Kriebelmücke: Biss erkennen, Infektionen vermeiden

Ist der Biss der Kriebelmücke gefährlich? Wie behandle ich ihn? Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen.

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Vom Frühjahr bis zum Spätherbst schwirren sie um uns herum, besonders dann, wenn es draußen feucht und dunkel ist: Mücken. Eine, die besonders tückisch ist, weil man sie nicht surren hört, ist die Kriebelmücke. Sie sorgt mit ihrer Attacke für starke Schmerzen und Juckreiz. Das Expertenteam der SBK erklärt, wie Sie die Kriebelmücke erkennen, warum wir es hier nicht mit einem Kriebelmückenstich, sondern mit einem Kriebelmückenbiss zu tun haben, und wann der Biss gefährlich wird. In der Bildergalerie sehen Sie, wie eine Kriebelmücke und ein von ihr verursachter Biss aussehen.

Was ist eine Kriebelmücke?

Kriebelmücken werden zwei bis sechs Millimeter groß und sind blaugrau bis schwarz. Weltweit gibt es rund 1770 Arten, allein in Deutschland kommen ca. 50 Arten von Kriebelmücken vor. Ursprünglich stammt die Kriebelmücke aus Skandinavien, in Deutschland ist sie häufig in ländlichen Gebieten und in der Nähe von fließenden Gewässern zu finden. Die Kriebelmücke gehört zu den sogenannten Poolsaugern, das heißt, im Gegensatz zu anderen Mücken sticht die Kriebelmücke nicht, sondern beißt. Das hauptsächliche Ziel der Kriebelmücke sind Wildtiere, Pferde und Kühe – jedoch sind auch Menschen vom Biss der Kriebelmücke betroffen.

Woran erkennt man den Biss der Kriebelmücke?

Im Gegensatz zu anderen Mücken nähert sich die Kriebelmücke lautlos. Die weibliche Kriebelmücke beißt eine kleine Wunde in die Haut, darin sammelt sich dann das Blut, das die Kriebelmücke absaugt. Auf der Haut ist der Biss der Kriebelmücke durch eine mit Flüssigkeit gefüllte Pustel sichtbar, teilweise entsteht rundherum ein blauer Fleck und der Biss kann anschwellen. Darüber hinaus injiziert die Mücke ihrem Wirt einen Eiweißcocktail: Dieser hemmt die Blutgerinnung und betäubt die Bissstelle. Ein Biss der Kriebelmücke ist also zunächst einmal schmerzfrei. Lässt die Betäubung nach, schmerzt und juckt der Biss jedoch stark.

Die Kriebelmücke – so sieht sie aus und so erkennen Sie den Biss

Ist der Biss einer Kriebelmücke gefährlich?

Kriebelmücken in Deutschland übertragen in der Regel keine gefährlichen Krankheiten. Allerdings kann der Speichel der Kriebelmücke giftige Stoffe enthalten, die zu allergischen Reaktionen bis hin zu einem allergischen Schock führen können. Auch wenn es juckt und zwickt: Den Biss der Kriebelmücke sollte man auf keinen Fall aufkratzen, da sich sonst die Gefahr einer Infektion erhöht. Der Biss kann sich entzünden, eitern und im schlimmsten Fall sogar zu einer Blutvergiftung führen.

Wie wird der Biss der Kriebelmücke behandelt?

Sobald Sie den Biss der Kriebelmücke bemerken, empfiehlt es sich, die Wunde zu desinfizieren. Um das versehentliche Aufkratzen zu verhindern, finden Sie in der Apotheke antiallergische Gele, die gegen den Juckreiz helfen. Werden die Symptome schlimmer oder entzündet sich die Bissstelle, sollten Sie unbedingt eine Ärztin oder einen Arzt zu Rate ziehen. Sie oder er kann dann mit entsprechenden Medikamenten, zum Beispiel einer kortisonhaltigen Salbe oder bei einer Infektion auch mit einem Antibiotikum, gegenlenken.

So schützt man sich vor dem Biss der Kriebelmücke

Die gute Nachricht: Anders als andere Mücken hält sich die Kriebelmücke kaum in geschlossenen Räumen auf. Aber auch im Freien können Sie den Biss der Kriebelmücke recht gut vermeiden, zum Beispiel indem Sie Kleidung tragen, die auch Arme und Beine bedecken. Denn die Kriebelmücke kann sich in der Regel nicht durch Stoffe „durchbeißen“. Ebenfalls empfehlenswert ist es, sich vorsorglich ein Mückenspray auf die Haut zu sprühen. Wenn möglich sollte man Aufenthalte in der Nähe von Weiden und fließenden Gewässern meiden – vor allem auch in den Morgen- und Abendstunden, Dann sind die Poolsauger am aktivsten.

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