Regionalfaktor im Morbi-RSA

Faktor Region bisher ignoriert

Im aktuellen Finanzausgleich wird der Wohnort der Versicherten weitgehend ignoriert. Empirische Studien zeigen jedoch, dass die Deckungsquoten in der GKV durchaus von unterschiedlichen räumlichen Konzentrationen abhängen.

  • Unterdeckungen treten vor allem in Kernstädten bzw. zentralen Ballungsräumen.
  • Überdeckungen finden sich dagegen in verdichteten und ländlichen Kreisen verstädterter Räume sowie im ländlichen Raum in Kreisen höherer Dichte.

Diese unterschiedlichen Deckungsquoten gehen auf ein vielschichtiges Spektrum von angebots- und nachfrageseitigen Einflussgrößen zurück, die für eine einzelne Krankenkasse nicht steuerbar sind. Der Morbi-RSA kann bestehende Verzerrungen durch regional sehr unterschiedliche Kosten- und Versorgungsstrukturen nicht ausgleichen, da diese bislang nicht berücksichtigt werden. Hier kann eine Regionalkomponente Abhilfe schaffen und damit den Wettbewerb stärken.

Bayern durch Gesundheitsfonds zunehmend belastet – Gutachten belegt Umverteilung – Ministerin Huml fordert mehr Gerechtigkeit durch Regionalfaktor (2014)

Gesundheitsministerin Huml: Freistaat muss endlich entlastet werden – Gutachten untermauert Forderung Bayerns nach gerechterer Krankenkassen-Finanzierung (2016)

 

 

 

 

 

 

Das WIG2 Institut beschreibt in seiner Präsentation "Regionale Risiken im Morbi-RSA" und stellt Lösungsvorschläge vor, wie die Integration einer Regional-Komponente im Morbi-RSA denkbar ist.

 

Präsentation zum Download PDF, 1,40 MB