Siemens-Betriebskrankenkasse SBK unterstützt Krisenintervention im Krankenhaus

Scheckübergabe in der Medizinischen Hochschule an „Kleine Herzen Hannover“

Die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK unterstützt den Verein „Kleine Herzen Hannover“. Geschäftsstellenleiter Peer Langhammer übergab einen symbolischen Scheck in Höhe von 35.000 Euro an die Vorsitzende Ira Thorsting und an Dr. Michael Sasse, den Leitenden Oberarzt der MHH-Kinderintensivmedizin. Langhammer zeigte sich begeistert von der Arbeit der Selbsthilfegruppe. „Die Angehörigen kranker Kinder sind selbst keine Patienten, aber auch sie brauchen Hilfe“, betonte der SBK-Vertreter.

Gesetzliche Krankenkassen wie die Siemens-Betriebskrankenkasse SBK sind ein tragender Bestandteil des deutschen Gesundheitswesens. Ihre Arbeit beruht auf dem Prinzip der Solidarität: Jeder Versicherte hat Anspruch auf alle notwendigen Behandlungen – unabhängig von Krankenkassenbeitrag und Einkommen. Dieses bewährte System kann aber nicht alle Eventualitäten abdecken.

Hier kommen Selbsthilfeorganisationen wie der Verein „Kleine Herzen Hannover“ ins Spiel, der sich an der Medizinischen Hochschule Hannover für verbesserte Standards bei der Betreuung von herzkranken jungen Menschen und ihren Familien einsetzt. Sein neues Projekt „Krisenintervention im Krankenhaus“ und das dazu gehörende Krisennetzwerk für schwerstkranke Kinder und ihre Familien werden von der SBK 2016 mit 35.000 Euro unterstützt. Diese Summe ist nötig, um vor allem Ärzte und Pflegekräfte der MHH- Kinderintensivmedizin und aus den Kliniken des Pädiatrischen Intensiv Netzwerks PIN in Norddeutschland im Sinne der Psycho-Sozialen Notfallversorgung als Kriseninterventionshelfer auszubilden. Die Teilnehmer sollen lernen, betroffenen Angehörigen in besonders schlimmen Situationen einfühlsam beizustehen, Konflikte zu vermeiden und sich selbst seelisch zu schützen. Bestandteil der Kurse ist auch der richtige Umgang mit Migranten und ausländischen Patientenfamilien.

Den symbolischen Scheck über 35.000 Euro übergab SBK-Geschäftsstellenleiter Peer Langhammer an die Vorsitzende von „Kleine Herzen Hannover“, Ira Thorsting, und an Dr. Michael Sasse, den Leitenden Oberarzt der MHH-Kinderintensivmedizin. Langhammer: „Für die SBK ist die Arbeit von Selbsthilfegruppen ein wichtiger Bestandteil des Gesundheits- und Sozialsystems. Deshalb unterstützen wir im Rahmen unserer Selbsthilfeförderung sehr gerne das Projekt `Krisenintervention im Krankenhaus´ des Kleine Herzen Hannover e. V.“ Und er fügte hinzu: „Die Angehörigen kranker Kinder sind selbst keine Patienten, aber auch sie brauchen Hilfe. Das Krisennetzwerk, das der Verein aufgebaut hat, bietet hier schnell kompetente Hilfe direkt vor Ort.“
Innerhalb von drei Jahren soll zunächst das Netzwerk zwischen der MHH und den PIN-Kliniken aufgebaut werden, damit betroffene Familien bei der Rückkehr an ihren Heimatort nicht in ein Betreuungsloch fallen. Dafür gibt es speziell ausgebildete Netzwerk-Koordinatoren und einen telefonischen Notfall-Beratungsdienst. Ira Thorsting: „Das Interesse ist groß, und wir denken schon an eine bundesweite Ausdehnung. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, weil wir hoffen, dass die Gesamtheit der Kostenträger im Gesundheitswesen von seiner Bedeutung überzeugt werden kann." Das Engagement der SBK sei also nicht nur in finanzieller Hinsicht ein wichtiger Meilenstein.

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