FSME-Impfung

Was Sie bei der FSME-Impfung beachten sollten.

Frühjahr und Sommer gelten als Zeckensaison. Bei FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) handelt es sich um eine Gehirn-, Gehirnhaut- oder Rückenmarkentzündung, die durch die sogenannten FSME-Viren verursacht wird. Sie werden durch den Biss von Zecken auf den Menschen übertragen.

Wenn Sie wissen wollen, ob eine FSME-Impfung für Sie sinnvoll ist, helfen wir Ihnen mit diesen Informationen bei der Entscheidung.

Die FSME-Viren befinden sich im Speichel der Zecke und gelangen direkt durch den Biss in die Wunde. Selbst das sofortige Entfernen der Zecke bietet keinen vollständigen Schutz vor FSME. Je länger sich die Zecke jedoch in der Haut befindet, desto höher ist das Risiko einer Infektion.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Personen in Gegenden, in denen besonders häufig mit FSME infizierte Zecken vorkommen und Personen, die durch FSME beruflich gefährdet sind – zum Beispiel durch Tätigkeiten in der Forst- und Landwirtschaft oder in einem Labor. 

Kinder spielen und bewegen sich häufig im Freien. Somit können sie ebenfalls von einer Zecke gebissen werden. Die STIKO empfiehlt daher die Impfung in den oben angesprochenen Risikogebieten in Deutschland. Ab dem ersten Geburtstag können Sie Ihr Kind impfen lassen.

Ja, auch Schwangere und Stillende können sich gegen FSME impfen lassen. Dies wird insbesondere Frauen empfohlen, die sich viel im Freien innerhalb der durch die STIKO definierten Risikogebiete aufhalten. Schwangere sollten die Impfung erst ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft durchführen.

Nach der ersten Impfung wird teilweise von kurzzeitig erhöhter Temperatur, Kopfschmerzen, Mattigkeit, Unwohlsein oder Rötung und Schmerz an der Einstichstelle berichtet. Bei weiteren Impfdosen treten diese Symptome seltener auf. Bei Kindern kommt es teilweise zu Fieber nach der Impfung. Sprechen Sie hierzu Ihren Kinderarzt an.


Es ist unwahrscheinlich, dass eine Impfung nach einem Zeckenbiss vor einer Infektion schützt. Denn es sind mindestens zwei Impfdosen notwendig, um einen Schutz zu entwickeln. Die Antikörper bilden sich erst nach etwa vier bis vierzehn Tagen. Nach einem Zeckenbiss wird eine Impfung erst nach vier Wochen zum Schutz vor einer späteren Infektion empfohlen. 

Mindestens zwei Impfdosen sind notwendig, um einen Schutz zu entwickeln. Die Antikörper bilden sich nach etwa vier bis vierzehn Tagen.

Um vollständig vor einer Infektion geschützt zu sein, sind drei Impfdosen notwendig. Noch ist unsicher, wie lange der Schutz anhält. Die STIKO empfiehlt daher eine Auffrischung der Impfung nach drei bis fünf Jahren.

 


Mit der FSME-Impfung sind Sie im In- und Ausland vor FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) geschützt. FSME kommt in vielen europäischen Ländern vor – besonders in Mittel-, Ost- und Südosteuropa.

Generell bietet lange Kleidung, die die Haut bedeckt, einen gewissen Schutz. Nach einem längeren Aufenthalt im Feien sollten Sie Ihren oder den Körper Ihres Kindes und die Kleidung absuchen. So können Zecken schnell entdeckt werden – im besten Fall sogar schon, ehe sie gebissen haben.

FSME-Impfung – Ihre SBK-Vorteile:

  • Wir übernehmen die Impfkosten als Extra-Leistung auch außerhalb der FSME-Risikogebiete und damit für alle Versicherten im vollen Umfang. Standardmäßig ist die FSME-Impfung dagegen nur bei Personen aus Risikogebieten vorgesehen.
  • Das SBK-Gesundheitstelefon berät Sie rund um die Uhr, wenn Sie Fragen zur FSME-Impfung haben: 0800 0 725 725 700 0 (gebührenfrei innerhalb Deutschlands)


So bekommen Sie die FSME-Impfung:

Die FSME-Impfung nimmt Ihr Hausarzt vor. In der Regel verfügt er in seiner Praxis über den entsprechenden Impfstoff. Ansonsten stellt er Ihnen ein Rezept aus, mit dem Sie den Impfstoff in der Apotheke abholen können.

Versicherte, die in FSME-Risikogebieten wohnen, erhalten die Impfung über Ihre SBK-Versichertenkarte – Vorlage in der Praxis genügt.

Wenn Sie außerhalb der Risikogebiete wohnen, reichen Sie die Rechnung des Arztes für die Impfung bei der SBK, 80227 München, ein. Sie bekommen dann die Kosten der Impfung erstattet.