Mehr Hilfe in der letzten Lebensphase: SBK erweitert Beratungsangebot für Palliativpatienten

  • Die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK bietet als einzige Kasse Deutschlands schon heute umfassende Palliativberatung
  • SBK begrüßt das neue Hospiz- und Palliativgesetz
  • Vorstand fordert, das Beratungsrecht für Krankenkassen endlich zu überarbeiten

Mit einem bundesweit einzigartigen Palliativberatungsangebot unterstützt die SBK gezielt Kunden in der letzten Lebensphase und ihre Angehörigen. Damit reagiert die SBK auf die große Nachfrage nach Unterstützung und auf die heute noch unzureichenden Versorgungsstrukturen. „Wir engagieren uns mit Herzblut für unsere Kunden und ihre Angehörigen in dieser schwierigen Zeit. Doch wir möchten noch mehr tun“, erklärt Dr. Gertrud Demmler, Vorstand der Siemens-Betriebskrankenkasse. Sie fordert nach dem neuen Hospiz- und Palliativgesetz weitere gesetzliche Maßnahmen, um die Situation von Palliativpatienten zu verbessern.

Palliativberatung bei der SBK

Im Rahmen des speziellen Palliativberatungsangebots der SBK unterstützen ausgebildete Fachberater SBK-Versicherte in der letzten Lebensphase mit Beratung zu Themen wie Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, zu Leistungen der Krankenversicherung und insbesondere zu den Versorgungsstrukturen. So soll sichergestellt werden, dass die Patienten – wenn gewünscht – Zuhause sterben können, dass sie umfassend versorgt sind und keine unnötigen Krankenhausaufenthalte mehr ertragen müssen. „Palliativversorgung ist nicht nur ein sehr sensibles Thema, es stellt Betroffene und Angehörige neben der psychischen Belastung auch vor viele praktische Herausforderungen“, weiß Didar Dündar-Gözalan, Teamleiterin Pflegeversicherung bei der SBK und Leiterin des Pflegestützpunktes in Berlin aus ihrem beruflichen Alltag. „Genau jetzt brauchen Patienten die Hilfe eines Experten, der sie zu allen weiteren Schritten beraten kann. Wir als SBK begleiten unsere Kunden in diesen schwierigen Momenten und bieten ihnen Unterstützung und Entlastung“, erklärt Dündar-Gözalan. 

Die SBK hat das spezielle Beratungsangebot 2015 ins Leben gerufen und wird es aufgrund der sehr positiven Resonanz weiter ausbauen. Im vergangenen Jahr begleiteten die eigens ausgebildeten Mitarbeiter bereits 853 Patienten in der letzten Lebensphase. Am häufigsten nahmen die Kunden die Beratung zur Patientenverfügung und die Vermittlung von Kontakten zu Hospizen und Pflegediensten in Anspruch.

Forderung: Kassen müssen umfassend beraten dürfen

„Gerade wenn es um die letzte Lebensphase geht, muss eine Krankenkasse ihrem Beratungsauftrag nachkommen dürfen“, erklärt Dr. Demmler. Um diese Unterstützungsleistung versichertennah und bedarfsgerecht zu erbringen, müsse sich eine Krankenkasse ein dezidiertes Bild über die Versorgungssituation ihres Versicherten machen können. Die Beratung dürfe sich dabei nicht nur auf die Leistungen der Hospiz- und Palliativversorgung begrenzen. „Vielmehr muss sie das gesamte Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherung mit einbeziehen und damit zusammenhängende Versorgungsfragen ebenfalls berücksichtigen. Dazu benötigen die Kassen die Befugnis, die relevanten personenbezogenen Daten der Versicherten zu erheben bzw. vorhandene Informationen zusammenzuführen“, fordert Demmler. Das novellierte Gesetz sei ein Schritt in die richtige Richtung, für allumfassende Verbesserungen gäbe es jedoch noch einiges zu tun.

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