Mitarbeiter berichten: „Häufig sind die Telefonate sehr emotional.“

Fünf SBK-Mitarbeiter erzählen, wie sie die Corona-Krise erleben - und was sie ihr Positives abgewinnen

Wie hat Corona unseren Arbeitsalltag verändert? Wie unser Privatleben? Und was nehmen wir für die Zukunft mit? Wir haben fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Positionen dazu befragt – und fünf ganz individuelle Sichtweisen erhalten. Eines haben sie jedoch gemeinsam: die positive Einstellung, mit der sie der herausfordernden Situation begegnen.

Brigitte Lagally-Coburg

Pflegeberaterin, München:

Ich versuche einfach, für meine Kunden da zu sein.

Bei uns in der Pflegeberatung haben sich teilweise die Themen und Arbeitsschwerpunkte geändert. Hausbesuche sind gerade nicht möglich. Ich habe das Gefühl, dass unsere Kunden uns momentan besonders brauchen, einen besonderen Gesprächsbedarf haben. Häufig sind die Telefonate sehr emotional, wenn es zum Beispiel darum geht, dass man geliebte Menschen nicht oder nur eingeschränkt im Krankenhaus besuchen und begleiten kann oder auch nicht die Möglichkeit hatte, persönlich Abschied zu nehmen. Viele Kunden scheuen sich auch, einen Pflegedienst oder Therapeuten in Anspruch zu nehmen, da sie Angst vor einer Infektion haben.

Diese Zeit wirft besondere Fragen auf. Daher versuche ich, einfach für meine Kunden da zu sein, indem ich zuhöre und Empathie zeige.

Sven Schneider

Auszubildender, Köln:

Unser Teamzusammenhalt hat sich sogar noch verbessert.

Die aktuelle Situation beeinflusst meine Ausbildung insofern, dass sich die Kundenanfragen verändert haben. Das Thema Corona spielt dabei eine große Rolle. Es ist mir wichtig, meine Kunden in dieser besonderen Lage bestmöglich zu unterstützen. Daher verfolge ich die Medien noch mehr als ohnehin schon. Natürlich hat die Situation auch Auswirkungen auf die Teamzusammenarbeit. Wir sitzen weit auseinander, die Kollegen, die zur Risikogruppe gehören, sind im Homeoffice. Über Skype oder regelmäßige Telefonate halten wir Kontakt zu den Kollegen und ich finde, der Zusammenhalt hat sich durch die gegenseitige Unterstützung sogar noch verbessert. Ich bin froh, Teil eines so tollen Teams sein zu dürfen.

Privat vermisse ich zurzeit am meisten Freunde und Familie. Jetzt merkt man tatsächlich, wie wichtig soziale Kontakte doch sind. Ein persönliches Treffen ist dann doch noch mal was anderes als ein Telefonat.

Ich denke, die aktuelle Situation wird meine Ausbildung langfristig positiv beeinflussen. Ich habe in kurzer Zeit so viel gelernt: Das beflügelt mich, immer weiterzumachen.

Bernd Ehing

Geschäftsstellenleiter, Augsburg:

Gut, dass wir bereits vor Corona die richtigen Weichen gestellt haben.

Als Papa von zwei Kindern wurde ich vor einigen Wochen von den Kita-Schließungen kalt erwischt – zeitgleich wurde auch die vorübergehende Schließung unserer Geschäftsstellen verkündet. Aktuell kümmere ich mich anderthalb Tage pro Woche um meine Tochter (3) und meinen Sohn (6). Respekt vor allen Erziehern und Teilzeitkräften. Es sind zurzeit wirklich tolle, aber auch anstrengende Tage mit meiner Familie.

Zu Beginn der Krise haben sich viele Kunden mit Fragen rund um Corona an ihre persönlichen Kundenberater gewandt. Mittlerweile haben sich die Anfragen wieder auf die normalen Beratungsthemen eingespielt. Seit der vorübergehenden Schließung der Geschäftsstellen kontaktieren uns unsere Kunden ausschließlich per Telefon, E-Mail oder über Anfragen via Meine SBK.

Die letzten Wochen und die vielen positiven Kundenreaktionen zeigen, dass wir mit unserem Alleinstellungsmerkmal, dem persönlichen Kundenberater, gut für die Zukunft aufgestellt sind und mit unseren vielseitigen Angeboten sowie unserer App Meine SBK bereits schon vor Corona die richtigen Weichen gestellt haben.

Florentine Rudolph

Auszubildende, Berlin:

Meine Ausbildungspatin steht mir immer zur Seite.

Aufgrund einer chronischen Erkrankung bin ich seit meinem 17. Lebensjahr auf ein Medikament angewiesen, das meine Immunabwehr auf ein Minimum beschränkt – folglich gehöre ich zur Risikogruppe und lerne und arbeite momentan im Homeoffice. Mit meinem Team stehe ich per E-Mail, per WhatsApp, per Skype oder telefonisch in Kontakt. Wir versuchen immer, uns gegenseitig zu unterstützen.

Die Situation hat meine Ausbildung wenig beeinflusst. Ich musste lediglich lernen, mich selbst bestmöglich zu organisieren. Das funktioniert wirklich gut. Auch meine Ausbildungspatin steht mir bei Fragen immer zur Seite. Dennoch: Ich vermisse derzeit meine Kollegen und die Geschäftsstelle.

Patrick Kunzke

Geschäftsstellenleiter, Berlin:

Der Kunde merkt: Wir sind für ihn da.

Die häufigste Kundenanfrage, die ich und meine Kollegen zurzeit beantworten? Wann die Geschäftsstelle wieder geöffnet ist. Gut, dass wir ab 18. Mai wieder sukzessive öffnen und auch vor Ort für unsere Kunden da sein können. Auch zu Krankenhauseinweisungen sowie ganz konkret zu Corona und der Übernahme von Rechnungen erreichen uns Anfragen – hier beraten und unterstützen wir per E-Mail, Telefon oder über die App Meine SBK.

Unsere Kunden merken, dass wir auch während der Pandemie für sie da sind. Das freut uns, weil das die Kundenbindung stärkt und Begeisterung bei den Versicherten schafft.

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