Anspruch auf Pflegeleistungen

Voraussetzungen und Leistungen der SBK-Pflegekasse.

Nicht nur im Krankheits-, sondern auch im Pflegefall können Sie sich auf Ihre SBK verlassen. Als SBK-Kunde können Sie alle Leistungen der Pflegeversicherung nutzen. Sie genießen automatisch den Schutz der SBK-Pflegekasse – ganz gleich, ob Sie freiwillig, pflicht- oder familienversichert sind.

Welche Voraussetzungen gelten für einen Anspruch auf Pflegeleistungen?

  • Der Betroffene ist dauerhaft, also mehr als sechs Monate, pflegebedürftig. Das heißt, dass er körperliche, geistige oder seelische Beeinträchtigungen, gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbstständig kompensieren oder bewältigen kann.
  • Der Pflegebedürftige ist in den letzten zehn Jahren vor der Antragsstellung mindestens zwei Jahre lang bei einer Pflegekasse versichert gewesen. 
  • Bei familienversicherten Kindern ist diese Zeit erreicht, wenn der versicherte Elternteil diese Bedingung erfüllt.

Wie wird die Pflegebedürftigkeit festgestellt?

Eine Pflegebedürftigkeit wird anhand dieser Bereiche, der sogenannten Module, festgestellt:

  • Modul 1: Mobilität
    Hier geht es um die körperliche Bewegungsfähigkeit.
  • Modul 2: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
    Hier werden Fähigkeiten, die das Verstehen und Sprechen betreffen, berücksichtigt.
  • Modul 3: Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
    Hier geht es um darum, inwieweit das Verhalten und Handeln gesteuern werden kann.
  • Modul 4: Selbstversorgung
    Hier wird geprüft, inwieweit Handlungen im Alltag, wie zum Beispiel die Körperpflege, bewerkstelltigt werden können.
  • Modul 5: Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
    Hier wird abgeprüft, wie selbstständig jemand eine Krankheit und eine damit einhergehende ärztlich verordnete Therapie bewältigen kann bzw. mit Hilfsmitteln umgehen kann, insbesondere: Medikamenteneinnahme, Injektionen, Versorgung intravenöser Zugänge, Absaugen und Sauerstoffgabe, Wundversorgung, usw.
  • Modul 6: Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakte
    Hier wird erfasst, wie selbstständig die Person ihren Tagesablauf gestalten kann oder ob Unterstützungsbedarf besteht.

Im Rahmen der Begutachtung werden auch die Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit und Fähigkeitsstörungen in folgenden Bereichen festgestellt:

  • außerhäusliche Aktivitäten (zum Beispiel selbstständiges Verlassen der Wohnung oder des Wohnbereichs) und
  • Haushaltsführung (zum Beispiel Einkaufen für den täglichen Bedarf, Zubereiten einfacher Mahlzeiten)

Diese beiden Bereiche (Module 7 und 8) werden jedoch nicht für die Einstufung der Pflegebedürftigkeit herangezogen, sondern dienen als Unterstützung für die Pflegeberatung.

Die Einordnung in einen Pflegegrad hängt davon ab, wie selbstständig oder eingeschränkt die betroffene Person in diesen Bereichen ist. Dies wird anhand eines Punktesystems bewertet.

Wer berät mich zum Anspruch auf Leistungen der Pflegekasse?

Sprechen Sie dazu bitte Ihren persönlichen Kundenberater an. Er vermittelt Sie dann gern an einen SBK-Pflegeberater weiter.

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