Gesundheit wird digital: So erleichtert die ePA Ihr Leben
Die elektronische Patientenakte spielt Schritt für Schritt eine größere Rolle in der Gesundheitsversorgung. Wie funktioniert die ePA eigentlich genau und welche Vorteile hat eine digitale Akte für Sie als Versicherte?

Im Januar 2025 startete die elektronische Patientenakte (ePA) für alle gesetzlich Versicherten. Sie ist das Herzstück des digital vernetzten Gesundheitssystems. Und wird Ihre Versorgung weiterhin verbessern – etwa, indem sie den Austausch zwischen Arztpraxen, Kliniken und anderen Beteiligten vereinfacht
Inhaltsverzeichnis:
Rund 93 Prozent der gesetzlich Versicherten haben eine ePA
Rund 75 Millionen Menschen in Deutschland sind gesetzlich versichert, etwa 73 Millionen davon besitzen eine elektronische Patientenakte. Diese werden nach und nach mit Befunden, Arztbriefen, Medikationslisten und weiteren Dokumenten befüllt.
Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag der SBK zeigt, dass die Versicherten, die die ePA aktiv nutzen, vor allem den gewonnenen Überblick schätzen: ein besserer Einblick in Befunde, weniger Papierkram und eine verständliche Medikamentenübersicht waren die Top 3 der Erwartungen an die ePA.
Erfahrungen von Versicherten
Auch die Versicherten der SBK erleben diese Vorteile bereits ganz konkret. Stephan Klimke aus Kolbermoor, berichtet: „Wie sinnvoll die ePA sein kann, habe ich bei einem Besuch beim Neurologen gemerkt. Er wollte mir ein neues Medikament verschreiben und hat beim Blick in meine ePA gesehen, dass es sich nicht mit einem anderen meiner Medikamente vertragen hätte. Er hat sofort eine Alternative gesucht. Wer weiß, was passiert wäre, wenn das nicht aufgefallen wäre!“
Sebastian Schöner hätte die ePA gerne schon früher gehabt: „Bisher habe ich alle meine medizinischen Unterlagen in Ordnern gesammelt. Nachdem bei mir vor einigen Jahren ein gutartiger Hirntumor diagnostiziert wurde, sind mehrere Ordner gut gefüllt – damals habe ich unzählige Arztberichte bekommen. Wenn ich an diese Zeit zurückdenke, wäre eine ePA enorm hilfreich gewesen.“
So geht es weiter mit der ePA
Die ePA soll zukünftig die zentrale Plattform für Anwendungen wie eine elektronische Ersteinschätzung bei medizinischen Fragestellungen, Terminbuchungen und Überweisungen werden. Damit wird sie zum Dreh- und Angelpunkt für die Organisation von Ihrer ärztlichen Versorgung
ePA im Überblick – Die Vorteile der elektronische Patientenakte
Wenn jede Sekunde zählt, sind dank ePA schnell alle wichtigen Infos parat – zum Beispiel, ob Sie Medikamente einnehmen oder Allergien haben.
In der ePA werden alle relevanten Daten gebündelt. So können Ärztinnen und Ärzte Zusammenhänge besser erkennen, schneller Diagnosen stellen und Ihre Behandlung individuell anpassen.
Bisher kommt es oft vor, dass Sie die gleiche Untersuchung mehrfach durchlaufen. Mit der ePA erübrigt sich das, denn alle Daten sind gesammelt verfügbar.
Mit der ePA ist Ihre individuelle Krankheitsgeschichte auf einen Blick ersichtlich. Ärztinnen und Ärzte haben direkt alle Vorbefunde und Arztbriefe zur Hand – und dadurch mehr Zeit, sich auf Ihre Behandlung zu konzentrieren.
Durch den Medikationsplan in der ePA wissen Sie immer, welche Medikamente Sie wann und in welcher Menge einnehmen müssen.
Mit der ePA haben Sie alles zur Hand – auch Ihre E-Rezepte! Einfach in der ePA-App auf „E-Rezept“ klicken, einlösen und das Medikament in der Apotheke abholen oder nach Hause schicken lassen.
Ob für Kinder, Eltern oder pflegebedürftige Angehörige – die ePA kann bis zu fünf Vertreterinnen und Vertreter haben. So behalten Eltern den Überblick über die Gesundheitsdaten ihrer Kinder, und Angehörige können bei der Versorgung unterstützt werden. Die Einrichtung ist einfach: In der ePA-App lassen sich Vertrauenspersonen einmalig hinterlegen und bei Bedarf jederzeit anpassen.
Wer Ihre Gesundheitsdaten in der ePA einsehen darf, entscheiden Sie. Beispielsweise können Sie Ihrer Hausarztpraxis ständigen Zugriff gestatten – einer bestimmten Facharztpraxis nur für einen Tag. Sie selbst können Ihre ePA jederzeit einsehen.
Der TI-Messenger ist ein sicherer Messengerdienst. Über diesen können Sie mit Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten und später auch mit uns kommunizieren.
Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?
Gesundheitsdaten sind besonders sensible Informationen. Deshalb werden Ihre Daten in der ePA mit dem höchsten Schutzniveau verschlüsselt. Die Funktionsweise und die Sicherheit der ePA werden vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik geprüft. Dokumente werden beispielsweise immer durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung übermittelt. Außerdem werden Daten auf Servern innerhalb von Deutschland gespeichert. Damit unterliegen sie besonders strengen Datenschutzgesetzen.
Apps und digitale Angebote
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