Persönliche Pflegefachberatung – auch in besonderen Zeiten

Wie die SBK-Pflegefachberatung bei Organisation und Antragstellung unterstützt – auch im Corona-Jahr

Wenn Angehörige pflegebedürftig werden oder man selbst betroffen ist, wird schnell konkrete Hilfe benötigt. Meist kommt in so einer Situation vieles zusammen: Einerseits die Umstellung durch die gesundheitliche Einschränkung, andererseits stehen organisatorische und finanzielle Fragen an, denn für alle Beteiligten sind dies neue Lebensbedingungen. Genau jetzt ist die SBK mit persönlicher Beratung und konkreter Hilfe für ihre Versicherten da, denn dafür sind die Pflegefachberater der SBK speziell geschult und ausgebildet.

Sandy Kachel, Pflegefachberaterin bei der SBK, spürt besonders seit Beginn der Corona-Pandemie den verstärkten Bedarf an persönlicher und fachlicher Beratung und weiß, wie hilfreich besonders die emotionale Unterstützung für viele Kunden ist.

Wie unterstützt die SBK-Pflegefachberatung?

Im persönlichen Gespräch gilt es für den Berater als Erstes, die Situation zu verstehen und herauszufinden, was genau benötigt wird, um dann die passende Lösung zu finden. Nicht immer geht es dabei um einen Platz in einer Pflegeeinrichtung, denn in den meisten Fällen kann eine Pflege zu Hause organisiert werden. Gemeinsam wird Schritt für Schritt besprochen, welche Art der Unterstützung benötigt wird und welche Pflegedienste beauftragt werden könnten. Auch bei der Beantragung von Hilfsmitteln wie einer Gehhilfe oder bei der Organisation der Teilnahme an einem Pflegekurs für Angehörige unterstützt der Fachexperte. Als Lotsen stehen die Berater den Versicherten bei der Navigation durch den „Antragsdschungel“ zur Seite und sind auch bei der Suche nach Pflegeplätzen behilflich.

Corona heißt umdenken und neu organisieren

Durch die neue und ungewohnte Situation im Corona-Jahr war die Pflegefachberatung von Sandy Kachel und ihren Kollegen besonders gefragt. Der Grund dafür war, dass aus Sorge vor einer Infektion viele Versicherte kurzfristig beschlossen, lieber auf den Pflegedienst zu verzichten und die Versorgung der Angehörigen selbst zu schultern. Dies bedeutet für viele Angehörige eine enorme zusätzliche Belastung im Alltag.

Sandy Kachel hatte zwar nicht immer eine sofortige Lösung parat, aber in jedem Fall konnte sie den Versicherten ein offenes Ohr bieten und weitere Handlungsoptionen aufzeigen. Bei der Suche nach Kurzzeitpflegeplätzen war sie über die Unterstützung des SBK-Partners Recare besonders froh. Die Suche nach einem passenden Anbieter für jeden einzelnen Fall erfolgt mit Recare schneller. Dadurch gewinnen die Kundenberater wertvolle Zeit, um sich ausschließlich auf den Versicherten und seine Situation zu konzentrieren, anstatt sich auf die Suche nach einem Pflegeplatz zu fokussieren. Recare hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle verfügbaren Pflegekapazitäten zentral zu bündeln und als Schnittstelle zwischen Leistungsträgern – den Krankenkassen und Pflegeeinrichtungen – zu vermitteln. „Eine Riesenerleichterung, sonst hätten wir jeweils zwanzig bis dreißig Anrufe machen müssen, das ist zeitlich gar nicht drin“, sagt Sandy Kachel und ist froh, die Zeit lieber für das persönliche Gespräch mit den Versicherten zu nutzen.

Da pflegende Angehörige häufig allein sind mit dem, was sie leisten, kann Sandy Kachel ihnen im Gespräch Mut machen und wichtige Denkanstöße geben. Das wissen die Angehörigen zu schätzen: „Es kommt so viel Dankbarkeit zurück, das zeigt mir, wie wichtig diese Unterstützung in einer der sensibelsten Phasen im Leben der Angehörigen ist.“

Beratung in unsicheren Zeiten

Die SBK hat untersucht, wie die Pflegeberatung noch besser helfen kann. Um ihren Service im Bereich der Pflegeberatung noch besser an die Bedürfnisse ihrer Versicherten und deren Angehörige anzupassen, hat die SBK im vergangenen Jahr unter anderem eine sogenannte Customer Journey mit Angehörigen von Pflegebedürftigen durchgeführt. Diese „Reise“ in das Kundenerlebnis brachte wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Pflegeberatung zu Tage. Die spannenden Ergebnisse finden Sie hier.

Pflegende Angehörige müssen auch an sich selbst denken

Mehr denn je empfiehlt Sandy Kachel pflegenden Angehörigen, in diesen herausfordernden Zeiten auch auf die eigene Gesundheit zu achten. Aus ihrer täglichen Erfahrung als Pflegefachberaterin weiß sie, wie entlastend und tröstend es für Pflegende sein kann, sich mit anderen, die ähnliche Herausforderungen im Alltag meistern, auszutauschen. Dies ist auch in diesen besonderen Zeiten möglich. Sie rät dazu, digitale Alternativen zu nutzen: „Dafür gibt es inzwischen sogar Apps, darüber kann man sich in Selbsthilfegruppen austauschen! Beispielsweise die App in.kontakt. Hier können sich Angehörige informieren, Erfahrungen austauschen, sich vernetzen und gegenseitig unterstützen – und das alles rund um die Uhr.“

Welche Tipps gibt es darüber hinaus für pflegende Angehörige?

Die Aufgabe, einen Angehörigen zu pflegen, ist für die meisten Menschen völlig neu und mit vielen Umstellungen verbunden. In dieser Situation ist es wichtig, sich auszutauschen und Unterstützung zu suchen. Sandy Kachel gibt folgende Tipps:

  • Tauschen Sie sich mit anderen pflegenden Angehörigen aus
  • Nutzen Siedigitale Angebote und Helfer
  • Holen Sie sich psychische Unterstützung – zum Beispiel durch die Online-Programme von Selfapy
  • Nehmen Sie anSelbsthilfegruppen teil

SBK-Leistung

Beratung im Pflegefall

Nutzen Sie im Pflegefall die individuelle Beratung der SBK.

Ein Pflegefall tritt oft unerwartet ein und stellt die Betroffenen und ihre Angehörigen vor neue Herausforderungen. Wir unterstützen Sie in dieser Situation ganz individuell, um die passenden Schritte einzuleiten und die richtigen Leistungen und Hilfen zu finden. Alle Informationen zu der SBK-Pflegeberatung finden Sie hier.

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