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1 Jahr „ePA für alle“: Vom Einsatz in Modellregionen bis zur geplanten bundesweiten Versorgungsplattform

Pressemitteilung: Die „ePA für alle“ soll sich von der Dokumentenablage zum digitalen Dreh- und Angelpunkt des Primärversorgungssystems entwickeln. Anlässlich des Jubiläums schaut die SBK auf den Status Quo und wagt den Blick in die Zukunft. (27.04.2026)

#Digitalisierung

Seit dem 29. April 2025 ist die „ePA für alle“ bundesweit verfügbar. In dem einen Jahr hat sich viel getan: Rund 100 Millionen Dokumente finden sich in den elektronischen Patientenakten deutschlandweit, so die gematik. Die Downloadzahlen bei den Apps, über die die Versicherten den Zugriff auf ihre ePA erhalten, steigen. Die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse verzeichnet inzwischen insgesamt 125.000 Downloads ihrer Patientenakte App in den App Stores.

Eine Ärztin und ein Arzt besprechen sich anhand der Patientendaten auf einem Tablet.

Rund 93 Prozent der GKV-Versicherten haben eine ePA

Rund 75 Millionen Menschen in Deutschland sind GKV-versichert, etwa 73 Millionen davon besitzen eine elektronische Akte. Diese werden nach und nach mit Befunden, Arztbriefen, Medikationslisten und weiteren Dokumenten befüllt. Dies geschieht unabhängig davon, ob Versicherte die ePA-App heruntergeladen haben. Die Informationen in der ePA unterstützen damit hauptsächlich die Zusammenarbeit des medizinischen Fachpersonals im Rahmen einer Behandlung.

Versicherte nutzen die ePA noch wenig aktiv

Die Downloadzahlen, die die SBK für ihre Patientenakte App ausweist, zeigen langsam wachsendes Interesse der Versicherten an der ePA. Christian Ullrich, Bereichsleiter IT Betrieb Applikationen und Infrastruktur bei der SBK betont: „Wir spüren ganz deutlich, wie die ePA mehr und mehr Akzeptanz bei den Versicherten gewinnt. Einen spürbaren Hub hat es seit Oktober letzten Jahres gegeben. Seitdem sind die Leistungserbringenden verpflichtet, Unterlagen in die ePA einzustellen.“

Trotzdem ist noch Luft nach oben, wie Christian Ullrich weiter ausführt: „Die Zahlen zeigen auch: Zwar arbeiten Ärztinnen und Ärzte mehr und mehr mit der ePA. Bei den Versicherten hingegen ist der Prozentsatz der aktiv Nutzenden noch sehr gering. Das hat viele Ursachen. Nicht jeder hat aktuell einen Anwendungsfall für die ePA. Wer länger nicht in Behandlung war oder nicht regelmäßig Medikamente einnimmt, der hatte bisher wenig Anlass für die Installation der ePA-App. Ich bin aber überzeugt, dass sich das ändern wird, wenn der Funktionsumfang zunimmt.“

Geplantes Gesetz bringt mehr konkreten Nutzen für den Versicherten

Anfang April wurden erste Planungen für das so genannte „Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen“ (GeDIG) öffentlich. Und auch wenn der offizielle Gesetzesentwurf angesichts aktueller Reformvorhaben wahrscheinlich noch auf sich warten lassen wird, zeigt er doch die Richtung an, in die das Bundesgesundheitsministerium die ePA weiterentwickeln will. Sie soll das Primärversorgungssystem digital unterstützen und die zentrale Plattform für Anwendungen wie elektronische Ersteinschätzung, Terminbuchungen und Überweisungen sein. 

„Wir begrüßen den weiteren Ausbau sehr,“ betont SBK-Experte Christian Ullrich. „Gleichzeitig ist uns wichtig, dass der Zugang zur ePA-App für die Versicherten dann entsprechend einfach gestaltet wird. Bisher sind die Identifizierungshürden zu hoch. Wenn die ePA eine zentrale Anwendung sein wird, muss sichergestellt werden, dass sie gut einzurichten ist.“ 

Auch hier scheint der Gesetzesentwurf eine sinnvolle Weiterentwicklung vorzusehen: Neben den bereits bestehenden digitalen Identifikationswegen – dem Online-Ausweis sowie dem elektronischen Reisepass – soll künftig auch die europäische digitale Brieftasche (Wallet) als weiterer datenschutzsicherer Zugang zur ePA-App ermöglicht werden. Über dieses Wallet kann die eigene Identität perspektivisch europaweit digital nachgewiesen werden. Christian Ullrich betont im Hinblick auf dieses Vorhaben: „Auf die Ausgestaltung der konkreten Lösung wird es ankommen.“

Die hier zur Verfügung gestellten Inhalte dürfen, unter Angabe der Quelle SBK Siemens-Betriebskrankenkasse, veröffentlicht werden.

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Tel.: 089 62700-710

Mobil: 0160 95332422

E-Mail: franziska.herrmann@sbk.org

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