Gesundheit wird digital
Mit der Einführung der elektronischen Patientenakte beginnt eine neue Ära der Gesundheitsversorgung. Erfahren Sie, wie Sie von den neuen Möglichkeiten profitieren

Mit der Einführung der elektronischen Patientenakte „ePA für alle“ Anfang dieses Jahres hat das Gesundheitswesen einen großen Schritt in Richtung digitale Versorgung gemacht. Doch was bedeutet das konkret für Sie? Und wie können Sie Teil davon werden?
Inhaltsverzeichnis:
Digitalisierung im Gesundheitswesen: ein Blick auf die Entwicklung
In den letzten Jahren hat sich in Sachen Digitalisierung viel getan: Rezepte können Sie mit Ihrer Gesundheitskarte direkt in Ihrer Apotheke einlösen. Arztbesuche? Die sind inzwischen immer häufiger auch per Videosprechstunde von zu Hause aus möglich. Und digitale Gesundheits-Apps unterstützen Sie zum Beispiel bei Migräne oder Rückenschmerzen.
Die „ePA für alle“ ist am Start
Die Digitalisierung macht also schon heute vieles einfacher. Und das ist erst der Anfang. Denn im Januar 2025 startete das Herzstück des digital vernetzten Gesundheitssystems:
die elektronische Patientenakte (ePA) für alle gesetzlich Versicherten. Sie wird Ihre Versorgung zukünftig grundlegend verbessern – etwa, indem sie den Austausch zwischen Arztpraxen, Kliniken und anderen Beteiligten vereinfacht.
Technische Anbindung der ePA: Warum der flächendeckende Einsatz Zeit braucht
Pünktlich im Januar haben über eine Million SBK Versicherte ihre elektronische Patientenakte (ePA) erhalten – wie auch über 70 Millionen gesetzlich Versicherte deutschlandweit. Damit die Akte in vollem Umfang nutzbar ist, werden nun nach und nach fast 100.000 Arztpraxen, rund 1.800 Krankenhäuser, 17.000 Apotheken sowie viele weitere Leistungserbringende im Gesundheitswesen technisch angebunden. Zusätzlich müssen über 200 Softwareanbieter ihre Lösungen für die Nutzung der ePA bereitstellen. Das braucht eine gute Planung – und Zeit. Deshalb erfolgt die Anbindung Schritt für Schritt.
Nutzung der ePA in der Arztpraxis: Was bedeutet das aktuell für Sie als Versicherte?
Sollte Ihre Arztpraxis die ePA noch nicht befüllen können, so bitten wir Sie einfach noch um etwas Geduld. Ein konkreter Zeitpunkt, zu dem alle Praxen flächendeckend auf die ePA zugreifen können, steht noch nicht fest. Schließlich ist die Einführung der ePA ein echtes Mammutprojekt.
Digitale Gesundheitsservices der SBK – So profitieren Sie im Alltag
1. Meine SBK – Ihre Online-Services immer dabei
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Jetzt neu in Meine SBK: Unser Markenauftritt im Herz hat nun auch in die App und die Desktop-Version Einzug gehalten. Kontrastreiche Farben und eine neue Schrift erleichtern das Lesen, gerade auf dem Smartphone oder dem Computerbildschirm.
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2. Elektronische Patientenakte (ePA) – alle Gesundheitsdaten an einem Ort
Die SBK Patientenakte wird nach und nach zum zentralen Ort für Ihre Gesundheitsinformationen: Impfpass, Blutwerte, Medikationspläne und mehr. Das erspart Ihnen das Tragen schwerer Aktenordner von Arztpraxis zu Arztpraxis. Zudem lassen sich Doppeluntersuchungen vermeiden und Arzneimittelwechselwirkungen frühzeitig erkennen.
ePA Funktionen im Überblick – So nutzen Sie die elektronische Patientenakte optimal
Ob für Kinder, Eltern oder pflegebedürftige Angehörige – die ePA kann bis zu fünf Vertreterinnen und Vertreter haben. So behalten Eltern den Überblick über die Gesundheitsdaten ihrer Kinder, und Angehörige können bei der Versorgung unterstützt werden. Die Einrichtung ist einfach: In der ePA-App lassen sich Vertrauenspersonen einmalig hinterlegen und bei Bedarf jederzeit anpassen.
Wussten Sie schon? Mit der ePA haben Sie alles zur Hand – auch Ihre E-Rezepte für die Bestellung in der Apotheke! Einfach in der ePA-App auf „E-Rezept“ klicken, einlösen und das Medikament in der Apotheke abholen. Ihr Vorteil: Bei Fragen oder technischen Problemen stehen wir Ihnen zur Seite.
Welche Medikamente wurden Ihnen zuletzt verordnet? In der ePA wird Ihre persönliche Medikationsübersicht automatisch aktualisiert. Das hilft, Doppelverordnungen zu vermeiden und Wechselwirkungen besser im Blick zu behalten. Im Frühjahr 2026 soll sogar ein vollständiger digitaler Medikationsplan integriert werden – damit Sie jederzeit wissen, was Sie wann einnehmen müssen.
3. E-Rezept der SBK: So funktioniert das digitale Rezept ohne Papier
Rezepte in Papierform gibt es nur noch in Ausnahmefällen. Statt einen Zettel in der Apotheke abzugeben, halten Sie einfach Ihre SBK Gesundheitskarte bereit. Das Rezept ist dort elektronisch gespeichert.
4. TI-Messenger – mit Praxen sicher kommunizieren
Im Laufe des Jahres wird der TI-Messenger in seiner ersten Ausbaustufe in die ePA integriert. Über diesen sicheren Messengerdienst werden Sie mit Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten und später auch mit uns kommunizieren können.
SBK Account – Sicherer Zugang zu digitalen Gesundheitsanwendungen
Statt vieler Zugangsdaten haben Sie mit dem SBK Account einen übergreifenden Zugang zu den digitalen Services Meine SBK und der SBK Patientenakte mit E-Rezept-Funktion. Da dabei sensible Gesundheitsdaten verarbeitet werden, stellt der Gesetzgeber besondere Anforderungen an den Schutz. Ziel ist es, Sicherheit und Komfort in ein gutes Gleichgewicht zu bringen.
Ein Vergleich mit einem Hauseingang macht es anschaulich: Je mehr Sicherheitsmechanismen eine Tür hat – etwa ein zusätzliches Schloss oder ein Fingerscanner – desto besser ist sie geschützt. Gleichzeitig wird das öffnen aber auch aufwendiger. Genauso ist es beim Zugang zu digitalen Gesundheitsangeboten. Deshalb bieten wir Ihnen den SBK Account in verschiedenen Sicherheitsstufen an – passend zu Ihren Bedürfnissen.
Basiszugang zum SBK Account: Einfacher Einstieg mit eingeschränkten Funktionen
Der einfachste Zugang erfolgt über Ihre Versichertennummer und ein selbst vergebenes Passwort. Damit können Sie sich sowohl in der Meine SBK-App als auch in der Webversion einloggen. Aufgrund der niedrigeren Sicherheitsstufe ist der Funktionsumfang eingeschränkt: Sie können uns beispielsweise Rechnungen übermitteln, wir dürfen Ihnen aber aus Datenschutzgründen keine vorausgefüllten Formulare oder Online-Post bereitstellen.
Erweiterter Zugang zu Meine SBK: Mehr Funktionen mit erhöhter Sicherheit
Ein Zugang, mit dem Sie Ihre sensiblen Gesundheitsdaten einsehen können, muss besser geschützt werden. Deshalb wird der SBK Account einmalig an Ihr Smartphone bzw. Tablet gebunden. Zusätzlich zu Ihrer Versichertennummer und Ihrem Passwort legen Sie dafür einen sechsstelligen App-Code fest. Möchten Sie damit ausschließlich Meine SBK nutzen, genügt es, anschließend einen Freischaltcode anzufordern. Diesen erhalten Sie innerhalb von drei bis fünf Tagen per Post. Danach steht Ihnen Meine SBK nahezu vollumfänglich zur Verfügung.
Identitätsprüfung für die ePA: Authentifizierung für maximale Datensicherheit
Möchten Sie darüber hinaus die SBK Patientenakte mit E-Rezept nutzen, ist ein weiterer Schritt vom Gesetzgeber vorgeschrieben: die sichere Identifizierung. Dafür müssen Sie sich persönlich ausweisen – entweder mit Ihrem online-fähigen Personalausweis und PIN, per POSTIDENT in einer Postfiliale oder in einer unserer SBK Geschäftsstellen. Danach haben Sie vollumfänglichen Zugang zu Meine SBK und der SBK Patientenakte. Übrigens: Im Anschluss an die sichere Identifizierung erhalten Sie eine PIN zu Ihrer SBK Gesundheitskarte. Sollten Sie einmal Ihren App-Code vergessen haben, können Sie sich damit jederzeit und schnell erneut sicher identifizieren.
Individueller Zugang zur SBK: Welche digitale Lösung passt zu Ihnen?
Egal, welche Lösung am besten zu Ihren Bedürfnissen passt – mit den angebotenen Zugangsmethoden können Sie von unseren digitalen Angeboten sicher und bequem profitieren. Und wenn Sie einmal Rat oder Unterstützung brauchen, finden Sie unter
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