Wie viele Knochen hat ein Mensch?

Spannendes Wissen zu den Knochen des Menschen

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Stehen, sitzen, laufen, springen, klettern, hüpfen – all das kann der Mensch nur dank seiner Knochen, Gelenke, Sehnen, Bänder und Muskeln. Knochen erfüllen vielfältige Aufgaben für Menschen und Tiere: Sie halten unseren Körper zusammen, tragen unser Gewicht und sorgen dafür, dass wir uns fortbewegen können. Etwa 244 Knochen hat eine Katze, etwa 252 ein Pferd. Doch wie viele Knochen hat ein Mensch? Die Antwort und weitere spannende Fakten über das menschliche Skelett lesen Sie hier.

Raten Sie mal: Wie viele Knochen hat ein erwachsener Mensch? Die richtige Antwort finden Sie im Artikel.

Wie viele Knochen hat ein Mensch?

Wie viele Knochen hat der Mensch genau? Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten – je nachdem, ob so mancher Knorpel als Knochen mitzählt oder nicht. Darüber hinaus spielt eine Rolle, in welcher Phase des Lebens man sich befindet. Jedoch gilt: Ein erwachsener Mensch hat etwa 206 Knochen. Ein Baby hingegen kommt mit rund 350 Knochen zur Welt. Der Grund: Einige Knochen des Menschen wachsen erst im Laufe der Zeit zusammen. So besteht der Schädel eines Neugeborenen aus mehreren Knochenplatten, die verschiebbar sind. Eine wichtige Voraussetzung, um durch den Geburtskanal zu gelangen. Darüber hinaus kann das Gehirn eines Babys besser wachsen, wenn der Schädel noch flexibel ist.

Etwa 25 Prozent der Knochen eines Menschen befindet sich in beiden Händen. Eine Hand besteht insgesamt aus 27 Einzelknochen: acht Handwurzelknochen, fünf Mittelhandknochen und 14 Fingerknochen – drei in jedem Finger und zwei im Daumen.

Beim erwachsenen Menschen halten 22 Knochen den Schädel zusammen – 15 gehören zum Gesichtsschädel, sieben zum Hirnschädel. Ein Baby weist bei der Geburt 27 Schädelknochen auf. Die Lücken zwischen den Knochen, auch Fontanellen genannt, schließen sich im Laufe der ersten drei Lebensjahre. Die Nahtstellen der Schädelknochen sind sogar erst im Alter von 40 bis 50 Jahren endgültig verknöchert. Ein winziges, interessantes Detail: Im Schädel sitzt auch der kleinste Knochen des Menschen – der Steigbügel im Innenohr ist etwa drei Millimeter lang.

Zwei mal zwölf, also 24 Rippen hat jeder Mensch im Normalfall – gemeinsam bilden sie den Brustkorb. Zehn Rippenpaare sind mit dem Brustbein und der Wirbelsäule verbunden, die anderen beiden Rippenpaare sind etwas kürzer. An der Wirbelsäule weisen die Rippen des Menschen eine knöcherne Struktur auf, am Brustbein eher eine knorpelige.

Kopf, Brustkorb, Becken, Schultern, Arme und Beine sind mit der Wirbelsäule verbunden. Sie besteht aus insgesamt 33 Wirbeln, 24 davon sind beweglich: sieben Halswirbel, zwölf Brustwirbel, fünf Lendenwirbel sowie fünf miteinander verbundene Kreuzbeinwirbel und vier verbundene Steißbeinwirbel. Besonders beweglich ist die Halswirbelsäule. Die Wirbelsäule spielt im menschlichen Körper eine zentrale Rolle und ist hohen Belastungen ausgesetzt. Daher sind viele Menschen zumindest hin und wieder von Rückenschmerzen betroffen.

Insgesamt besteht der Fuß des Menschen aus 26 Knochen. Der Fuß gliedert sich in einen Vorfuß – dort befinden sich die Zehen –, einen Mittelfuß und die Fußwurzel mit dem Fersen-, Kahn- und Sprungbein. Und haben Sie schon einmal etwas vom Sesambein gehört? Auch das befindet sich unter anderem in unseren Füßen, genauer: innerhalb einer Sehne im Bereich der großen Zehe. Es sorgt für ausreichend Abstand zwischen Sehne und Knochen und verstärkt die Hebelwirkung der Sehne. Sesambeine kommen auch an anderen Gelenken vor, zum Beispiel im Knie.

Woraus bestehen die Knochen eines Menschen?

Grundsätzlich bestehen die Knochen eines Menschen aus einer kalkhaltigen Knochensubstanz. Sie enthalten das Protein Kollagen, außerdem Phosphor, Natrium, Kalzium und andere Mineralien.

Jeder Knochen weist eine äußere Knochenschicht auf, die besonders hart und stabil ist, und einen inneren Teil: Dort bilden Knochenbälkchen ein Gerüst, die Spongiosa. In der Spongiosa befindet sich auch das Knochenmark. Man unterscheidet rotes Knochenmark, das aus Blutzellen gebildet wird, und gelbes Knochenmark, das aus Fettgewebe besteht. Die Knochen eines Kindes enthalten grundsätzlich rotes Knochenmark, das im Laufe des Lebens zu gelbem Knochenmark wird. Ausnahme: Zum Beispiel Rippen, Knochen der Wirbelsäule, Brustbein oder Beckenknochen bilden zeitlebens rotes Knochenmark.

Jeder einzelne Knochen des Menschen ist gut durchblutet und mit zahlreichen Adern durchzogen. Umhüllt wird er von einer Knochenhaut, bestehend aus Bindegewebe. Lediglich im Bereich der Gelenke befindet sich keine Knochenhaut.

Wie stark ist der Knochen eines Menschen?

Die Antwort ist einfach: sehr stark. Der längste und schwerste Knochen zum Beispiel, der Oberschenkelknochen, hält eine Belastung von 16.500 Newton aus. Er könnte damit einen Wohnwagen von sechs Metern Länge ziehen. Noch stärker als die Knochen sind übrigens nur die Zähne eines Menschen – verantwortlich hierfür ist der besonders harte Zahnschmelz.

Im Alter von etwa 30 Jahren sind die Knochen eines Menschen am stabilsten, etwa ab dem 50. Lebensjahr beschleunigt sich der Knochenabbau. Besonders von einem schnellen Abbau betroffen sind Frauen nach den Wechseljahren. Bei jüngeren Frauen schützt das Hormon Östrogen die Knochen vor dem Abbau.

In einigen Fällen ist der Knochenabbau bei älteren Menschen überdurchschnittlich, es entwickelt sich eine Osteoporose. Das Risiko für Knochenbrüche erhöht sich dann. Doch auch einer Osteoporose kann vorgebeugt werden, indem man sich gesund ernährt, ausreichend bewegt und regelmäßig beim Arzt überprüfen lässt, ob ein Vitamin-D-Mangel vorliegt.

Wie lange wachsen die Knochen eines Menschen?

Zwischen dem 14. und dem 25. Lebensjahr schließen sich die Wachstumsfugen der Knochen, der Mensch wächst nun nicht mehr. Diese Fugen liegen jeweils an den Enden der Knochen. Besonders kritisch ist es, wenn bei einem Knochenbruch in der Kindheit die Wachstumsfuge ebenfalls verletzt ist. Dann sollte unbedingt ein Kinderorthopäde zu Rate gezogen werden, der durch gezielte Behandlung ein Fehlwachstum verhindern kann.

Bei einigen Kindern kann das Wachsen der Knochen Schmerzen verursachen, zum Beispiel in den Waden, den Kniekehlen, am Schienbein oder am Oberschenkel. Typischerweise treten die Schmerzen nachts auf. Experten vermuten, dass die Knochenhaut bei einem Wachstumsschub unter Spannung steht und die Schmerzen verursacht. Eine andere Theorie besagt, dass die Knochen von einem schnellen Wachstum ermüden und daher empfindlich reagieren.

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