Bunt is(s)t gesund

Essen nach Farben ist nicht nur was für das Auge, sondern sorgt auch für körperliches Wohlbefinden.

Je bunter, desto gesünder? Ja – das Zusammenspiel von verschiedenen Früchte- und Gemüsesorten mit deren unterschiedlichen Inhaltsstoffen ergibt einen idealen Mix. Dieser sorgt für die ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und ist damit für die Gesundheit essentiell. Wie häufig man Obst und Gemüse in welchen Farben zu sich nehmen soll, weiß Sonja Berg, Ernährungsberaterin bei der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK:

„Obst und Gemüse gehören ohne Zweifel in den Mittelpunkt unserer Ernährung, am besten man nimmt sie mindestens fünfmal am Tag in möglichst vielen verschiedenen Farben zu sich. Sie sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen und sollten immer möglichst frisch oder nur kurz gegart verzehrt werden“. Weiter könnten auch Säfte eine schmackhafte Abwechslung bieten, wenn einem die fünf Porti-onen Obst und Gemüse als zu viel erschienen, ergänzt die Expertin. 

Kleine Farbenlehre

Rotes Obst und Gemüse enthält Lycopen, ein Antioxidans, das Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einigen Arten von Krebs vorbeugen kann. Zudem stärken sie das Immunsystem und beugen dadurch Erkältungen vor.

Beispiele für rote Lebensmittel: Rote Paprika, rote Beete, rote Äpfel, Erdbeeren, Preiselbeeren, Tomaten, Wassermelone, etc.

Gelbe und orangefarbene Früchte sowie Gemüse hingegen, ist reich an Carotin, Vitamin A und Vitamin C und enthalten starke Antioxidantien, die freie Radikale neutralisieren. Sie sind vor al-lem für die menschliche Verdauung vorteilhaft. 

Beispiele für gelbe und orangefarbene Lebensmittel: Aprikosen, Ananas, Honigmelone, Karotten, Getreide, gelber Pfeffer, gelbe Paprika, etc.

Grünes Obst und Gemüse enthalten viele sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die reichlich Eisen, Kalzium und Vitamine K, A und C produzieren. Sie entlasten und regenerieren vor allem die Leber. 

Beispiele für grüne Lebensmittel: Avocados, Spinat, Broccoli, Mangold, Grünkohl, Erbsen, Kresse, grüne Trauben, etc.

Weiße Lebensmittel enthalten vor allem Allicin. Von diesem Inhaltsstoff ist bekannt, dass er bei niedrigem Blutzucker hilft und entzündungshemmende sowie antibakterielle Eigenschaften besitzt. Weißes Obst und Gemüse enthält zudem starke Antioxidantien, die vor Krebs und Herz-krankheiten schützen können.

Beispiele für weiße Lebensmittel: Spargel, Champignons, Knoblauch, Zwiebeln, Pastinaken, Blumenkohl, Rüben, Schalotten, etc.

Schwarzes Gemüse beinhaltet ebenfalls starke Antioxidantien und wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Nieren aus. Die dunklen Früchte sind aber in Wirklichkeit nicht schwarz, sondern haben lediglich eine besonders starke dunkelrote bzw. violette Färbung. Umso dunkler eine Frucht gefärbt ist, desto höher ist der Anteil an Anthocyanen (Pflanzenfarbstoff) und desto mehr freie Radikale kann sie abfangen und damit die Zellen schützen. 

Beispiele für schwarze Lebensmittel: Schwarze Oliven, Shiitake Pilze, schwarzer Sesam, schwarzer Wildreis, etc.

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