Schwanger in Zeiten von Corona – ein Erfahrungsbericht

Kathrin Pflügel ist im sechsten Monat schwanger. Wie meistert sie aktuelle Herausforderungen trotz Corona?

Wenn eine Frau schwanger ist, ist die Vorfreude auf das Neugeborene groß. Natürlich hofft jede Frau, dass bei der Vorbereitung und Geburt alles reibungslos verläuft. Doch wie ist das in Zeiten von Corona möglich? Wir haben dazu mit Kathrin Pflügel gesprochen. Die 38-Jährige ist zum ersten Mal schwanger und erzählt, wie sie mit der aktuellen Situation umgeht, wie sie sich trotz Corona-Regelungen auf die Geburt vorbereitet und was sie sich für den Tag der Geburt wünscht.

REDAKTION Frau Pflügel, erst einmal vielen Dank, dass Sie so offen mit uns über Ihre Schwangerschaft sprechen. Sehen Sie der Geburt unter den aktuellen Umständen entspannt entgegen?

KATHRIN PFLÜGEL Ich erlebe gerade meine erste Schwangerschaft und bin bisher ehrlich gesagt noch sehr entspannt. Beim Frauenarzt und in der Klinik wird jeweils sehr streng auf die Hygienemaßnahmen geachtet, sodass ich mich dort ganz sicher und gut aufgehoben fühle.

R Sie sprechen davon, sich sicher zu fühlen. Das hat häufig auch ein stückweit mit der Transparenz seitens des medizinischen Personals zu tun. Haben Sie das Gefühl, gut von Ärzten und Hebammen über mögliche Gefahren durch das Virus aufgeklärt zu werden?

KP Mein erster Termin beim Frauenarzt zur Bestätigung der Schwangerschaft war direkt zu Beginn des Lockdowns. Dort hieß es, dass es bisher noch keine Erkenntnisse über Gefahren oder Auswirkungen auf das ungeborene Baby gibt. Die Ärzte haben mir geraten, mich grundsätzlich an die Hygienemaßnahmen zu halten. 

Danach war das Virus selbst kein Thema mehr. Vielmehr spüre ich die Auswirkungen wie zum Beispiel, dass es meinem Partner nicht erlaubt ist, bei der Vorsorge dabei zu sein. Außerdem fanden vorerst keine Kurse vor Ort sowie Krankenhausbesichtigungen statt.

Konnten Sie alle Vorsorgetermine wahrnehmen? Und wie laufen derzeit die Geburtsvorbereitungskurse ab? Nutzen Sie zum Beispiel digitale Angebote?

KP Ich hatte wirklich Glück. Bisher konnte ich alle Vorsorgetermine wie geplant wahrnehmen – auch wenn der Vater des Kindes leider nie dabei sein darf. Als täglichen Begleiter habe ich zudem eine App, mit der ich die Entwicklung des Kindes verfolge.

Ergänzend dazu ist es bei uns seit Juni wieder möglich, Schwangerschaftsyoga vor Ort zu machen. Das finde ich richtig klasse. Das ist für mich einfach schöner als Übungen vor einem Bildschirm zu machen. Auch der Geburtsvorbereitungskurs vor Ort ist jetzt wieder möglich.

Da sich viele Anfragen von schwangeren Frauen angestaut haben und die Gruppen aufgrund der Einhaltung des Mindestabstandes deutlich kleiner sind, ist die Nachfrage entsprechend hoch. Ein Online-Geburtsvorbereitungskurs wäre zwar für mich in Ordnung gewesen, jedoch nicht die erste Wahl.

Da noch wenig darüber bekannt ist, ob das Virus von der Mutter auf das ungeborene Kind übertragen werden kann: Hat sich Ihr Verhalten entsprechend im Alltag geändert?

KP Mein Alltag hat sich tatsächlich geändert. Dank meines Arbeitgebers habe ich die Möglichkeit, fast durchgängig mobil von zu Hause aus zu arbeiten. Dadurch ist die Zahl der Kontakte zu anderen Menschen deutlich geringer. Ansonsten achte ich sehr auf geltende Hygiene- und Abstandsregeln, beispielsweise gründliches Händewaschen, und gehe achtsam mit meinen Mitmenschen um. Ich genieße aber trotzdem auch die wiedergewonnenen Freiheiten wie zum Beispiel das Schwimmen im Freibad oder Fitnesskurse im Studio.

Viele Eltern stellen sich die Frage, ob sie während der Coronazeit bei der Geburt im Krankenhaus zusammen sein dürfen. Haben Sie einmal mit Ihrem Partner über das Thema gesprochen?

KP Wir wünschen uns sehr, dass beide Elternteile zumindest bei der Geburt zusammen sein dürfen. In unserem Wunschkrankenhaus war dies bisher durchgängig möglich, sodass wir guter Hoffnung sind. Richtig schön wäre natürlich, wenn der Vater anschließend dableiben kann oder zumindest in den Folgetagen zu Besuch kommen darf. Bei der Geburt des ersten Kindes ist es für beide ein ganz besonderes Erlebnis. Es wäre aus meiner Sicht sehr schade, wenn der Vater das nicht miterleben darf.

R Danke, Frau Pflügel, für die interessanten Einblicke. Wir wünschen Ihnen alles Gute für die Geburt.

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