SBK versorgt Flüchtlinge mit elektronischer Versichertenkarte

Ab 2016 ist die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK bereit, Flüchtlinge mit einer elektronischen Gesundheitskarte zu versorgen. Asylbewerber erhalten dadurch direkten Zugang zu medizinischer Versorgung. Konkrete Gespräche gibt es mit kommunalen Behörden in Nordrhein-Westfalen. „Auch heute können Flüchtlinge im Krankheitsfall zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen. Durch die Versichertenkarte reduziert sich der bürokratische Aufwand für Flüchtlinge und Kommunen deutlich“, sagt Dr. Hans Unterhuber, Vorstandsvorsitzender der SBK.

 

Zugang für Flüchtlinge zu ärztlicher Versorgung

Voraussetzung für die Initiative der SBK ist eine Rahmenvereinbarung, die das Land Nordrhein-Westfalen mit Krankenkassen geschlossen hat – unter anderem auch mit der SBK. Darin stellt das Land den Kommunen frei, für den Zugang zur ärztlichen Versorgung mit einer Krankenkasse zusammenzuarbeiten und gibt die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit vor. Krankenkassen nehmen demnach alle Flüchtlinge einer Kommune als Kunden auf und stellen ihnen eine elektronische Gesundheitskarte zur Verfügung. Die Kommunen erstatten alle anfallenden Ausgaben für die medizinische Versorgung. Außerdem erhalten die Kassen eine Verwaltungspauschale.

Entlastung für Gemeinden

„Die SBK sitzt bei den Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen von Beginn an mit am Tisch. In zwei Kommunen sind wir als Partner benannt“, sagt Hans Unterhuber. „Uns ist eine unbürokratische Lösung für alle Beteiligten wichtig. Wir möchten den Flüchtlingen einen Arztbesuch ohne Hürden ermöglichen. Durch die elektronische Gesundheitskarte ist das in Deutschland schnell und einfach möglich.“ Zudem entlastet das die Kommunen: Aktuell müssen Asylbewerber im Krankheitsfall aus Abrechnungsgründen vor jedem Arztbesuch eine Bescheinigung der Behörde einholen. Dieser Weg entfällt nun.

Medizinische Versorgung ohne Bürokratie

Derzeit verhandeln auch andere Bundesländer ähnliche Rahmenvereinbarungen für ihre Kommunen. Die SBK ist hier ebenfalls frühzeitig mit an Bord. „Ich muss ganz ehrlich sagen, dass uns die Aufnahme der Flüchtlinge als mittelständische Kasse auch vor Herausforderungen stellt. Es gibt jede Menge organisatorischer Fragen“, sagt der Kassenvorstand. „Trotzdem ist es keine Frage, dass wir uns den Kommunen auch künftig als Partner anbieten werden. Als Kasse ist es unsere Aufgabe, einen unbürokratischen Zugang zu medizinischer Versorgung zu gewährleisten. Wir tun dies für alle unsere Kunden – Flüchtling oder nicht.“

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