Vorsorgetests für zuhause sollten wichtige Säule der Primärversorgung werden
Pressemitteilung: Die anstehenden Reformdiskussionen bieten die Chance, niedrigschwellige Angebote systematisch zu verankern (26.02.2026)
Ein am Menschen orientiertes Primärversorgungssystem braucht klare Steuerungsmechanismen und einen einfachen Zugang zur Versorgung. Genau hier setzen niedrigschwellige Angebote wie Heimtests an. „Wir beobachten, dass unsere Versicherten Angebote wie Stuhltests zur Darmkrebsvorsorge für zuhause sehr gut annehmen. Solche Angebote haben bei hoher Versorgungsqualität viele Vorteile: Die Patientinnen und Patienten erhalten schneller Gewissheit, zusätzlich sparen sie sich Zeit für den Weg zur Praxis und im Wartezimmer. Gleichzeitig entlasten wir unser Gesundheitssystem. Deshalb sollten solche Angebote auch in einem zukünftigen Primärversorgungssystem eine wichtige Rolle spielen“, sagt Christina Bernards, die für neue Versorgungsangebote bei der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse verantwortlich ist.

Die Navigation von Patientinnen und Patienten zu der für sie passenden Versorgung ist entscheidend, um Arztpraxen zu entlasten und vorhandene Ressourcen gezielt einzusetzen. Heimtests und digitale Ersteinschätzungen können einem Praxisbesuch sinnvoll vorgeschaltet werden. Sie ermöglichen eine erste medizinische Einschätzung, geben Orientierung und unterstützen die frühzeitige Risikoerkennung.
Positive Erfahrungen aus der Versorgungspraxis
Die SBK sammelt bereits Erfahrungen mit Heimtests, die von den Versicherten gerne genutzt werden. Dass keine Terminvereinbarung und Wartezeiten benötigt werden, senkt Hürden und erhöht die Teilnahmequoten. „Das ist eine große Chance, vor allem für die Früherkennung. Wir können mehr erkrankte Menschen früher behandeln und Mortalitätsraten senken,“ ergänzt Bernards. In einem Primärversorgungssystem könnten solche Angebote standardmäßig angewendet und einem Praxisbesuch vorgeschaltet werden.
Früherkennung stärken durch niedrigschwellige Angebote
Die Heimtests erreichen auch viele Menschen, die sonst keine Früherkennung in Anspruch genommen hätten. Das beobachtet die SBK zum Beispiel bei ihrem Stuhltest für zuhause: Der Großteil der Nutzer ist männlich, viele führen den Test zum ersten Mal durch. „Auch wenn wir es nicht eindeutig beziffern können: Ein Teil dieser Versicherten hätte die Vorsorge vermutlich nicht wahrgenommen, wenn dafür zwingend ein Praxisbesuch erforderlich gewesen wäre“, so Bernards. „Viele Versicherte entscheiden sich sogar explizit für den Test, da kein Arztbesuch notwendig ist.“
Niedrigschwellige Angebote ergänzen die ärztliche Diagnostik
„Mir ist wichtig, dass wir mit diesen Angeboten keine ärztliche Diagnostik ersetzen wollen“, sagt Bernards. Sie dienen als strukturierter Vorab-Check durch qualifiziertes medizinisches Personal. Auffällige Befunde werden gezielt in die ärztliche Weiterbehandlung überführt, unauffällige Ergebnisse schaffen Sicherheit und vermeiden unnötige Arztkontakte.
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