Eisprung: So ermitteln Sie Ihre fruchtbaren Tage

Eisprung berechnen - so funktioniert es

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Für viele Frauen, die einen Kinderwunsch hegen, ist es gut zu wissen, wann sie ihren Eisprung und damit ihre fruchtbaren Tage haben. Doch wie berechnen Frauen am besten den Eisprung? Wann genau im Zyklus findet er statt? Das und vieles mehr erfahren Sie hier.

Was ist der Eisprung?

Der Eisprung wird auch Ovulation oder Follikelsprung genannt. Er findet etwa in der Mitte des Menstruationszyklus statt, das heißt, zwölf bis 16 Tage vor dem Beginn der nächsten Periode. Aufgrund hormoneller Veränderungen wandert beim Eisprung eine Eizelle aus dem Eierstock durch den Eileiter zur Gebärmutter. Im Eileiter findet auch die Befruchtung statt. Während des Eisprungs ist eine Eizelle nur etwa zwölf Stunden lang befruchtungsfähig. Spermien können im Körper der Frau etwa drei Tage lang überleben: Daher ist eine Frau in einem Zeitraum von drei bis vier Tagen fruchtbar.

Woran erkennen Frauen, dass ihr Eisprung begonnen hat?

Einige Frauen haben rund um den Eisprung Schmerzen im Unterleib, meist verspüren sie ein Ziehen. Nicht immer sind diese Schmerzen eindeutig dem Eisprung zuzuordnen. Manchmal stecken auch die prämenstruellen Syndrome PMS oder PMDS dahinter. Darüber hinaus können Bauchschmerzen auf die Krankheit Endometriose hindeuten. Das heißt: Um sicher den Eisprung zu berechnen, sind zusätzliche Methoden empfehlenswert.

Welche Faktoren können den Eisprung beeinflussen?

Es gibt unterschiedliche Faktoren, die Einfluss auf den Eisprung haben können. Dazu zählen das Alter, Stress und die Ernährung. Aber auch Über- oder Untergewicht, Leistungssport, Umwelteinflüsse, Alkohol und Nikotin können den Menstruationszyklus stören, den Eisprung verhindern und die Fruchtbarkeit beeinflussen.

Eisprung berechnen mit der Basaltemperaturmethode

Während des Zyklus ändert sich die Körpertemperatur der Frau. In der ersten Zyklushälfte – also bis zum Eisprung – liegt die Körpertemperatur der Frau konstant bei zirka 36,5 Grad Celsius. Danach liegt sie bis zum Beginn der Monatsblutung mindestens 0,2 Grad höher. Mit der Basaltemperatur – auch Aufwachtemperatur genannt – können Frauen daher ihren Eisprung berechnen. Hierfür messen sie täglich direkt morgens, noch im Bett liegend, ihre Körpertemperatur: am besten rektal oder vaginal und mit einem Thermometer, das auf zwei Nachkommastellen genau misst. Die Messung sollte immer zum gleichen Zeitpunkt und nüchtern erfolgen. Allerdings können Infekte, Schlafmangel, Alkohol oder andere Faktoren das Ergebnis beeinflussen.

Eisprung berechnen mit der Zervixschleimmethode

Die Zervixschleimmethode wird auch Billings-Methode genannt. Hierfür untersucht die Frau ihren Zervixschleim – einen Schleimpfropf, der die Gebärmutter vor Keimen schützt. Er befindet sich oberhalb des Gebärmutterhalses. Eine Probe davon kann mit zwei Fingern durch die Scheide entnommen werden. Je nach Zyklusphase hat der Zervixschleim eine andere Konsistenz: Kurz vor dem Eisprung ist er elastischer und lässt sich mit den Fingern mehrere Zentimeter auseinanderziehen. Nach dem Eisprung wird er wieder fester, viele Frauen spüren dann eine Trockenheit in der Scheide.

Eisprung berechnen mit dem Eisprungkalender

Frauen, die einen stabilen Zyklus haben, können auch mit der Knaus-Ogino-Methode den Eisprung berechnen. Hierfür tragen sie den ersten Tag der letzten Regelblutung in den Kalender ein sowie ihre Zykluslänge. Genau in der Mitte des Zyklus findet voraussichtlich der Eisprung statt.

Was ist die symptothermale Methode?

Als symptothermale Methode bezeichnet man die Kombination aus Temperaturmessung, Zervixschleimmethode und Eisprungkalender: So können Frauen den richtigen Zeitpunkt des Eisprungs mit höherer Wahrscheinlichkeit berechnen. Darüber hinaus lernen sie ihren Körper besser kennen. Dennoch: Faktoren wie Stress, Krankheit, Medikamente oder Alkoholgenuss können die Ergebnisse beeinflussen.

Eisprung berechnen mit einem Ovulationstest

In Apotheken und Drogerien sind sogenannte Ovulationstests erhältlich. Hierbei tauchen Frauen einen Teststreifen bis zu 30 Sekunden lang in ihren Urin. Der Test misst die Konzentration des luteinisierenden Hormons (LH). Dieses Hormon löst den Eisprung aus. Sein Wert ist in dieser Zyklusphase besonders hoch. Jedoch ist der LH-Wert bei jeder Frau individuell, auch die Tests sind unterschiedlich sensibel. Um ein weitgehend sicheres Ergebnis zu erhalten, sollten Frauen daher zunächst einmal mehrere Tests über mehrere Zyklen ausprobieren.

Wie sicher sind diese Methoden?

Mit den hier vorgestellten Methoden erhalten Frauen Anhaltspunkte, wann ihr Eisprung stattfindet. Da es jedoch zu normalen Schwankungen im Menstruationszyklus kommen kann, geben die Methoden keine zuverlässige Auskunft über die fruchtbaren Tage. Aus diesem Grund sind sie auch keine verlässliche Verhütungsmethode. Wer auf diese Weise verhüten möchte, sollte mit einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt über den Wunsch einer natürlichen Verhütung sprechen.

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