Darmkrebsvorsorge 2.0: Immunologischer Stuhltest als zuverlässige Methode zur Früherkennung

Im Rahmen des Aktionsbündnisses gegen Darmkrebs bietet die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse eine verbesserte Form der Vorsorge

Rund 70.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Darmkrebs. Durch regelmäßige Vorsorge kann die Krankheit aber frühzeitig erkannt und in vielen Fällen geheilt werden. Als zuverlässigste Methode zur Erkennung von Darmkrebs galt bisher nur die Darmspiegelung, die Viele scheuen. Mittlerweile gibt es aber auch eine schmerzfreie, nicht invasive Alternative: den immunologischen Stuhltest. Diese Methode bietet die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse ihren Versicherten bereits ab dem 50. Lebensjahr kostenlos an. 

Darmkrebsvorsorge 2.0

Als Unterstützer des Aktionsbündnisses gegen Darmkrebs bietet die SBK ihren Kunden als Mehrleistung die Möglichkeit, ab dem 50. Lebensjahr kostenlos einen immunologischen Stuhltest durchzuführen. Der Test reagiert auf Antikörper, die spezifisch an den Blutfarbstoff Hämoglobin gebunden sind. Der Vorteil dabei: Sie weisen tatsächlich nur menschliches Blut nach und sind deshalb weniger störanfällig. Das unterscheidet den immunologischen Stuhltest vom alternativ verwendeten Papierstreifentest, der auch tierisches Blut, etwa nach dem Verzehr eines blutigen Steaks oder von rohem Fleisch, ausweist. 

Immunologischer Stuhltest – noch kein gesetzlicher Standard 

Alljährlich erhalten alle SBK-Versicherten, die im Vorjahr 50 Jahre alt geworden sind, ein Motivationsschreiben zur Darmkrebsvorsorge. Diesem liegt eine Postkarte bei, über die sie einen immunologischen Stuhltest anfordern können. „Der immunologische Stuhltest kann dann von unseren Kunden diskret und schmerzlos zu Hause durchgeführt werden“, erklärt SBK-Expertin Lydia Bodner und ergänzt: „Mit dem beiliegenden Röhrchen wird eine Probe entnommen und einfach per Post zurück an das Labor geschickt. Dort wird der Stuhl auf Blutrückstände untersucht. Mit dieser Methode kann ein bis zu 90 Prozent klares Ergebnis ermittelt werden, das der Patient dann wieder per Post erhält.“ Der Test ist eine einfache Möglichkeit, zuverlässig Vorstufen von Darmkrebs festzustellen. Von den eingesandten Tests SBK-Versicherter wurden in den vergangenen zwei Jahren knapp sechs Prozent positiv auf Anzeichen von Darmkrebs getestet, also potentiell früh erkannt. Der Test ist jedoch nicht für alle Patienten in Deutschland frei zugänglich, da er noch nicht als Standard im gesetzlichen Früherkennungsprogramm integriert ist. „Wir hoffen aber, dass sich dies in naher Zukunft ändern wird und den in die Jahre gekommenen Papiersteifentest ablöst“, so die Expertin.

Darmkrebs frühzeitig erkennen

Allgemein geht man davon aus, dass ab dem 50. Lebensjahr das Darmkrebs-Risiko steigt, weshalb grundsätzlich eine jährliche Vorsorgeuntersuchung empfohlen wird. Personen mit familiärer Vorbelastung sollten bereits ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig zum Arzt gehen, da Darmkrebs bei frühzeitiger Erkennung in vielen Fällen heilbar ist. Lydia Bodner: „Wir möchten unsere Versicherten mit dem immunologischen Stuhltest zu einer höheren Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen motivieren und so die Zahl der Darmkrebs-Erkrankungen nachhaltig senken.“ Dass dieses Bestreben bereits Früchte trägt, zeigt ein Blick auf die Zahlen: 2015 ist die Summe der eingesandten Stuhltests der angeschriebenen SBK-Versicherten im Alter ab 50 Jahren um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 69 Prozent gestiegen. Dabei hält sich das Verhältnis von Männern und Frauen unter den Einsendern die Waage: „Bei der Darmkrebsvorsorge scheinen Männer, die sonst eigentlich eher als Vorsorgemuffel gelten, sensibilisiert zu sein“, stellt Lydia Bodner fest. 

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