Einfach erklärt: der MD, ehemals MDK

Was ist der MDK, der häufig beim Thema Pflege genannt wird?

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Fachbegriffe, Fremdwörter, Krankenkassen-Slang – wer blickt da noch durch? Wenn Ihnen etwas unklar ist, fragen Sie unsere Expertinnen und Experten. Denn auch was kompliziert klingt, kann oft ganz einfach erklärt werden.

Die Abkürzung MDK hört man öfter mal – wissen Sie, für was sie steht?

Was ist der MDK und was ist sein Auftrag?

Wenn Sie eine pflegebedürftige Person in der Familie haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie schon einmal vom MDK gehört haben – dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen –, der zum Beispiel Pflegegutachten erstellt. Dies ist aber nur eine von vielen Aufgaben des MDK, die alle das Ziel haben, eine gute und gerechte Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Das heißt: Die Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung sollen allen Versicherten gleichermaßen zugutekommen.

Was macht der MDK konkret?

Der MDK prüft die Qualität in der Pflege, ausgewählte Abrechnungen von Krankenhäusern sowie neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden.

In direkten Kontakt mit dem MDK kommen Sie zum Beispiel, wenn Sie Pflegeleistungen benötigen. Nachdem Sie einen Pflegeantrag bei unseren Pflegeberatern gestellt haben, führt der MDK bei Ihnen zu Hause eine Pflegebegutachtung durch. Die Ergebnisse werden in einem Gutachten zusammengefasst. Auf dieser Grundlage können wir über Ihre beantragte Leistung entscheiden. Wie das alles ganz genau abläuft und wie wir Sie dabei unterstützen, erfahren Sie hier.

Ein anderer persönlicher Kontakt zum MDK ergibt sich bei einem vermuteten Behandlungsfehler. Gemeinsam mit einem Gutachter des MDK prüfen wir anhand der gesammelten medizinischen Informationen die Erfolgsaussichten eines möglichen Verfahrens. Ihnen entstehen dadurch keine Kosten. Gern beraten wir Sie ausführlich zum Vorgehen. Mehr dazu hier.

Wer arbeitet beim MDK?

Beim MDK arbeiten unabhängige Fachleute aus allen Bereichen des Gesundheitswesens, die nur ihrem ärztlichen oder pflegefachlichen Gewissen verpflichtet sind.  

Warum wird der MDK zum MD?

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) wird zum Medizinischen Dienst (MD). Der Grund: Er wird organisatorisch von den Krankenkassen gelöst. Dadurch soll seine Unabhängigkeit gestärkt und die Transparenz bei Prüfungen weiter erhöht werden. Die Umsetzung ist bis zum 01. Juli 2021 geplant. Hier finden Sie häufige Fragen und Antworten zur MDK-Reform.

Kurz zusammengefasst: MDK

  • MDK steht für Medizinischer Dienst der Krankenkassen. Durch die organisatorische Loslösung von den Krankenkassen heißt er künftig nur noch MD: Medizinischer Dienst.
  • Der MD soll sicherstellen, dass die Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung allen Versicherten zu gleichen Bedingungen zugutekommen.
  • Dafür prüft er Pflegequalität, Pflegebedürftigkeit, Krankenhausabrechnungen, Behandlungsfehler, medizinische Voraussetzungen für Leistungen, insbesondere neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden.
  • Beim MD arbeiten unabhängige Fachleute aus dem Gesundheitswesen, die nur ihrem fachlichen Gewissen verpflichtet sind.

Ihre SBK-Expertin

Nadja Messingschlager

Fachexpertin für Leistungen und Versicherungen

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