2026 muss das Jahr der Reformen werden
Pressemitteilung: Das ist das 10-Punkte-Programm der SBK für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen (14.01.2026)
Im Jahr 2026 werden das Gesundheitswesen und die Politik zeigen müssen, dass sie handlungsfähig sind. Um die Versorgung der Menschen in Deutschland langfristig zu sichern, sind kurzfristige finanzielle Stabilisierungsmaßnahmen genauso notwendig wie langfristige Strukturreformen. Um die Inhalte der anstehenden Vorhaben festzulegen, standen gleich zu Jahresbeginn wichtige Termine auf der Agenda: Die FinanzKommission Gesundheit hat zu Gesprächen geladen, das Bundesgesundheitsministerium startet noch im Januar einen Fachdialog zur Einführung eines Primärversorgungsystems. Die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse bringt einen 10-Punkte-Plan in den Diskurs ein:

Kurzfristige finanzielle Stabilisierungsmaßnahmen
Zum Jahreswechsel hat sich gezeigt, was vorauszusehen war: Das „kleine Sparpaket“ von Nina Warken hat nicht gereicht, um die Zusatzbeiträge der Kassen stabil zu halten. Rund die Hälfte der Krankenkassen hat ihren Beitragssatz erhöht. Der reale, durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt im Kassendurchschnitt mit 3,36 % deutlich über dem gesetzlich festgelegten von 2,9 %. Diese Entwicklung führt zu einer zunehmenden Überbelastung von Versicherten und Arbeitgebern. Deshalb ist es kurzfristig dringend notwendig, die Finanzen der GKV zu stabilisieren. Dazu ist es unumgänglich, eine einnahmenorientierte Ausgabenpolitik zu verfolgen. Will heißen, die Ausgaben dürfen die Einnahmen nicht weiter überschreiten. 2024 lagen die Ausgaben der GKV bei 327,4 Milliarden Euro, die Einnahmen betrugen jedoch lediglich 320,8 Milliarden Euro. Daten bis Ende des 3. Quartals 2025 zeigen, dass sich diese Entwicklung im letzten Jahr noch weiter verstärkt hat. Die Ausgaben müssen daher kurzfristig eingedämmt werden. Unser Vorschlag umfasst 5 Punkte:
Langfristige Strukturreformen: Patientenorientierung im Mittelpunkt
Mit diesen ersten fünf Maßnahmen stabilisiert sich die GKV-Finanzlage vorübergehend. Es entstehen Spielräume, um grundlegende Veränderungen anzustoßen. Diese brauchen wir dringend, denn das System leidet unter ineffizienten Strukturen, Doppeluntersuchungen und mangelnder Koordination. Um das System langfristig effizienter und patientenorientierter zu gestalten, haben wir folgende Vorschläge:
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