Schwangerschaftsabbruch

Bei einem Schwangerschaftsabbruch wird zwischen nicht rechtswidrig und rechtswidrig unterschieden.

Unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen wir die Kosten für einen geplanten ambulanten oder stationären Schwangerschaftsabbruch. Dabei wird unterschieden, ob es sich um einen rechtswidrigen Abbruch handelt oder nicht.

Nicht rechtswidriger Schwangerschaftsabbruch

Ein Schwangerschaftsabbruch ist nicht rechtswidrig, wenn er aus medizinischen oder kriminologischen Gründen vorgenommen wird. Das ist dann der Fall, wenn für die Schwangere Lebensgefahr oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung ihres körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes besteht oder die Annahme besteht, dass die Schwangerschaft aufgrund einer Straftat entstanden ist. In beiden Fällen rechnet der Arzt direkt über die Versichertenkarte ab.

Rechtswidriger Schwangerschaftsabbruch

In allen anderen Fällen muss die Schwangere die Kosten für den Schwangerschaftsabbruch selbst tragen. Kann eine Frau die bei einem rechtswidrigen, aber straffreien Schwangerschaftsabbruch entstehenden Kosten nicht tragen, prüfen wir, ob die Zusatzkosten vom jeweiligen Bundesland getragen werden können. Sind die Voraussetzungen erfüllt, treten wir in Vorleistung und rechnen unsererseits die Kosten mit dem jeweiligen Bundesland ab.