Das Läuferknie

Wie es zustande kommt und wie man sich davor schützen kann.

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Hochmotiviert macht man sich zum Laufen bereit. Ob aus Gewohnheit oder um endlich den eigenen Schweinehund zu überwinden, sei dahingestellt. Die ersten Kilometer funktionieren gut. Man findet seinen Rhythmus, die hoffnungsvoll zusammengestellte Playlist wirkt tatsächlich motivierend. Auf dem Boden, eine Baumwurzel nach der anderen, aber man gleitet nur so darüber hinweg. Hängen bleiben können andere. Doch irgendwie tut das Kniegelenk weh. Also lieber auf Nummer sicher gehen: Abbruch. Wieder zu Hause angekommen, verschwindet das Stechen – nur um beim nächsten Lauf wieder aufzutauchen. Es handelt sich um ein Läuferknie.

Wie entsteht ein Läuferknie (auch ITBS)?

Das Iliotibialband-Syndrom, auch ITBS, ist im Grunde eine durch Reibung ausgelöste Reizung des Tractus iliotibialis – eines Sehnenfaserstrangs, den wir zum Gehen und Laufen brauchen. Die Auslöser für die Knieschmerzen können durchaus vielfältig sein. Zu den häufigsten Ursachen gehören ein zu intensives Training, eine mögliche Fehlbelastung beim Laufen, aber auch eine Fehlstellung der Beine oder Füße. Eine Muskelschwäche, eine Muskelverkürzung oder falsches Schuhwerk sind ebenfalls häufige Gründe. Gerade Letzteres kann schnell zu Problemen führen und ist dabei doch vergleichsweise leicht zu beheben. Wir haben die wichtigsten Tipps für den erfolgreichen Schuhkauf zusammengestellt.

Welche Symptome treten bei einem Läuferknie auf?

Frühwarnsignale für Läufer gibt es eher keine. Gerade zu Anfang tritt der Schmerz meistens erst nach längerer Belastung auf. Betroffene sprechen dann oft von „Knieschmerzen außen“ oder „Knieschmerzen seitlich“. Der Schmerz kann aber durchaus auch ausstrahlen. Er wird oft als stechend oder ziehend beschrieben. Die Stärke und Dauer der Beschwerden sind abhängig von Verlauf und Fortschritt des Läuferknies. Je länger man abwartet, desto schlimmer wird es in der Regel. Erst treten die Knieschmerzen meistens nur bei intensiver Beanspruchung auf. In dieser Phase können die Betroffenen ihren Alltag ungehindert ausüben. Danach macht sich das Problem auch immer öfter bei weniger anspruchsvollen Aktivitäten wie dem Gehen bemerkbar. Bei akutem Schmerz ist Kühlen im ersten Schritt ratsam, danach sollte man aber gleich den Arzt aufsuchen. Denn etwas an diesem Zustand ändern kann man nur, wenn man den Ursprung kennt.

Kann man einem Läuferknie vorbeugen?

Neben dem richtigen Schuhwerk kann auch der richtige Laufstil entscheidend sein. Gerade Anfänger übernehmen sich womöglich. SBK-Sportexperte Jonas Nienaber hat deswegen einmal die besten Trainingstipps für Einsteiger zusammengefasst. Darüber hinaus kann das Dehnen der Muskulatur helfen, wenn eine Muskelverkürzung vorliegt. Der Tractus iliotibialis wird zum Beispiel durch das seitliche Beugen des Oberkörpers gedehnt. Ebenfalls geeignet, um einem Läuferknie vorzubeugen: Faszientraining. Aber auch ein gezielter Muskelaufbau kann sinnvoll sein. Hier ist es wichtig, sich besonders auf die Hüft- und Gesäßmuskulatur zu konzentrieren.

Leistungen der SBK

Um ein Läuferknie zu verhindern, bevor es entstehen kann, setzt die SBK auf Prävention. Der SBK-Fitness-Check ist eine sportmedizinische Untersuchung, die das eigene Leistungsniveau aufzeigt und mögliche Probleme erkennt, bevor sie chronisch werden.

 

Wer bei Knieschmerzen alternative Wege gehen möchte, könnte es mit Akupunktur probieren.

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