Gezielte Versorgung bei Hauterkrankungen
Hintergrundinformation: SBK zeigt am Beispiel Hauterkrankungen Hintergründe und Erfolgsfaktoren einer gezielten und ressourcenschonenden Versorgung. (31.03.2026)
Viele Menschen warten lange auf einen Termin in einer dermatologischen Praxis. Gesetzlich Versicherte erhalten einen Termin im Durchschnitt nach mehr als einem Monat¹ – in manchen Regionen dauert es auch deutlich länger. Das kann dazu führen, dass Hauterkrankungen verspätet erkannt und Behandlungen zu spät begonnen werden.
Ein strukturierter Behandlungsweg kann hier ansetzen. Er gibt Orientierung über die passende Behandlungsoption und verknüpft digitale und persönliche Versorgungsangebote. So ermöglicht er eine gezieltere und effizientere Nutzung der Kapazitäten in den Hautarztpraxen – orientiert an den individuellen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten.
Warum Ressourcen in der Dermatologie knapper werden
Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen BVDD macht in einer aktuellen Publikation darauf aufmerksam, dass der Zugang zur ambulanten dermatologischen Versorgung zunehmend zum Engpass werde2. Grund dafür sei zum einen, dass viele ältere Dermatologinnen und Dermatologen ihre Praxen aufgeben. Zu wenig Nachwuchskräfte sowie veränderte Arbeitsstrukturen erschwerten die Suche nach Nachfolgern. Wie in vielen anderen Berufsgruppen auch, bevorzugen immer mehr Dermatologinnen und Dermatologen flexible Arbeitszeitmodelle. Entsprechend sind die Kapazitäten in den dermatologischen Praxen in den vergangenen Jahren eher gesunken.
Stark gestiegen ist dagegen der Bedarf. Beispielsweise erkranken immer mehr Menschen an Hautkrebs. Die Zahl der Diagnosen von schwarzem Hautkrebs hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt - von hellem Hautkrebs sogar verdreifacht3. Auch die Nachfrage nach Vorsorgeleistungen ist deutlich gestiegen. Ein wachsender Bedarf trifft also auf ein sinkendes Angebot in der Dermatologie.
Ebenso beobachten wir, dass in der Dermatologie immer häufiger Selbstzahlerleistungen (iGel) angeboten werden. Diese sind häufig rein kosmetisch. Die Dermatologie zählt zu den Top-Fünf-Arztgruppen, die iGel-Leistungen anbieten4. Auch diese Kapazitäten fehlen in der Versorgung.
Klarer Behandlungsweg für eine gezielte und patientenorientierte Versorgung bei Hauterkrankungen
Um Menschen mit Hauterkrankungen gezielter zu unterstützen, braucht es eine bessere Verteilung der Ressourcen. Besonders wichtig ist dabei, dringlichen Anliegen schnelle Hilfe zu ermöglichen, ohne dass weniger akute Fälle ohne Versorgung dastehen. Um dies zu erreichen, gilt es, die notwendige Hilfe gut zu organisieren. Dazu sollten dermatologische Praxen, digitale Tools und je nach Fall weitere Gesundheitsprofessionen zusammenarbeiten. Ein solcher Behandlungsweg muss systemisch verankert und von allen Verantwortlichen gemeinsam gestaltet werden.

Methodischer Hinweis zur Befragung: Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut YouGov im Zeitraum vom 04. bis 06. März 2026 im Auftrag der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse durchgeführt. Befragt wurden 2.074 Personen ab 18 Jahren. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland.
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