Entlastungsbetrag

Pflegebedürftige mit Pflegegrad, die zu Hause versorgt werden, haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag.

Die Mehrheit der Pflegebedürftigen wünscht sich, in vertrauter und gewohnter Umgebung versorgt zu werden. Mit dem Entlastungsbetrag können Angebote finanziert werden, die trotz bestehender Einschränkungen ein möglichst selbstständiges Leben zu Hause ermöglichen und dabei soziale Kontakte aufrecht erhalten, wie zum Beispiel Begleitung bei Freizeitaktivitäten, Unterstützung bei der Durchsicht der täglichen Post oder Hilfe bei Arbeiten im Haushalt.

Voraussetzungen

  • Es liegt ein Pflegegrad 1 bis 5 vor.
  • Der Anbieter muss für die Erbringung der Entlastungsleistung zugelassen sein.

Dauer und Höhe

Personen, die zu Hause gepflegt werden und Pflegerad 1 bis 5 haben, steht ein monatlicher Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro zu. Die Entlastungsleistung, die durch einen zugelassenen Anbieter erbracht wird, kann entweder direkt mit dem Anbieter abgerechnet oder der pflegebedürftigen Person erstattet werden.

Die monatlichen Entlastungsbeträge können angespart und zu einem späteren Zeitpunkt gesammelt eingelöst werden. Wenn Sie beispielsweise in den Monaten Januar bis März keine Entlastungsleistungen nutzen, steht Ihnen im April ein Betrag von insgesamt 500 Euro zur Verfügung. Zudem ist es möglich, die Restansprüche bis zum 30. Juni eines Jahres in das folgende Jahr zu übertragen. Die nicht genutzten Ansprüche können Sie somit weiterhin nutzen.

Der Entlastungsbetrag kann übrigens auch für den Eigenanteil eines Aufenthaltes in einer Einrichtung der Kurzzeitpflege verwendet werden. 

Aktueller Hinweis:

Nicht genutzte Ansprüche auf zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsbeträge aus den Jahren 2015 und 2016 (104 bzw. 208 Euro monatlich) können noch bis zum Ende des Jahres 2018 genutzt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass bereits zu diesem Zeitpunkt ein Anspruch auf diese Leistungen bestand.

Für welche Leistungen kann der Entlastungsbetrag genutzt werden?

Der Entlastungsbetrag kann für ein breites Spektrum an Angeboten und Leistungen in Anspruch genommen werden. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • Betreuungsangebote für den Pflegebedürftigen, wie zum Beispiel gemeinsame Ausflüge, Förderung von Hobbies, Gedächtnistraining, gemeinsames Kochen oder Vorlesen
  • Angebote zur Entlastung von pflegenden Angehörigen, wie zum Beispiel Dienste, die Familien bei der Betreuung von behinderten Angehörigen unterstützen
  • Angebote zur Erleichterung des Alltags, wie zum Beispiel Botengänge, Fahr- oder Begleitdienste, Unterstützung bei der Einkaufsplanung und beim Einkaufen, Reinigungsarbeiten, Wäschepflege
  • Finanzierung der Eigenanteile bei einem Aufenthalt in einer Tages- oder Nachtpflege und Kurzzeitpflege (u. a. für Unterkunft, Verpflegung, Investitionskosten)

Entlastungsbetrag - Ihre SBK-Vorteile:

  • Ihr SBK-Pflegeberater unterstützt Sie bei der Suche nach einem zugelassenen Anbieter für Entlastungsleistungen.
  • Der Entlastungsbetrag soll Sie und Ihre pflegenden Angehörigen dabei unterstützen, Ihren Alltag möglichst selbstständig zu gestalten und soziale Kontakte zu pflegen, da diese ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität sind.

So bekommen Sie den Entlastungsbetrag:

Senden Sie die Rechnung des Dienstes oder der Pflegeeinrichtung zur Erstattung des Entlastungsbetrags  einfach an die SBK, 80227 München.

Wir überweisen innerhalb weniger Tage den Entlastungsbetrag auf Ihr Konto. Gerne rechnen wir auch direkt mit dem Anbieter ab, der den Entlastungsbetrag erbracht hat. Bei Vorlage einer Abtretungserklärung brauchen Sie sich dann um nichts weiter zu kümmern.