Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung mit dem Pap-Test

Fragen und Antworten zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung

Gebärmutterhalskrebs ist eine bösartige Krebserkrankung des Gebärmutterhalses, die vor allem im Bereich des äußeren Muttermundes auftritt. Um zu entscheiden, ob eine Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung mit dem Pap-Test für Sie in Frage kommt, haben wir für Sie folgenden Fragen und Antworten zusammengetragen.

Im Vergleich zu vielen anderen Krebserkrankungen tritt Gebärmutterhalskrebs öfter bei jüngeren Frauen auf. Dabei sind Frauen zwischen 40 und 59 Jahren am häufigsten betroffen. Eine von rund 2.300 Frauen in Deutschland ist von der Diagnose Gebärmutterhalskrebs betroffen.

Die Ursachen des Gebärmutterhalskrebses gehen auf eine Infektion mit bestimmten Typen der humanen Papillomviren (HPV) zurück. Diese Viren werden hauptsächlich beim Geschlechtsverkehr übertragen. Ungeschützter Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern erhöht das Infektionsrisiko. Bei vielen Frauen heilt eine Infektion allein wieder ab. Bei einigen Frauen entwickelt sich eine Infektion - wenn nicht frühzeitig erkannt und behandelt - zu Gebärmutterhalskrebs.

Die Früherkennung ermöglicht es, schon Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs zu erkennen. mit dem sogenannten Pap-Test (Papanicolaou-Abstrichoder auch einfach Absticht genannt) wird Zellmaterial des Gebärmutterhals entnommen und auf Veränderungen untersucht. So kann eingegriffen werden bevor Zellveränderungen in tiefere Gewebeschichten vorgedrungen sind oder sich im Körper ausgebreitet haben. Die Heilungschancen sind am höchsten, wenn der Krebs in früheren Stadien entdeckt und behandelt wird.

Das Gebärmutterhalsscreening wird von zugelassenen Fachärzten für Frauenheilkunde (Gynäkologie) durchgeführt.

Zunächst erfragt der Frauenarzt die Vorgeschichte der Patientin, um familiäre Risiken festzustellen. Dann untersucht er Scheide, Muttermund und Gebärmutter.

Mit einem Abstrich an Gebärmutterhals und Muttermund, dem sogenannten Pap-Test, ist dann die Untersuchung auf auffällige Zellveränderungen möglich. Hierzu werden die Schleimhautzellen unter dem Mikroskop begutachtet, um Veränderungen zu erkennen. Je nach Ergebnis entscheidet der Frauenarzt, ob weitere Untersuchungen oder Behandlungen notwendig sind.

Zukünftig ist geplant, den Pap-Abstrich durch einen HPV-Test zu ergänzen. Der gemeinsame Bundesausschuss (GBA) berät aktuell noch darüber. Bis zu einer Entscheidung des GBA ist der HPV-Test im Rahmen der Früherkennung keine gesetzliche Kassenleistung und muss privat gezahlt werden. Mehr erfahren Sie auf der Seite zu weiteren Untersuchungen Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung.

Ein auffälliges Ergebnis des Pap-Tests bedeutet nicht gleich Krebs. Es kann auch auf eine Entzündung hindeuten. Viele solcher Entzündungen heilen nach kurzer Zeit von allein wieder ab.

Eine Auffälligkeit in der Untersuchung muss kein Anlass zur Beunruhigung sein, da sich viele Veränderungen am Gebärmutterhals selbstständig zurückbilden. Bei leichten Veränderungen wird daher zunächst einmal abgewartet und der Pap-Test innerhalb von wenigen Wochen zwei- bis dreimal wiederholt. Wenn das Testergebnis weiterhin auf eine Auffälligkeit hindeutet, erfolgt eine tiefergehende Untersuchung der Gewebeproben, um die Veränderungen besser bestimmen zu können. Finden sich in den Proben Krebsvorstufen, ist eine Behandlung erforderlich.

Es wird empfohlen, schon in jungen Jahren regelmäßig zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung zum Frauenarzt zu gehen. Frauen ab 20 Jahren haben einmal jährlich Anspruch auf die Früherkennungsuntersuchung mit dem Pap-Test.

Es wird eine jährliche Früherkennungsuntersuchung mit dem Pap-Test empfohlen.

Allein durch die Untersuchung am Gebärmutterhals kann eine Krebserkrankung nicht verhindert werden. Sie ermöglicht jedoch, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig weiterführende Schritte zur Behandlung des Gebärmutterhalses einzuleiten.

Die Untersuchung kann zu Fehldiagnosen führen. Gesunde Frauen werden fälschlicherweise als krank erkannt. Dies kann zu Verunsicherung und psychischem Stress sowie weiteren unnötigen Behandlungen führen.

Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung mit dem Pap-Test – Ihr SBK-Vorteil:

  • Wir übernehmen für alle Frauen ab 20 Jahren eine jährliche Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs mit dem Pap-Test.
  • Ihr persönlicher Kundenberater nennt Ihnen spezialisierte Gynäkologen in Ihrer Nähe, die von Fachkollegen und Patienten positiv bewertet wurden.

So bekommen Sie eine Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung mit dem Pap-Test:

Diese Früherkennungsuntersuchung können Sie einmal pro Jahr bei Ihrem Frauenarzt durchführen lassen. Die Vorlage Ihrer SBK-Versichertenkarte genügt.

Mehr zum Thema:

Informationen zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung des Krebsinformationsdiensts