstrukturgesetz (GSG) erstmals das Recht, sich eine neue Krankenkasse zu suchen – unabhängig von ihrer bisherigen Kassenzugehörigkeit, die bis dahin durch den Beruf vorgegeben war. Im Zuge dieser individuellen Wahlfreiheit begannen die Krankenkassen, um Versicherte zu konkurrieren. Das GSG war also ein bewusster Schritt in Richtung einer wettbewerblichen Orientierung in der gesetzlichen Krankenversicherung.
 
Seit der Einführung des Kassenwahlrechts ist in der GKV ein zunehmender Konzentrationsprozess zu beobachten. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, haben viele Krankenkassen fusioniert. Die Anzahl der Krankenkassen ist dadurch von etwa 1.150 (Mitte der 1990er Jahre) auf 113 (Januar 2017) zurückgegangen.

 

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Grafik Versichertenanteil pro Kassenart in der GKV JPG, 663 KB