Solidarität hilft uns, die Krise gut zu meistern

Ein Vorstandskommentar von Dr. Gertrud Demmler

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Wenn uns die Corona-Krise eines gezeigt hat, dann wie wichtig Solidarität und eine starke Versichertengemeinschaft sind. Und dass die Solidargemeinschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung keineswegs ein Auslaufmodell, sondern ein echtes Zukunftsmodell ist.

Solidaritätsprinzip in der gesetzlichen Krankenversicherung – Der Anker in der Krise

Das Coronavirus stellt uns alle vor Herausforderungen – jeden Einzelnen ganz persönlich. Aber auch das Gesundheitswesen als System. Was wir bereits heute sagen können: Eine Antwort auf die Corona-Krise war und ist Solidarität: Solidarität mit Ärzt*innen und Pflegekräft*innen, mit Mitarbeiter*innen im Supermarkt oder bei der Post. Solidarität durch Hilfe in der Nachbarschaft, den Einkauf beim lokalen Händler oder kreative Lösungen in der Kombination von Homeoffice und Kinderbetreuung. Solidarität hilft uns, diese Krise gemeinsam gut zu meistern.

Jede*r gesetzlich Versicherte ist im Krankheitsfall finanziell abgesichert […].

Über 100 Jahre Solidaritätsprinzip in der gesetzlichen Krankenversicherung

Solidarität – das ist für uns als Krankenversicherung mehr als ein Modewort. Es ist unser Geschäftsmodell seit über 100 Jahren. Eine starke Versichertengemeinschaft steht füreinander ein. Jede*r gesetzlich Versicherte ist Teil dieser Gemeinschaft, wird unabhängig von Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen versichert. Jede*r gesetzlich Versicherte ist im Krankheitsfall finanziell abgesichert – egal ob es sich um einen simplen Beinbruch, eine Krebs-Diagnose oder eine psychische Belastungssituation handelt. Jede*r Versicherte leistet seinen Beitrag und kann sich im Ernstfall darauf verlassen, dass die Gemeinschaft ihn auffängt und absichert.

Die aktuelle Situation: Pragmatische Lösungen und viel Verständnis

Gerade in der Corona-Krise haben wir als SBK wieder erlebt, dass Versicherte uns und unsere Gemeinschaft dringend brauchen. Dass es entscheidend ist, dass Krankengeld trotz Krise weiterhin pünktlich gezahlt wird. Dass Hilfsmittel gerade jetzt unkompliziert genehmigt werden. Dass Betroffene in der häuslichen Pflegesituation nicht alleine gelassen werden. Dass ein Rabattarzneimittel in der Apotheke unkompliziert ausgetauscht werden kann. Dass wir mit Selbstständigen und kleineren Unternehmen pragmatische Lösungen bei finanziellen Engpässen finden. Dass wir Anliegen schnell, einfach und persönlich klären.

Solidarität heißt an der Stelle auch, dass Sie als SBK-Versicherte mit viel Verständnis reagiert haben, als wir unsere Geschäftsstellen vorübergehend für die persönliche Beratung schließen mussten. Dass Sie Ihre Anliegen in dieser Zeit vor allem telefonisch oder digital mit uns klären. Dass Sie so manche Einschränkung im Kundenservice ohne Beschwerde mittragen. Sie geben uns damit den Freiraum, existenziellen Sach- und Geldleistungen für andere Mitglieder unserer Versichertengemeinschaft zu lösen. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Mein Dank gilt an der Stelle auch allen Mitarbeiter*innen der SBK, die in dieser Situation besonnen und pragmatisch agieren.

Ich wünsche mir, dass wir alle diesen Solidaritätsgedanken auch nach der Krise nicht vergessen.

Das Solidaritätsprinzip ist und bleibt ein Zukunftsmodell

Mein Fazit lautet deshalb: Wir als SBK sind eine starke Versichertengemeinschaft. Wie stark dieses Solidar-Versprechen ist, vergessen wir im Alltag oft. Wenn uns die Corona-Krise eines gezeigt hat, dann wie wichtig diese Solidarität im Gesundheitswesen und gerade in der gesetzlichen Krankenversicherung ist. Es handelt sich keineswegs um ein Auslaufmodell, sondern um ein echtes Zukunftsmodell. Ich wünsche mir, dass wir alle diesen Solidaritätsgedanken auch nach der Krise nicht vergessen.

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