Kein Urlaub auf Rezept: Warum eine Mutter-/Vater-Kind-Kur harte Arbeit ist

Wann ist eine Eltern-Kind-Kur sinnvoll, welche Alternativen gibt es?

Fast alle Familien kennen das: Kinder, Haushalt und den Beruf unter einen Hut zu bekommen, kann eine ganz schöne Herausforderung sein. Häufig fühlen sich Eltern durch die Belastungen erschöpft und ausgelaugt. Vor allem wenn familiäre Probleme dazukommen: Ein Angehöriger ist zu pflegen, ein Elternteil ist alleinerziehend, ein Ehepartner oder gar ein Kind leidet unter einer chronischen Krankheit. Dann gilt es abzuwägen, ob eine Vater-Kind- bzw. Mutter-Kind-Kur die richtige Lösung ist.

Was ist eine Mutter-/Vater-Kind-Kur?

Eine Mutter-/Vater-Kind-Kur, auch Eltern-Kind-Kur, ist eine stationäre medizinische, in der Regel dreiwöchige Behandlung in einer ausgewählten Kurklinik. Oberstes Ziel der Kur: bestehende Herausforderungen wie stressbedingte Überlastung oder Erschöpfung zu mindern oder zu beseitigen. Psychologen und medizinische Experten konfrontieren die Familien mit ihren Problemen und Ängsten – und erarbeiten gemeinsam mit ihnen Lösungen, damit sie den Alltag in Zukunft besser bewältigen können. Die aktive Mitarbeit der Familien ist hier unbedingt erforderlich.

Ihr persönliche Kundenberater unterstützt gerne

Häufig gibt es nicht DEN Zeitpunkt, an dem man so überlastet ist, dass eine Mutter-/Vater-Kind-Kur sinnvoll erscheint – denn Stress entsteht oft schleichend. Neben dem Hausarzt ist dann auch der persönliche Kundenberater der SBK eine sehr gute Anlaufstelle: Er informiert Sie ganz allgemein, was Sie auf einer Kur erwartet, und zeigt Ihnen Alternativen auf. Dies kann verhindern, dass Sie eine Kur vorzeitig abbrechen müssen, weil sie Ihren Vorstellungen nicht entspricht.

Wie sieht der Alltag in einer Eltern-Kind-Kur konkret aus?

Eine Vater-Kind- oder Mutter-Kind-Kur ist immer auf die individuellen Bedürfnisse der Familie abgestimmt: Gesundheitsanwendungen, Therapieangebote, psychologische Gespräche – sowohl einzeln als auch in Gruppen. SBK-Kundin Carmen Kordel, die mit ihren 9- und 5-jährigen Kindern eine Mutter-Kind-Kur in Anspruch genommen hat, spricht von einem „strammen Programm“ und erklärt weiter: „Man bekommt einen Plan, in dem klar drinsteht, was man dort für seine Gesundheit und Fitness machen muss.“

Kinder bis 12 Jahre – in besonderen Fällen bis 14 Jahre – können zur Kur mitgenommen werden. Während des Klinikalltags ist für die qualifizierte Betreuung der Kinder gesorgt, sogar Schulunterricht ist möglich. Ein Elternteil darf die Kur aber auch alleine antreten. Insbesondere bei Kindern unter drei Jahren wird dies empfohlen, da im Kleinkindalter häufig mit Eingewöhnungsschwierigkeiten gerechnet werden kann.

Ob sich die Kur in den Augen unserer SBK-Kundin gelohnt hat? Durchaus, denn sie hat auch für die Zeit danach einige Tipps bekommen: „Den Kindern erklären, dass Mama auch mal Zeit für sich selbst braucht, einige Dinge gelassener sehen – das setz ich auch zum Teil schon gut um.“

Für einen positiven Alltag – auch lange nach der Mutter-/Vater-Kind-Kur

Eine Eltern-Kind-Kur ist also kein Urlaub auf Rezept, sondern eine Maßnahme, die weit darüber hinausgeht: Als Betroffener reflektieren Sie gemeinsam mit Experten Ihren bisherigen Alltag und erhalten Tipps, die nachhaltig wirken. Ziel ist es, dass Sie das Gelernte in Ihren zukünftigen Tagesablauf integrieren und so langfristig davon profitieren.

Wie kann ich eine Mutter-/Vater-Kind-Kur beantragen?

Zunächst einmal sollten interessierte Eltern ihrem Arzt ihre Sorgen, Ängste und Probleme anvertrauen. Gemeinsam mit dem Arzt kann dann besprochen werden, ob eine Mutter-Kind- bzw. Vater-Kind-Kur das Richtige ist. Ist dies der Fall, muss er ausführlich die medizinische Notwendigkeit der Kurmaßnahme für den Elternteil und gegebenenfalls auch für das Kind bestätigen. Den Antrag schickt der Arzt an die Krankenkasse. Bei der Siemens-Betriebskrankenkasse prüft der persönliche Kundenberater den Antrag. Der Versicherte bekommt meist bereits nach wenigen Tagen Rückmeldung. Bei einer Zusage sucht der Kundenberater gemeinsam mit dem Versicherten eine geeignete, wohnortnahe Kurklinik aus und kümmert sich darum, dass die Kur zeitnah angetreten werden kann. Sollte der Antrag nicht bewilligt werden können, erarbeitet er gemeinsam mit dem Kunden weitere, zielführendere Lösungen.

Gibt es Alternativen zur Kur?

Neben einer Mutter-/Vater-Kind-Kur gibt es weitere Möglichkeiten, sich eine Auszeit zu nehmen oder alltägliche Herausforderungen in Angriff zu nehmen. Ihr persönlicher Kundenberater berät Sie hierzu gerne.

Bei den SBK-Balancetagen tanken Sie in ausgewählten Partnerhotels neue Kraft – ob beim Yoga, bei der Wirbelsäulengymnastik oder bei Entspannungskursen. Wir bezuschussen die SBK-Balancetage mit 80 Euro. 

Sogar längere Gesundheitsreisen sind möglich. In Kooperation mit Dr. Holiday können Sie zu vergünstigten Preisen vielfältige Angebote in den schönsten Urlaubsregionen wahrnehmen. 

Auch ganz in Ihrer Nähe können Sie etwas für sich selbst tun – mit unseren zahlreichen Gesundheitskursen, die wir mit bis zu 80 Euro bezuschussen. 

In Situationen, die Sie als turbulent und belastend empfinden, können Sie auch – ganz vertraulich – professionelle Hilfe in Anspruch nehmen: Das psychologische Online-Programm Selfapy steht Ihnen jederzeit zur Verfügung. Entscheiden Sie selbst, wann und wo Sie das Programm durchführen. Für SBK-Kunden ist Selfapy kostenfrei – Ihre Versichertennummer bei der Anmeldung genügt. 
 

SBK-Leistung

Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur

Bei einer Mutter- oder Vater-Kind-Kur neue Kraft für den Alltag schöpfen.

Eine Mutter-Kind-Kur oder Vater-Kind-Kur ist eine stationäre medizinische Behandlung. Sie ist dazu da, bestehende Gesundheitsstörungen (z. B. ein Erschöpfungssyndrom oder eine stressbedingte Überlastung), die durch familiäre Belastungen eingetreten sind, zu mindern oder zu beseitigen. Alle Informationen zu Mutter-/Vater-Kind-Kuren finden Sie hier. Hier erfahren Sie auch alles über die besonderen Regelungen während Corona.

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