Wayne Carpendale im Interview: "Die Chance auf Vorsorge sollte man nutzen!"

Wir haben mit Wayne Carpendale über die Darmkrebsvorsorge und seine familiäre Vorbelastung gesprochen.

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Mit einer aufmerksamkeitsstarken Kampagne macht Wayne Carpendale dieses Jahr, gemeinsam mit der Felix Burda Stiftung, auf die Wichtigkeit der Darmkrebsvorsorge aufmerksam. Er selbst hat eine familiäre Vorbelastung und geht sehr offen damit um. Ob dieses Wissen sein Leben beeinflusst und was er Betroffenen rät, hat er uns im Interview verraten.

Redaktion Wayne, wie geht es Ihnen?

Wayne Carpendale Hervorragend, danke.

RDieses Jahr sind Sie, gemeinsam mit Sissi Perlinger, in einer groß angelegten Kampagne der Felix-Burda-Stiftung zu sehen, die zu Darmkrebs aufklärt und zur Vorsorge anregt. Was hat Sie bewogen, bei diesem Projekt mitzuwirken?

WC Ich mochte die Kampagnen der Felix-Burda-Stiftung immer schon, weil sie das Thema Darmkrebsvorsorge mit Witz und Charme, aber auch provokativ angehen. In unserem Spot machen wir das, indem wir zeigen, wovor man alles ziemlich unbegründet Angst haben kann, aber wovor man auf keinen Fall Angst haben sollte: Nämlich vor der Darmspiegelung. Denn die ist echt nicht schlimm. Und sie könnte nun mal Dein Leben retten - lohnt sich, find ich. 

R Sie selbst haben eine familiäre Vorbelastung. Beeinflusst dieses Wissen Ihren Alltag und wenn ja, wie? 

WC Ich bin großelterlicherseits vorbelastet, ja. Und ich habe somit ein erhöhtes Risiko, dass da bei mir auch mal irgendwann was auftaucht. Aber da mach ich mir im Alltag wirklich null Sorgen, eben weil ich regelmäßig zur Vorsorge gehe.

R Leben Sie gesünder oder intensiver als andere Menschen?

WC Da vergleich ich mich nicht mit anderen. Ich lebe mein Leben. Und dazu gehört es auch manchmal unvernünftig zu sein. Ich finde, die richtige Balance macht’s. 

Was tun Sie ganz konkret, um möglichst lange gesund und krebsfrei zu leben?

WC Eigentlich alles, was ich eh schon tue, um glücklich zu sein. Fast jeden Tag Sport, mich einigermaßen ausgewogen ernähren, mir nicht um alles Sorgen machen, auf meinen Körper hören und Vorsorge ernst nehmen.

Sie haben letztes Jahr auf Instagram von Ihrer Darmkrebsvorsorge berichtet. So offen gehen längst nicht alle mit dem Thema um. Warum, glauben Sie, ist Darmkrebs und die damit verbundene Koloskopie, immer noch häufig ein Tabuthema in unserer Gesellschaft?

WC Ich habe schon mit vielen Menschen über dieses Thema geredet und habe wenig Tabu festgestellt. Ich finde, das größere Problem ist tatsächlich, dass viele Angst oder keine Lust auf die Untersuchung haben. Dabei gibt es, soweit ich weiß, kaum eine Krebsart, die leichter zu vermeiden oder bekämpfen ist. Die Chance sollte man doch nutzen – und genau da setzt unsere Kampagne an.

R Durch Früherkennung könnten die meisten Darmkrebsfälle verhindert oder rechtzeitig geheilt werden. Was raten Sie Menschen, die eine familiäre Vorbelastung haben?

WC Früherkennung (lacht). Im Ernst: Ab einem bestimmten Alter sollte man eh zur Darmkrebsvorsorge. Und wenn man familiär vorbelastet ist, eben ein bisschen früher. Reden Sie mit Ihrem Arzt, erzählen Sie ihm, was es da für Fälle in der Familie gab. Er wird Ihnen dann sagen können, wann Sie mit der Vorsorge beginnen sollten.  

R Vielen Dank für das offene Interview, Wayne!

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