Alternative Wohnformen

Für selbstständiges Wohnen im Alter fördert die SBK alternative Wohnformen.

Wie kann ich möglichst lange im Alter selbstständig in einer häuslichen Umgebung leben? Das beschäftigt immer mehr Menschen. Neue Wohnformen werden deshalb immer wichtiger und sind oft eine gute Alternative.

Welche verschiedenen Formen gibt es?

Immer beliebter werden Haus- und Wohngemeinschaften (WG) von Senioren, die ihren Alltag noch gut selbstständig meistern. Ähnlich wie bei einer Studenten-WG hat jeder sein privates Zimmer mit seinen eigenen Möbeln. Wohnzimmer, Bad und Küche werden geteilt. Die Bewohner helfen sich gegenseitig. Ambulante Pflegedienste oder so genannte Präsenzkräfte unterstützen im Alltag – sofern notwendig. 
Die Bandbreite reicht dabei von der vollkommen eigenständigen WG bis hin zu Demenz-WG mit der Betreuung durch einen ambulanten Pflegedienst.

Für Menschen, die mehr Unterstützung in der Pflege brauchen, ist das betreute Wohnen eine weitere Möglichkeit. Im Unterschied zu den Wohngemeinschaften ist hier das Pflegepersonal ständig vor Ort, organisiert den Alltag und führt den Haushalt. Die Wohnungen sind üblicherweise barrierefrei gestaltet und bieten verschiedene Sonderausstattungen, wie zum Beispiel Hausnotruf-Systeme oder Essen auf Rädern.

Mehrgenerationenhäuser stehen allen Menschen offen – unabhängig vom Alter. Hier leben Menschen verschiedener Altersgruppen gemeinsam unter einem Dach. Besonders ist hier das Miteinander der Generationen und die gegenseitige Unterstützung von Jüngeren und Älteren.

Voraussetzungen für die Förderung von Senioren-Wohngemeinschaften:

  • Es leben mindestens drei und maximal zwölf Personen in einer WG.
  • Mindestens drei Bewohner sind in einen Pflegegrad eingestuft.
  • Es gibt eine sogenannte Präsenzperson, die gemeinschaftlich von den Bewohnern beauftragt ist. Sie organisiert, betreut und macht den Haushalt – unabhängig von der pflegerischen Versorgung.

Dauer und Höhe der Förderung:

  • Das Wohnen in einer Senioren-WG bezuschussen wir monatlich pauschal mit 214 Euro, zum Beispiel für eine Pflegekraft, die vor Ort präsent ist. 
  • Für die Gründung einer altersgerechten und barrierefreien Wohngruppe gibt es von uns eine Anschubfinanzierung von 2.500 Euro pro Bewohner – je WG maximal 10.000 Euro. Zu einer Wohngruppe gehören mindestens drei Personen.

Alternative Wohnformen – Ihre SBK-Vorteile:

  • Wir beraten Sie ausführlich zu alternativen Wohnformen und deren Vorteilen.
  • Sie erhalten von uns finanzielle Unterstützung, um Ihre Entscheidung, wie und wo Sie im Alter leben wollen, zu realisieren.

So bekommen Sie die Förderung für alternative Wohnformen:

Ihr persönlicher Kundenberater leitet Sie gern zu den SBK-Pflegeberatern weiter, die Sie zu diesem Thema beraten. Nach Eingang des Antrags und Feststellung der Voraussetzungen überweisen wir Ihnen pauschal jeden Monat den so genannten Wohngruppenzuschlag auf Ihr Konto.

Kommt eine alternative Wohnform für Sie nicht in Frage, unterstützen wir Sie auch finanziell, wenn Ihre eigene Wohnung baulich angepasst werden soll. Finden Sie hier weitere Informationen zur Erleichterung der Pflege zu Hause.