Sehhilfen

Wenn das Sehvermögen eingeschränkt ist, sollten Sie vom Augenarzt überprüfen lassen, ob Sie eine Brille oder Kontaktlinsen benötigen.

Zuschuss zu Brillengläsern - was ändert sich durch das neue Heil- und Hilfsmittelgesetz?

Für Erwachsene wird der Anspruch auf Brillengläser seit dem 11.04.2017 erweitert. Entsprechend dieser Neuregelung können wir für Erwachsene einen Zuschuss zu den Brillengläsern zahlen, wenn sie

  • mehr als 6 Dioptrien bei Kurz- oder Weitsichtigkeit oder
  • mehr als 4 Dioptrien bei einer Hornhautverkrümmung haben.

Ob eine dieser Voraussetzungen bei Ihnen vorliegt, beurteilt Ihr Augenarzt. Dieser stellt Ihnen dann bei entsprechender Indikation eine ärztliche Verordnung aus. Ihr Augenoptiker kann den Festbetrag für die Brillengläser (zwischen ca. 10 € und 130 € pro Glas) direkt mit uns abrechnen. Den genauen Betrag erfahren Sie von Ihrem Augenoptiker, da sich dieser Betrag nach den unterschiedlichen Sehstärken und Gläsern richtet. 

Die übrigen Voraussetzungen für Sehhilfen bleiben unverändert bestehen. Die Kosten für das Brillengestell können wir weiterhin nicht übernehmen.

Voraussetzungen für die Kostenübernahme

  • Kinder und Jugendliche: Bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr übernimmt die SBK die Kosten der Brillengläser oder medizinisch notwendigen Kontaktlinsen bis zur Höhe des bundesweit einheitlich vereinbarten Festpreises. Die genaue Höhe hängt von der Glasstärke ab. Ist neben der normalen Brille eine Sportbrille für die Teilnahme am Schulsport erforderlich, beteiligen wir uns ebenfalls an den Kosten für die Gläser.
  • Erwachsene: Über die genannten Voraussetzungen durch die Neuregelung des Heil- und Hilfsmittelgesetzes hinaus gilt weiterhin folgendes: Bei Erwachsenen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, können die Kosten für Sehhilfen nur in eng begrenzten Ausnahmefällen bezuschusst werden, wenn eine schwere Sehbeeinträchtigung beider Augen vorliegt. Eine schwere Sehbeeinträchtigung liegt vor, wenn das bessere Auge trotz Brille nicht mehr als 30 % Sehleistung erbringt. Es gibt aber noch weitere Indikationen, z. B. Augenverletzungen oder Augenerkrankungen. Auch hier übernehmen wir die Kosten für therapeutische Sehhilfen und – wenn medizinisch notwendig – auch für Kontaktlinsen.
  • Kontaktlinsen: Die Kosten für Kontaktlinsen werden übernommen, wenn der Arzt bestätigt, dass diese medizinisch notwendig sind. Sollten anstatt einer Brille Kontaktlinsen bevorzugt werden (obwohl diese medizinisch nicht notwendig sind, jedoch eine der oben beschriebenen schwere Sehbeeinträchtigung beider Augen vorliegt), beteiligen wir uns mit den Kosten, die für eine entsprechende Brille erstattet werden würden.
  • Laserbehandlung am Auge: Patienten, die an einer Fehlsichtigkeit leiden, lassen immer häufiger Laserbehandlungen am Auge durchführen. Diese machen dann das Tragen von Brillen und Kontaktlinsen überflüssig. Wird die Behandlung ausschließlich zur Korrektur der Fehlsichtigkeit durchgeführt, handelt es sich um eine Privatleistung - wir dürfen hierfür keine Kosten übernehmen. Nur in bestimmten medizinischen Ausnahmefällen, wie z. B. bei oberflächlichen Hornhautnarben, kann eine Kostenübernahme durch uns erfolgen.

Gut zu wissen:

  • Sichern Sie besonders hochwertige Sehhilfen unbedingt durch eine private Zusatzversicherung ab, denn unsere Kostenübernahme ist im Verlustfall auf die medizinisch erforderliche Leistung (Kassensatz) begrenzt.
  • Preiswerte Konditionen und eine optimale Ergänzung Ihres Versicherungsschutzes erhalten Sie direkt über unseren Kooperationspartner ARAG: Zur ARAG-Website

Sehhilfen - Ihre SBK-Vorteile:

  • Kommt es unverschuldet zu Beschädigungen oder Verlust können Sie sicher sein, dass wir uns erneut an den medizinisch erforderlichen Kosten in Höhe des Kassensatzes beteiligen.

So bekommen Sie Brillen und Kontaktlinsen

Sie benötigen grundsätzlich immer eine Verordnung vom Augenarzt. Dieser bestimmt Ihre Sehstärke und prüft, ob die Verordnung einer Sehhilfe notwendig ist.

Kinder und Jugendliche können sich in folgenden Fällen direkt an den Augenoptiker wenden, ohne erneut den Augenarzt aufsuchen zu müssen:

  • Folgeversorgungen nach Vollendung des 14. Lebensjahres und bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres
  • Ersatzbeschaffungen bei Verlust oder Bruch innerhalb von 3 Monaten bei Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres

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