Darmkrebsvorsorge – Männer kneifen nicht!

Über 50 Prozent der Teilnehmer an der SBK-Vorsorgeaktion waren männlich

Mehr Männer als Frauen haben sich an der ersten Vorsorgeaktion der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK zum Thema Darmkrebs beteiligt. Erstaunlich, denn eigentlich gilt das starke Geschlecht als Vorsorgemuffel. Auch 2015 engagiert sich die SBK wieder im „Aktionsbündnis gegen Darmkrebs“ und lädt 50-jährige Kunden zur Darmkrebsvorsorge ein.

Bereits 2014 hatte die SBK circa 80.000 Kunden zwischen 50 und 54 Jahren im Rahmen einer Briefaktion über Darmkrebs aufgeklärt. Mehr als jeder Fünfte forderte daraufhin einen Stuhltest an, knapp 10.000 Tests landeten tatsächlich im Labor zur Prüfung. „Wir bewerten diese Teilnahmequote als sehr positiv. Erfreulich ist, dass knapp 5.100 männliche Versicherte die Möglichkeit genutzt haben, einen Test zu machen“, sagt Lydia Bodner, zuständig in der SBK für das Thema Vorsorge. „Das ist eine sehr positive Entwicklung, da sich Männer erfahrungsgemäß schwerer für Vorsorge sensibilisieren lassen als Frauen.“ Die Auswertung ergab bei 554 Tests ein positives Ergebnis. Vorsorge-Expertin Lydia Bodner: „Ein positiver Test bedeutet nicht, dass man zwingend an Darmkrebs erkrankt ist. Wir empfehlen in diesen Fällen jedoch eine dringende Abklärung beim Arzt.“ 

In diesem Jahr lädt die SBK ihre 50-jährigen Kunden zur Darmkrebsvorsorge ein. Im Rahmen der Aktion übernimmt die SBK die Mehrkosten für einen immunologischen Stuhltest, der um ein Vielfaches zuverlässiger ist als der sonst übliche Hämoccult-Test. 

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart in Deutschland – etwa 62.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Darmkrebs, fast 26.000 sterben an den Folgen.1 Wichtig: Die Krebsart ist heilbar, wenn sie rechtzeitig erkannt wird. Ab dem 55. Lebensjahr haben Versicherte gesetzlicher Krankenkassen zudem Anspruch auf eine vorsorgende Darmspiegelung (Koloskopie), bislang nutzen jedoch nur drei Prozent der Zielgruppe diese Möglichkeit.² 

 

1Quelle: Felix Burda Stiftung

²Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)

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