Verletztengeld

Verletztengeld bekommen Sie nach der Entgeltfortzahlung, wenn Sie einen Arbeitsunfall hatten oder an einer Berufskrankheit leiden.

Das Verletztengeld ist eine Leistung der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Unfallversicherungsträger zahlen diese Leistung jedoch nicht selbst aus, sondern beauftragen damit die Krankenkassen, in Ihrem Fall also die SBK. Im Falle einer Arbeitsunfähigkeit wegen eines Arbeits- oder Wegeunfalls oder einer Berufskrankheit soll das Verletztengeld den entstandenen Lohnausfall nach Ablauf der Entgeltfortzahlung, die in der Regel sechs Wochen dauert, ersetzen.

Höhe des Verletztengelds

Das Verletztengeld beträgt 80 % des sogenannten Regelentgelts. Das ist das Entgelt, das Sie pro Kalendertag erzielen. Verdienen Sie mehr als die Höchstgrenze (tägliches Höchstentgelt 2016: 193,66 €), erhalten Sie 80 % des Betrags dieser Höchstgrenze. Das Verletztengeld darf allerdings nicht höher sein als das regelmäßige tägliche Nettoarbeitsentgelt. Von dem so ermittelten Betrag werden dann noch Ihre Beitragsanteile zur Renten- und Arbeitslosenversicherung abgezogen.

Voraussetzungen für Verletztengeld

Um Verletztengeld zu erhalten, müssen Sie sich bei einem Durchgangsarzt vorstellen. Durchgangsärzte sind besonders qualifiziert für die Behandlung von Unfallverletzten. Die Vorstellung bei einem Durchgangsarzt ist erforderlich, wenn

  • die Unfallverletzung über den Unfalltag hinaus zur Arbeitsunfähigkeit führt, oder
  • die notwendige ärztliche Behandlung voraussichtlich über eine Woche andauert, oder
  • Heil- und Hilfsmittel verordnet werden müssen, oder
  • es sich um eine Wiedererkrankung aufgrund von Unfallfolgen handelt.

Auch Schülerinnen und Schüler sowie Studierende erhalten Verletztengeld, wenn sie bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit einer bezahlten Beschäftigung nachgegangen sind.

Als berufstätiges Elternteil erhalten Sie für eine begrenzte Zeit Kinderpflege-Verletztengeld,

  • wenn es nach ärztlichem Zeugnis (Attest) erforderlich ist, dass Sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege Ihres verletzten Kindes der Arbeit fernbleiben,
  • wenn eine andere im Haushalt lebende Person das Kind nicht beaufsichtigen, betreuen oder pflegen kann und
  • wenn das Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Wie Sie Verletztengeld bekommen

Das Verletztengeld wird immer rückwirkend und von dem Tag an gezahlt, ab dem die Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt wird. Um das Verletztengeld zu erhalten, muss Ihnen der Durchgangsarzt bestätigen, dass Sie arbeitsunfähig sind oder waren. Diese Bestätigung, auch Auszahlschein genannt, erhalten Sie von uns. Bitte senden Sie diesen Auszahlschein ausgefüllt zurück, damit wir Ihnen das Verletztengeld umgehend überweisen können.

Ihr persönlicher Kundenberater unterstützt Sie

Ihr persönlicher Kundenberater wird Sie in diesen Fragen vollumfänglich beraten und Sie gern unterstützen! Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch bei der Kommunikation mit dem Unfallversicherungsträger stets beratend zur Seite.