Medienkonsum bei Kindern

Ein Experte erklärt, warum es wichtig ist, dass Kinder schon früh einen gesunden Umgang mit Smartphone und Co. lernen.

Video: Siemens Betriebs-Krankenkasse

Telefonieren, surfen, spielen, fernsehen – oft sind schon die Kleinsten ganz groß in der Nutzung von digitalen Medien. Spätestens seit der Corona-Pandemie sind elektronische Geräte aus den Kinderzimmern nicht mehr wegzudenken. Medienexperte und Vorsitzender der Auerbach Stiftung Steffen Heil erklärt im Video, warum es so wichtig ist, dass Kinder und Jugendliche frühzeitig den richtigen Umgang mit digitalen Medien lernen, was Anzeichen einer Mediensucht sind und welche Rolle die Familie bei der Medienerziehung spielt. Darüber hinaus hat er wertvolle Tipps, wie Eltern mit gutem Beispiel vorangehen können.

Unterricht, Freunde treffender Großteil der Kommunikation von Kindern und Jugendlichen findet mittlerweile digital statt. Bereits vor der Corona-Pandemie nutzten zwei Drittel der Kinder zwischen sechs und dreizehn Jahren regelmäßig Smartphone und Co. – Tendenz steigend. Dass das Internet nicht nur Vorteile, sondern auch Gefahren birgt, ist vielen Erwachsenen bewusst. Kinder bewegen sich auf diesem Terrain jedoch noch deutlich unbedarfter und sollten, laut Experten, den gesunden und vor allem sicheren Umgang mit digitalen Medien so früh wie möglich lernen.

Aus diesem Grund empfiehlt Medienexperte Steffen Heil, die Kleinen nicht nur in der analogen, sondern auch in der digitalen Welt von Anfang an aktiv zu begleiten. Nur so erlangen Kinder die richtige Konsumkompetenz bei der Nutzung digitaler Medien. Es ist wichtig, Kinder von Anfang an für den richtigen und maßvollen Umgang mit digitalen Geräten zu sensibilisieren.

Laut Steffen Heil sind immer mehr Kinder und Jugendliche von Mediensuchterkrankungen betroffen. Häufige Anzeichen für eine Medienabhängigkeit sind Nervosität, wenn das Medium nicht mehr zur Verfügung steht, Schlafstörungen, der Rückzug von Freunden sowie nachlassende Leistungen in der Schule. Hilfe erhalten Betroffene bei Suchtberatungsstellen oder bei der Beratung bei Internet- oder Mediensucht der SBK.

 

Steffen Heil

Steffen Heil setzt sich seit Jahren für eine gesunde und zukunftsorientierte Mediennutzung ein. Als Vorstand der Auerbach Stiftung leitet er den außerschulischen Lernort „Z-LAB-Bruchsal“ der Kinder für Technik, Informatik und Nachhaltigkeit begeistern will. Sein Motto: „Gestalten statt nur konsumieren!“

Damit es jedoch gar nicht so weit kommt, sollten Eltern mit gutem Beispiel vorangehen. Steffen Heil vergleicht die Vermittlung der Medienkompetenz mit dem Erlernen der Regeln im Straßenverkehr. Auch hier lernen Kinder nicht von heute auf morgen den richtigen Umgang, sondern durch kontinuierliches Üben und die aktive Begleitung der Eltern oder anderer Vorbilder.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt eine Empfehlung, wie viel Zeit Kinder in welchem Alter vor Bildschirmen verbringen sollten. Natürlich beziehen sich diese Empfehlungen auf den Alltag vor der Corona-Pandemie. Aktuell verbringen Kinder und Jugendliche schon alleine durch Homeschooling deutlich mehr Zeit vor den Bildschirmen. Nichtsdestotrotz empfiehlt der Experte, weiterhin bewusste Bildschirmpausen zu vereinbaren und Kinder nicht unkontrolliert im Netz surfen zu lassen. Die EU-Initiative Klicksafe.de liefert wertvolle Informationen für Eltern und gibt hilfreiche Tipps für die Medienerziehung von Kindern und Jugendlichen.

Tipps zum gesunden Umgang mit Medien

Steffen Heil, Vorstand der Auerbach Stiftung empfiehlt, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Regeln für die Mediennutzung:

0 bis 3 Jahre:Kinder sollten weder aktiv noch passiv mit Bildschirmmedien in Berührung kommen
bis 6 Jahre:maximal 30 Minuten Bildschirmzeit pro Tag
bis 10 Jahre:maximal 45 Minuten pro Tag 
bis 12 Jahre:maximal 60 Minuten pro Tag

Mehr Tipps von Steffen Heil, was Sie für einen gesunden Umgang Ihrer Kinder mit Medien tun können, erhalten Sie in diesem Video.

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