Der Darm: Kompass für Ihre Gesundheit

Lange wurde er unterschätzt. Dabei ist er das größte innere Organ: der Darm. Er ist viel mehr als nur ein Muskelschlauch, der Nahrung verwertet. Deshalb rückt er immer mehr in den Fokus. Ein gesunder Darm ist wichtig für das körperliche und geistige Wohlbefinden.

Was ist der Darm und welche Rolle hat er?

Er kann bis zu acht Meter lang sein und reicht vom Magenausgang bis zum After. Der Darm ist unterteilt in Dickdarm und Dünndarm. Der Dünndarm besteht aus drei Abschnitten: Zwölffingerdarm, Leerdarm und Krummdarm. Im Dünndarm wird Nahrung in ihre Bestandteile zerlegt, dies geschieht mit Hilfe von Enzymen. Außerdem werden Nährstoffe, Vitamine, Spurenelemente, Elektrolyte und Wasser aus der Nahrung aufgenommen und gelangen ins Blut, in die Organe und Körperzellen. Auf den Dünndarm folgt der Dickdarm. Hier wird der Nahrung noch einmal Wasser und Salz entzogen. Schleim wird hinzugefügt, um den Stuhl gleitfähiger zu machen.  

Neben der Verdauung und der Aufnahme von Nährstoffen und Wasser werden im Darm Hormone produziert. Außerdem spielt das Verdauungsorgan eine wichtige Rolle für das Immunsystem.

Das Mikrobiom: Artenvielfalt im Darm

Mikrobiom – oder auch Darmmikrobiom – ist eigentlich nur ein anderes Wort für Darmflora. Hierbei handelt es sich um kleine Organismen im Darm, den Großteil machen Bakterien aus. Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben, zum Beispiel die Abwehr von Krankheiten. Somit sind sie für unsere Gesundheit sehr nützlich. Die Zusammensetzung des Mikrobioms ist dabei so individuell wie ein Fingerabdruck. Es wird von unseren Genen, aber auch von unserem Lebenswandel beeinflusst. Die Darmflora kann also auch aus der Balance geraten, wenn wir uns besonders schlecht ernähren oder zum Beispiel Antibiotika nehmen.  

Darm und Immunsystem

Er wird oft als das Zentrum des Immunsystems bezeichnet. Immerhin ist der Darm die Herberge von nahezu 80 Prozent der Immunzellen. Somit braucht es für eine starke Abwehrkraft auch immer einen gesunden Darm. Dieser fungiert übrigens auch als eine Art Trainingslager. Die vorhandenen Immunzellen sind dauerhaft in Kontakt mit nützlichen und schädlichen Bakterien, so lernen sie den Unterschied. Da die erfahrenen Immunzellen durch den Körper wandern, können sie ihre Abwehrinformationen weitergeben. So hilft der Darm dabei, den ganzen Körper vor Erregern zu schützen. Wollen Sie mehr zum Thema Darm und Ernährung erfahren? Wir erklären, wie Essen unser Immunsystem stärkt, und teilen auch gleich die passenden Rezepte.

Und falls Sie wissen wollen, ob es ein perfektes Immunsystem gibt und damit Menschen, die niemals krank werden, dann lesen Sie unseren Artikel zum Thema Superimmunität.

Wie hängen Darm und Psyche zusammen?

Der Darm kommuniziert mit dem Hirn und nimmt dadurch auch Einfluss auf die Psyche. Er kann die Stimmung verändern und sogar Angst auslösen, dies geschieht speziell durch Hormone. Darüber hinaus kann der Darm ein starkes Verlangen oder sogar Suchtverhalten erzeugen. Und er steht im Verdacht, Einfluss auf verschiedene Erkrankungen zu haben, zum Beispiel Depressionen und ADHS. Daraus ergibt sich, dass auch die Ernährung eine Bedeutung für die psychische Gesundheit hat. Ein gesunder Lebenswandel kann also dazu beitragen, die mentale Gesundheit zu verbessern.

Darm-Hirn-Achse

Kennen Sie dieses Gefühl: Sie sind verliebt und haben Schmetterlinge im Bauch? Oder vielleicht spielt Ihr Magen auch direkt ganz verrückt? Es fühlt sich so an, als säße ein Teil der Gefühlswelt in der Körpermitte. Und genauso ist es auch, denn hier befindet sich das „zweite Gehirn“ – das Bauchhirn. Es handelt sich um ein großes Nervengeflecht mit bis zu 500 Millionen Nervenzellen. Zum Vergleich: Katzen haben im gesamten Hirn laut einer Studie nur 250 Millionen. Hirn und Bauchhirn stehen ständig in Kontakt. Der Vagusnerv fungiert dabei als eine Art Standleitung. Interessant ist dabei, dass 90 Prozent aller Informationen vom Bauch ausgehen.

Wollen Sie mehr erfahren über die Darm-Hirn-Achse? Dann lesen Sie unseren Artikel zu dem Thema.

Wie kann ich meine Darmgesundheit verbessern?

Ständige Bauchschmerzen? Ein immer wiederkehrendes Völlegefühl oder unangenehme Blähungen? Es kann sich lohnen, einfach ein bisschen mehr auf den Darm achtzugeben:

Wie kann ich meine Darmflora natürlich aufbauen?

Nach der Einnahme von Antibiotika ist es oft notwendig, das Mikrobiom wieder aufzubauen. Der Grund: Die Medikamente gehen zwar gegen Krankheitserreger vor, aber eben auch zum Teil gegen nützliche Darmbakterien. Diese lassen sich mit einer entsprechenden Ernährung wiederherstellen. Ideal sind beispielsweise fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Kefir, Sauerkraut, eingelegtes Gemüse und Ähnliches.

Welche Krankheiten hängen mit dem Darm zusammen?

Im Laufe des Lebens kann der Darm erkranken. Über einige dieser Krankheiten können Sie hier mehr erfahren:

Darmkrebsfrüherkennung von zu Hause aus mit DasLab

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So funktioniert’s:

Sie bestellen den Test direkt zu sich nach Hause. Die entnommene Stuhlprobe schicken Sie dann diskret an ein akkreditiertes Labor. Das Testergebnis erhalten Sie direkt auf Ihr Smartphone. Sollte es positiv ausfallen, unterstützen wir Sie selbstverständlich bei der Suche nach einer Fachärztin oder einem Facharzt und der Terminvereinbarung zur Darmspiegelung, der sogenannten Koloskopie.

Bei jeglichen Fragen haben Sie zudem die Möglichkeit, mit ärztlichem Fachpersonal einen telefonischen Beratungstermin zu vereinbaren.

Zudem bieten wir den Test als SBK-Mehrleistung bereits Menschen ab 35 Jahren bei entsprechendem Risiko an. Zu den Risikofaktoren zählen die familiäre Vorbelastung, eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung oder eine eigene, bekannte Krebserkrankung.

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Vorsorge – gut für das Bauchgefühl

Je früher Veränderungen erkannt werden, desto besser. Deshalb ist es besonders wichtig, an der Darmkrebsfrüherkennung teilzunehmen. Die erfolgreichste Maßnahme hierfür ist eine Darmspiegelung. Diese wird Männern ab 50 Jahren und Frauen ab 55 Jahren empfohlen.

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